Neuer APS-C-Standard und neues APS-C-Flaggschiffmodell

Sony Alpha 6100 und 6600 ergänzen die Alpha 6400 nach unten und oben

2019-08-28 Mit den beiden neue Modellen Alpha 6100 und Alpha 6600 rundet Sony die Alpha 6400 gleichzeitig nach unten und oben ab. Die Alpha 6100 soll die nach wie vor sehr erfolgreiche Alpha 6000 ablösen und bietet einen schnelleren Autofokus, verbesserte Videofunktionen und noch einiges mehr. Die Alpha 6600 als Nachfolgemodell der Alpha 6500 bleibt das einzige APS-C-Modell mit Sensor-Shift-Bildstabilisator von Sony. Sie punktet insbesondere mit ihrer Robustheit, der verbesserten Videofunktion und dem doppelt so großen Akku.  (Benjamin Kirchheim)

Zwar wachsen die Verkaufszahlen von Vollformatkamras deutlich, dennoch machen sie von der Stückzahl her aktuell nur 14 Prozent des Marktes aus, denn 86 Prozent der Käufer sind Portabilität und Preis wichtiger, als das letzte Quentchen Qualität. APS-C ist sozusagen "gut genug" für die meisten Fotografen. Mit zwei neuen Kameras und zwei Hochleistungs-Objektiven (siehe weiterführende Links) bedient Sony nun diesen wichtigen Markt.

Sony Alpha 6100

Den Anfang macht die Alpha 6100, die quasi ein minimal abgespecktes Modell der Alpha 6400 ist und gegenüber der nach wie vor äußerst beliebten Alpha 6000, Sonys langjährigem Verkaufsschlager, in mehr als 40 Punkten verbessert worden. So steht dem nach wie vor 24,2 Megapixel auflösenden APS-C-Sensor (Cropfaktor 1,5) ein nun 1,8-mal schnellerer Bildprozessor zur Seite, es handelt sich sogar um denselben, wie er auch im Profimodell Alpha 9 zum Einsatz kommt. 425 Phasen-AF-Sensoren sowie 425 Kontrast-AF-Sensoren decken 85 Prozent des Bildfelds ab und arbeiten damit weit bis an den Bildrand.

  • Bild Sony Alpha 6100 mit 16-50 mm. [Foto: Sony]

    Sony Alpha 6100 mit 16-50 mm. [Foto: Sony]

  • Bild Sony Alpha 6100. [Foto: Canon]

    Sony Alpha 6100. [Foto: Canon]

  • Bild Sony Alpha 6100. [Foto: Sony]

    Sony Alpha 6100. [Foto: Sony]

  • Bild Sony Alpha 6100. [Foto: Sony]

    Sony Alpha 6100. [Foto: Sony]

  • Bild Sony Alpha 6100 mit 16-50 mm. [Foto: Sony]

    Sony Alpha 6100 mit 16-50 mm. [Foto: Sony]

  • Bild Sony Alpha 6100 mit 16-50 mm. [Foto: Sony]

    Sony Alpha 6100 mit 16-50 mm. [Foto: Sony]

Innerhalb von nur 0,02 Sekunden soll die Alpha 6100 fokussieren können. Sie erkennt zudem Gesichter, Augen und Tieraugen und kann allesamt auch im Echtzeit-Tracking bei Serienbildaufnahmen mit bis zu elf Bildern pro Sekunde verfolgen. Im Silent-Mode indes sinkt die Serienbildrate auf acht Bilder pro Sekunde. Während Videoaufnahmen steht ebenfalls der schnelle Echtzeit-Autofokus zur Verfügung, er kann aber keine Augen in Echtzeit verfolgen. Die Videoauflösung erreicht maximal 4K bei bis zu 30 Bildern pro Sekunde, wobei der gesamte Sensor ausgelesen wird, was für eine höhere Videobildqualität sorgt. Auch HDR-Videoaufnahmen nach HLG-Standard müssen Käufer der A6100 hingegen verzichten.

Dank des Mikrofoneingangs kann noch besserer Ton bei Videos aufgezeichnet werden, der um 180 Grad nach oben klappbare Touchscreen ermöglicht auch Videoaufnahmen ohne Kameramann oder Selfie-Aufnahmen. Dank des pfiffigen Mechanismus klappt der Bildschirm über den elektronischen OLED-Sucher hinaus hoch, obwohl er unterhalb angeschlagen ist. Damit kann der gesamte Bildschirm überblickt werden. Auch eine Fernbedienung per WLAN- und Bluetooth-Verbindung ist möglich, um Bilder und Videos zu übertragen oder die Kamera mit Livebildübertragung fernzubedienen.

Ab Mitte Oktober 2019 soll die Sony Alpha 6100 zu einem Preis von knapp 900 Euro erhältlich sein. Zusammen mit dem 16-50mm Powerzoom-Objektiv steigt der Preis auf 1.000 Euro. Es gibt auch ein Set zusätzlich mit dem 55-210mm-Teleobjektiv für 1.150 Euro.

Sony Alpha 6600

Das neue APS-C-Flaggschiffmodell von Sony ist die Alpha 6600. Sie ist das Nachfolgemodell der Alpha 6500 und das größere Schwestermodell der Alpha 6400. Gegenüber der Alpha 6500 gibt es insgesamt über 40 Verbesserungen, doch auch gegenüber der Alpha 6400 legt das Flaggschiff nochmal eine Schippe an Funktionen beziehungsweise weniger Einschränkungen oben drauf.

  • Bild Sony Alpha 6600 mit FE 24 mm 1:1.4 GM. [Foto: Sony]

    Sony Alpha 6600 mit FE 24 mm 1:1.4 GM. [Foto: Sony]

  • Bild Sony Alpha 6600. [Foto: Sony]

    Sony Alpha 6600. [Foto: Sony]

  • Bild Sony Alpha 6600. [Foto: Sony]

    Sony Alpha 6600. [Foto: Sony]

  • Bild Sony Alpha 6600. [Foto: Sony]

    Sony Alpha 6600. [Foto: Sony]

  • Bild Sony Alpha 6600. [Foto: Sony]

    Sony Alpha 6600. [Foto: Sony]

  • Bild Sony Alpha 6600. [Foto: Sony]

    Sony Alpha 6600. [Foto: Sony]

Auch bei der Alpha 6600 kommt ein APS-C-Sensor mit 24,2 Megapixeln Auflösung zum Einsatz.Die ISO-Empfindlichkeit reicht von ISO 100 bis ISO 32.000, mit Erweiterung sind ISO 50 bis 102.400 möglich. Auf 425 Punkten, die sich über 84 Prozent des Bildfelds verteilen, befinden sich Phasen- sowie Kontrast-AF-Sensoren. Auch die A6600 erkennt in Echtzeit Gesichter, Augen und Tieraugen und verfügt über ein Echtzeittracking bei elf Serienbildern pro Sekunde beziehungsweise acht Serienbildern pro Sekunde im Silent-Mode. Der Puffer fasst 116 JPEG- beziehungsweise 46 Raw-Aufnahmen.

Im Gegensatz zur A6100 und A6400 funktioniert der Echtzeit-Tracking-AF der Alpha 6600 für Gesichter, Augen und Tieraugen aber auch während 4K-Vieoaufnahmen. Auch bei der A6600 kommt der 1,8-mal schnellere Bionz-X-Bildprozessor der Alpha 9 zum Einsatz. Sie nimmt darüber hinaus 4K-Videos ohne Zeitbegrenzung auf. Während in 4K-Auflösung maximal 30 Bilder pro Sekunde mit Full-Pixel-Readout möglich sind, lassen sich in Full-HD auch 120 Bilder pro Sekunde für Zeitlupeneffekte aufnehmen. Zudem verfügt sie nun neben dem Mikrofoneingang auch über einen Kopfhörerausgang zur Tonkontrolle. Wie auch die Alpha 6400 beherrscht die Alpha 6600 Videoaufnahmen mit HLG (HDR) und S-Log 2/3 (mit nativer ISO-Empfindlichkeit von 500), auch S-Gamut 2/3 und Proxy-Recording werden unterstützt.

Ebenfalls der Alpha 6600 vorbehalten ist der Sensor-Shift-Bildstabilisator, der bis zu fünf Blendenstufen längere Belichtungszeiten ermöglicht. Des Weiteren besitzt nur die Alpha 6600 ein laut Pressemitteilung staub- und spritzwassergeschütztes Magnesiumgehäuse (wir haben an unserem Hands-On-Modell keine Dichtungen gefunden, möglicherweise revidiert Sony, wie schon früher oft geschehen, die Angabe nachträglich auf einen nicht näher definierten "Feuchtigkeitsschutz"). Zudem kommt der "Z-Akku" (NP-FZ100) der großen Alpha-Vollformatmodelle zum Einsatz. Gegenüber der Alpha 6500 steigt damit die Aufnahmekapazität nach CIPA-Standard um 231 Prozent auf nunmehr 810 Aufnahmen, das dürfte der Rekord unter den spiegellosen APS-C-Systemkameras sein. Zudem ist das Gehäuse etwa 5,7 Millimeter dicker und 50 Gramm schwerer als das der Alpha 6500, mit 120 mal 67 mal 59 Millimeter und einem Gewicht von knapp über einem halben Kilogramm bleibt die Alpha 6600 aber eine durchaus kompakte und leichte Kamera.

Wie auch die Alpha 6100 verfügt die Alpha 6600 über einen integrierten OLED-Sucher und einen um 180 Grad nach oben klappbaren Touchscreen. Auch eine Fernbedienung per WLAN- und Bluetooth-Verbindung ist möglich, um Bilder und Videos zu übertragen oder die Kamera mit Livebildübertragung fernzubedienen. Ab Ende Oktober 2019 soll die Sony Alpha 6600 zu einem Preis von knapp 1.600 Euro erhältlich sein, das Set mit dem 18-135mm-Objektiv soll knapp 2.000 Euro kosten.

Original-Presseinformation

Zu ihrer Information haben wir hier noch die Original-Presseinformation eingefügt.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.