Das dritte 35er im Bunde

Sigma 35 mm F1.4 DG DN Art für Sony E und Leica L vorgestellt

2021-04-27 Mit dem 35 mm F1.4 DG DN Art bringt Sigma bereits sein drittes für spiegellose Vollformatkameras gerechnetes 35mm-Objektiv auf den Markt. Damit bekommen Besitzer einer Kamera mit Sony-E- oder Leica-L-Anschluss eine große Auswahl an Lichtstärke (F1,2, F1,4 oder F2) und Preis (620, 850 oder 1.530 Euro). Zudem bekommt das noch nicht lange erhältliche Sony FE 35 mm F1.4 GM harte Konkurrenz. Das DSLR-Pendant Sigma 35 mm F1.4 GN HSM Art, das ebenfalls für spiegellose Kameras erhältlich ist, wird in praktisch allen Belangen geschlagen.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Mit einer Länge von knapp elf und einem Durchmesser von gut 7,6 cm ist das Sigma 35 mm F1.4 DG DN Art sehr kompakt und mit 645 g trotz Wetterschutz sehr leicht. Auch der Preis von knapp 850 Euro kann sich sehen lassen. [Foto: Sigma]

    Mit einer Länge von knapp elf und einem Durchmesser von gut 7,6 cm ist das Sigma 35 mm F1.4 DG DN Art sehr kompakt und mit 645 g trotz Wetterschutz sehr leicht. Auch der Preis von knapp 850 Euro kann sich sehen lassen. [Foto: Sigma]

Beim Sigma 35 mm F1.4 DG DN Art handelt es sich um eine komplett neue Konstruktion, bei dessen optischer Konstruktion Sigma großen Wert auf eine hohe Bildqualität gelegt hat. Die Auflösung soll, vor allem am Bildrand, deutlich höher ausfallen als beim DSLR-Pendant 35 mm F1.4 DG HSM Art. Zudem wurden die Farbsäume minimiert, das Bokeh optimiert, Reflexionen auf ein Minimum reduziert und sogar sagittales Koma korrigiert. Letzteres ist besonders für Astrofotografen interessant, denn ohne nehmen Sterne in den Bildecken eine "Ufo"-Form an (siehe auch das Vergleichsbild von Sigma unten).

Die optische Konstruktion des Sigma 35 mm F1.4 DG DN Art besteht aus 15 Linsen, die in elf Gruppen angeordnet sind. Zwei Linsen mit besonders geringer Dispersion (SLD = Special Low Dispersion), eine Linse mit extrem geringer Dispersion (ELD = Extraordinary Low Dispersion), eine Linse mit Fluoritglas-ähnlicher Dispersion (FLD = "F" Low Dispersion) und zwei asphärische Linsen sollen für die hohe optische Qualität sorgen.

Für eine schnelle und leise Innenfokussierung sorgt ein Schrittmotor, der lediglich eine Linse bewegen muss. Die Naheinstellgrenze liegt bei 30 Zentimetern, was einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:5,4 ermöglicht. Das Objektiv besitzt einen elektronischen Fokusring, der einen direkten manuellen Eingriff in die Fokussierung erlaubt. Zudem gibt es einen AF-MF-Schalter und eine AF-L-Taste, die von der Kamera umprogrammiert werden kann. Zudem besitzt das Sigma 35 mm F1.4 DG DN Art einen Blendenring samt Lock-Schalter und De-Click-Funktion für Videoaufnahmen. Die Blende besteht aus elf abgerundeten Lamellen, die für eine gleichmäßig runde Öffnung und damit ein schönes Bokeh sorgen sollen.

  • Bild Sagittal Coma Flare Vergleich Sigma 35 mm F1.4 DG DN Art mit 35 mm F1.4 DG HSM Art. [Foto: Sigma]

    Sagittal Coma Flare Vergleich Sigma 35 mm F1.4 DG DN Art mit 35 mm F1.4 DG HSM Art. [Foto: Sigma]

Das Gehäuse besitzt Dichtungen, die das Eindringen von Spritzwasser und Staub verhindern sollen. Zudem ist die Frontlinse mit einer schmutzabweisenden Fluorbeschichtung versehen. Trotz der hohen Lichtstärke ist das 35er mit einer Länge von elf und einem Durchmesser von 7,6 Zentimetern sehr kompakt und mit einem Gewicht von 645 Gramm sehr leicht (beides ähnlich wie das Sony FE 35 mm F1.4 GM). Das Filtergewinde misst 67 Millimeter.

Ab 14. Mai 2021 soll das Sigma 35 mm F1.4 DG DN Art zu einem Preis von knapp 850 Euro erhältlich sein. Zum Lieferumfang gehören neben den üblichen Deckeln eine Tasche sowie die passende, tulpenförmige Gegenlichtblende LH-728-01, die einen Verriegelungsknopf besitzt.

Hersteller Sigma
Modell 35 mm F1.4 DG DN Art
Unverbindliche Preisempfehlung 849,00 €
Bajonettanschluss Sony E, L-Mount
Brennweite 35,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F1,4
Kleinste Blendenöffnung F16
KB-Vollformat ja
Linsensystem 15 Linsen in 11 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
Anzahl Blendenlamellen 11
Naheinstellgrenze 300 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 67 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 76 x 110 mm
Objektivgewicht 645 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 43, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.