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Skylum stellt zwei weitere KI-Funktionen für Luminar Neo vor

2021-10-18 In kleinen Informations-Häppchen veröffentlicht Skylum mehr Details zu Luminar Neo. In dieser zweiten Stufe der Ankündigungen gesellen sich die Funktionen Dust Removal AI und Line Removal AI zu den bereits bekannten AI-Funktionen, die es zum Teil schon in Luminar AI gibt. Was genau sich hinter den beiden AI-Funktionen verbirgt und was es noch neues in dieser Veröffentlichungsstufe gibt, erklären wir in dieser Meldung.  (Harm-Diercks Gronewold)

  • Bild Die Dust Removal AI wurde für die Entfernung von Staub auf Sensoren entwickelt. In diesem Beispiel zeigt sich eine wahre "Petrischale" von Verunreinigungen auf dem Bild. [Foto: Skylum]

    Die Dust Removal AI wurde für die Entfernung von Staub auf Sensoren entwickelt. In diesem Beispiel zeigt sich eine wahre "Petrischale" von Verunreinigungen auf dem Bild. [Foto: Skylum]

  • Bild Nach dem Einsatz der Dust Removal AI in Luminar Neo zeigt sich das Bild frei von Staubflecken. [Foto: Skylum]

    Nach dem Einsatz der Dust Removal AI in Luminar Neo zeigt sich das Bild frei von Staubflecken. [Foto: Skylum]

Über Luminar Neo ist bereits bekannt, dass es eine Ebenenfunktion mit Rohdatenunterstützung geben wird. Dabei werden Luminanz, Verlauf, manuelle und KI-Masken vorhanden sein. Letztere hören sich ziemlich spannend an, da sie versprechen, komplexe Elemente kinderleicht und vollautomatisch zu maskieren.

Darüber hinaus ist die aus Luminar 4 bekannte, mächtige Relight-Funktion aufgebohrt worden und besitzt nun eine Tiefenerkennung. Mit dem Relighting ist es möglich, das Bild neu zu "beleuchten" und diese Änderungen auf recht realistische Weise in die neue Lichtstimmung des Foto zu integrieren.

Eine der beiden Funktionen, die Skylum heute vorgestellt hat, kümmert sich um das vollautomatisierte Entfernen von Staub auf dem Sensor (Dust Removal AI). Dabei soll die Funktion ohne Referenzbilder oder andere Hilfsmittel auskommen und nur durch die Kraft der KI erkennen können, was Staub ist und was nicht.

  • Bild Vor dem Einsatz der Funktion Line Removal AI machen die Kabel im Bild den Bildeindruck zunichte. [Foto: Skylum]

    Vor dem Einsatz der Funktion Line Removal AI machen die Kabel im Bild den Bildeindruck zunichte. [Foto: Skylum]

  • Bild Nach dem Einsatz der Funktion Line Removal AI sind die Kabel im Bild verschwunden. Allerdings stehen die Masten jetzt weniger plausibel im Bild. [Foto: Skylum]

    Nach dem Einsatz der Funktion Line Removal AI sind die Kabel im Bild verschwunden. Allerdings stehen die Masten jetzt weniger plausibel im Bild. [Foto: Skylum]

Die zweite vorgestellte KI-Funktion ist die Line Removal AI. Diese hört sich richtig spannend an, denn sie soll in der Lage sein, Linien im Bild zu entfernen. Doch die Funktion soll nicht irgendwelche Linien entfernen, sondern Strom- oder Telefonkabel, die sich störend durch das Bild ziehen und einen unruhigen Bildeindruck erzeugen. Die veröffentlichten Demo Bilder sehen sehr vielversprechend aus und wir können es kaum erwarten, die Funktion selbst auszuprobieren.

Ohne künstliche Intelligenz kommen die sogenannten Overlays aus. Bei dieser Funktion handelt es sich um Elemente, die sich über ein Foto legen lassen, um so atmosphärische Kompositings zu erschaffen. Unterstützt wird die Funktion von der KI-Maskierungsfunktuion und der Relighting AI, um noch überzeugendere Ergebnisse erzielen zu können.

Die ebenfalls angekündigte App "Luminar Share" (iOS und Android) will den mühsamen Transfer von bearbeiteten Bildern auf das Mobilgerät vereinfachen und gleichzeitig besonders sicher sein. Dazu wird die App per QR Code direkt mit dem Desktop verbunden. Die Bilddaten werden damit also nicht über das Cloud-Netzwerk eines Drittanbieters verteilt, sondern direkt vom eigenen Rechner. Laut Skylum hat der Anwender mit der App also vollen Zugriff auf die eigene Foto-Bibliothek Zuhause. Damit das allerdings funktioniert, muss natürlich der heimische Rechner eingeschaltet und mit dem Internet verbunden sein.

  • Bild Das Ausgangsbild vor der "Behandlung" mit Overlay und Relighting AI in Luminar Neo. [Foto: Skylum]

    Das Ausgangsbild vor der "Behandlung" mit Overlay und Relighting AI in Luminar Neo. [Foto: Skylum]

  • Bild Mit der Overlay-Funktion wurde etwas Vordergrund ins Bild gebracht, um Tiefe zu vermitteln. Die Farben wurden durch die Funktion Relighting AI ebenfalls auf das Overlay angepasst. [Foto: Skylum]

    Mit der Overlay-Funktion wurde etwas Vordergrund ins Bild gebracht, um Tiefe zu vermitteln. Die Farben wurden durch die Funktion Relighting AI ebenfalls auf das Overlay angepasst. [Foto: Skylum]

Luminar Neo und Luminar AI teilen sich einige Funktionen, wie beispielsweise die Hervorhebungs-AI und Haut AI. Doch laut Skylum richten sich beide Programme an unterschiedliche Anwendungs-Profile. Während Luminar AI als Fotoeditor mit bildbezogenen Vorschlägen bezeichnet wird, soll Luminar AI das Werkzeug für Kreative sein.

Luminar Neo soll im Winter 2021 auf den Markt kommen und kann für 65 Euro vorbestellt werden. Der reguläre Verkaufspreis beträgt knapp 80 Euro (Einzellizenz). Eine Doppellizenz kann für knapp 80 anstelle von 100 Euro vorbestellt werden.

Update 2021-12-14 Skylum hat den avisierten Veröffentlichungs-Zeitraum von Winter 2021 auf Februar 2022 verschoben.

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Harm-Diercks Gronewold

Harm-Diercks Gronewold, 51, ist gelernter Fotokaufmann und hat etliche Jahre im Fotofachhandel gearbeitet, bevor er 2005 in die digitalkamera.de-Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Produktdatenbanken, Bildbearbeitung, Fototipps sowie die Berichterstattung über Software und Zubehör. Er ist es auch, der meistens vor der Kamera in unseren Videos zu sehen ist und die Produkte vorführt.