Schwarz-Weiß-Spezialistin

Leica M10 Monochrom enthüllt

2020-01-17 Mit der Leica M10 Monochrom präsentiert der deutsche Kamerahersteller das Nachfolgemodell der knapp fünf Jahre alten M Monochrom (Typ 246) und setzt damit nicht nur die M-Systemtradition fort, sondern auch die Tradition der digitalen Schwarzweißkameras, immerhin kam die erste M Monochrom bereits im Sommer 2012 auf den Markt. Trotz der Auflösungssteigerung des Kleinbildsensors von 24 auf knapp über 40 Megapixel wurde der Empfindlichkeitsbereich deutlich erweitert.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die Leica M10 Monochrom soll möglichst dezent und unauffällig sein. Daher fehlt der rote Punkt und der Verschluss arbeitet besonders leise. [Foto: Leica]

    Die Leica M10 Monochrom soll möglichst dezent und unauffällig sein. Daher fehlt der rote Punkt und der Verschluss arbeitet besonders leise. [Foto: Leica]

  • Bild Der Bildschirm der Leica M10 Monochrom besitzt ein kratzfestes Gorilla Glass als Schutz. [Foto: Leica]

    Der Bildschirm der Leica M10 Monochrom besitzt ein kratzfestes Gorilla Glass als Schutz. [Foto: Leica]

Der Regelbereich beginnt bei der M10 Monochrom nun bei ISO 160 und reicht bis ISO 100.000 hinauf. Beim Vorgängermodell war es noch ISO 320 bis 25.000. Die niedrigen ISO-Empfindlichkeiten sind vor allem für die kreative Fotografie mit großer Blendenöffnung bei viel Licht wichtig, vom nach oben erweiterten Empfindlichkeitsspektrum profitiert hingegen die Fotografie bei wenig Umgebungslicht. Gegenüber einem Farbsensor kommt deutlich mehr Licht auf den Schwarzweißsensor, denn der lichtschluckende Farbfilter vor jedem Pixel ist nicht nötig. Übrigens besitzt die M10 Monochrom auch keinen Tiefpassfilter und ein Weißabgleich ist systembedingt nicht vorhanden.

Die Leica M10 Monochrom basiert auf dem Modell M10-P und ist wie diese auf eine besonders diskrete Fotografie mit Beschränkung auf die wesentlichen Kamerafunktionen ausgerichtet. Das heißt, es gibt keine Videofunktion. Fokussiert wird im M-System ohnehin manuell mit Hilfe eines Messsuchers, der den zur aktuell verwendeten Festbrennweite passenden Bildausschnitt mit einem Leuchtrahmen mit Parallaxen-Ausgleich markiert. Diese gibt es für die Brennweiten 28, 35, 50, 75, 90 und 135 mm. Ein Live-View sowie einen Bildschirm gibt es dennoch. Der 7,5 Zentimeter große Bildschirm ist sogar farbig und löst 1,04 Millionen Bildpunkte auf. Dank des Gorilla-Schutzglases soll er besonders hart und kratzunempfindlich sein.  Des Weiteren arbeiten Verschluss und Auslöser besonders leise. Die Diskretion spiegelt sich auch im Design wider, das beispielsweise ohne den typischen roten Punkt auf der Vorderseite auskommt.

  • Bild Die Leica M10 Monochrom ist auch auf der Oberseits nur dezent graviert. [Foto: Leica]

    Die Leica M10 Monochrom ist auch auf der Oberseits nur dezent graviert. [Foto: Leica]

  • Bild Leica M10 Monochrom. [Foto: Leica]

    Leica M10 Monochrom. [Foto: Leica]

  • Bild Leica M10 Monochrom. [Foto: Leica]

    Leica M10 Monochrom. [Foto: Leica]

Sogar über eine Serienbildfunktion verfügt die Leica. Sie erreicht 4,5 Bilder pro Sekunde für zehn Aufnahmen in Serie, die in den zwei Gigabyte großen Puffer passen. Gespeichert werden die Aufnahmen auf einer SD-,SDHC- oder SDXC-Speicherkarte. Die Leica M10 Monochrom soll ab sofort zu einem Preis von 8.200 Euro erhältlich sein.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.