Klein, leicht und robust

Sigma fp als kleinste spiegellose Vollformat-Systemkamera präsentiert

2019-07-11 Mit der fp stellt nun auch Sigma eine spiegellose Vollformat-Systemkamera für die L-Mount-Alliance vor. Statt eines Foveon-Mehrschicht-Sensors kommt allerdings ein gewöhnlicher, aber immerhin rückwärtig belichteter CMOS-Sensor mit 24 Megapixeln Auflösung zum Einsatz. Des Weiteren besticht die Kamera mit ihren geringen Abmessungen und dem leichten Gewicht, dennoch ist das Aluminiumgehäuse gegen Spritzwasser und Staub abgedichtet.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Bei der Sigma fp kommt nicht etwa ein Foveon-Mehrschicht-Sensor zum Einsatz, sondern ein "gewöhnlicher", rückwärtig belichteter CMOS-Vollformat-Sensor mit 24 Megapixeln Auflösung und Bayer-Farbfiltermatrix. [Foto: Sigma]

    Bei der Sigma fp kommt nicht etwa ein Foveon-Mehrschicht-Sensor zum Einsatz, sondern ein "gewöhnlicher", rückwärtig belichteter CMOS-Vollformat-Sensor mit 24 Megapixeln Auflösung und Bayer-Farbfiltermatrix. [Foto: Sigma]

  • Bild Der acht Zentimeter große Touchscreen nimmt fast die gesamte Rückseite der Sigma fp in Anspruch, da bleibt kaum noch Platz für Bedienelemente. [Foto: Sigma]

    Der acht Zentimeter große Touchscreen nimmt fast die gesamte Rückseite der Sigma fp in Anspruch, da bleibt kaum noch Platz für Bedienelemente. [Foto: Sigma]

Mit der fp möchte Sigma neue, innovative Wege gehen und neue Anwendungsgebiete jenseits klassischer Kameras bedienen. So kommt das äußerst kompakte Gehäuse ohne einen Sucher oder Handgriff aus, der acht Zentimeter große Touchscreen ist fest verbaut und löst feine 2,1 Millionen Bildpunkte auf. Die fp soll sich gleichermaßen für Foto- und Videoaufnahmen in Kinoqualität eignen, direkt oben an der Kamera wird zwischen Foto- und Videomodus umgeschaltet. Die Sigma kommt zudem ohne mechanischen Verschluss aus. Damit ist die Bildaufnahme stets lautlos und Erschütterungen durch den Verschluss gibt es auch nicht.

  • Bild Über einen Schalter auf der Oberseite der Sigma fp wird zwischen Foto- und Videomodus gewechselt. [Foto: Sigma]

    Über einen Schalter auf der Oberseite der Sigma fp wird zwischen Foto- und Videomodus gewechselt. [Foto: Sigma]

  • Bild Sigma fp. [Foto: Sigma]

    Sigma fp. [Foto: Sigma]

  • Bild Mit USB-C, HDMI und einer kombinierten Fernauslöse-/Mikrofonbuchse ist die Sigma fp reichhaltig mit Schnittstellen ausgestattet. Einzig ein Kopfhöreranschluss fehlt. [Foto: Sigma]

    Mit USB-C, HDMI und einer kombinierten Fernauslöse-/Mikrofonbuchse ist die Sigma fp reichhaltig mit Schnittstellen ausgestattet. Einzig ein Kopfhöreranschluss fehlt. [Foto: Sigma]

  • Bild Hinter dem Bildschirm der Sigma fp sitzen Kühlrippen, um die Wärme abzuführen. [Foto: Sigma]

    Hinter dem Bildschirm der Sigma fp sitzen Kühlrippen, um die Wärme abzuführen. [Foto: Sigma]

Die Serienbildrate beträgt maximal 18 Bilder pro Sekunde, allerdings ist bereits nach mageren zwölf Bildern Schluss. Zur Sportskanone wird die Sigma damit nicht, aber das will sie auch gar nicht. Dank des elektronischen Verschlusses nimmt sie auch praktisch verzögerungsfrei HDR-Fotos und sogar HDR-Videos auf. Bei den Fotos werden drei Belichtungen angefertigt, beim Video zwei Belichtungen pro Frame. Ein spezielles Kühlsystem soll die entstehende Wärme optimal ableiten. 4K-Videos kann die Sigma fp sogar mit 12 Bit Farbtiefe im Rohdatenformat aufzeichnen, der Videostream wird über die USB-3.1-Typ-C-Schnittstelle ausgegeben. Aber auch eine HDMI-1.4-Schnittstelle (Micro Typ D) ist vorhanden, auch hier lassen sich externe Rekorder anschließen. Des Weiteren lässt sich ein externes Mikrofon samt Plug-in-Power-Support problemlos über die Fernauslösebuchse anschließen, einen Kopfhörerausgang gibt es dagegen leider nicht. Interne 4K-Videoaufzeichnungen sind mit 8 Bit Farbtiefe und 4:2:2 Farbabtastung mit H.264-Kompression möglich. ALL-I wird ebenfalls angeboten.

  • Bild Ein externer Blitz lässt sich an der Sigma fp über den mitgelieferten Adapter anschließen. [Foto: Sigma]

    Ein externer Blitz lässt sich an der Sigma fp über den mitgelieferten Adapter anschließen. [Foto: Sigma]

Apropos extern anschließen: Sogar auf einen Blitzschuh verzichtet die Sigma fp. Stattdessen befindet sich ein Blitzadapter im Lieferumfang, der an die Seite geschraubt wird und TTL-Systemblitze aufnimmt. Dadurch ist das Gehäuse mit Abmessungen von 113 mal 70 mal 45 Millimetern äußerst kompakt. Mitsamt Lithium-Ionen-Akku und SD-Speicherkarte (unterstützt werden auch SDHC und SDXC) wiegt die Kamera gerade einmal 422 Gramm.

Auch beim Bedieninterface will Sigma neue Wege gehen und eine innovative, einfache Bedienung ermöglichen. Dazu gehört auch die Möglichkeit, die Tonwertkurve und die Farbwiedergabe direkt in der Kamera über Slider anpassen zu können, um beispielsweise einen Hollywood-Kinolook zu erreichen. Im Herbst 2019 soll die Sigma fp auf den Markt kommen.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.