Lang erwartetes Feature

Nikon App Snapbridge 2.0 steuert nun DSLRs fern

2017-11-30 Anfang 2016 stellte Nikon mit Snapbridge eine neue Art der Kamera-Konnektivität zu Smartphones und Tablets vor, die stromsparendes Bluetooth mit geringem Energieverbrauch und WLAN für hohe Übertragungsraten miteinander verband. Kritik gab es jedoch vor allem für die mangelnde Funktionalität der Kamerafernsteuerung, zumal andere Hersteller hier deutlich mehr Einstelloptionen boten. Nun zieht Nikon mit Snapbridge in der neuen Version 2.0 endlich nach.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die neue Nikon Snapbridge App bietet viele Verbesserungen, unter anderem lassen sich bei der Fernsteuerung von DSLRs nun Belichtungsparameter ändern. [Foto: Nikon]

    Die neue Nikon Snapbridge App bietet viele Verbesserungen, unter anderem lassen sich bei der Fernsteuerung von DSLRs nun Belichtungsparameter ändern. [Foto: Nikon]

Die neue Version erlaubt bei DSLRs (aktuell bieten die Modelle D850, D500, D7500, D5600 und D3400 Snapbridge) nicht mehr nur die Fokussierung und Auslösung sowie eine Livebildübertragung, sondern auch die Einstellung der Kreativprogramme P, A, S und M samt Steuerung der Belichtungszeit, Blende, Belichtungskorrektur, ISO-Empfindlichkeit und Weißabgleich.

Andere Verbesserungen der App Snapbridge 2.0 betreffen alle Anwender (neben den DSLRs die Coolpix-Modelle A900, A300, B700, B500, W300 und W100 sowie die Kexmission 80). So konnte Nikon den Stromverbrauch durch diverse Maßnahmen verringern. Einerseits schaltet die App bei längerem Nichtkontakt zur Kamera in einen Stromsparmodus. Andererseits kann die Genauigkeit mit dem Energiebedarf bei der Standortermittlung eingestellt werden. Hier hat der Fotograf nun die Wahl, ob der Standort für eine hohe Genauigkeit in kurzen Intervallen bestimmt wird oder aber stromsparend, dafür jedoch ungenauer in größeren Intervallen.

Des Weiteren soll die Stabilität der Verbindung zwischen Kamera und Smartgerät verbessert worden sein, auch für die automatische Bildübertragung. Zudem lassen sich Fotos nun auf der Speicherkarte des Smartgeräts ablegen. Auch die Geschwindigkeit der App bei der Bildanzeige wurde erhöht. Ein neues Bildschirmlayout soll für eine bessere Bedienbarkeit der App sorgen, ein Einrichtungsassistent vereinfacht die Erstverbindung mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Wer Nikons Foto-Cloud "Nikon Image Space" verwendet, profitiert zudem von einer besser Integration mittels separaten Tabs in der App. Die neue App ist mit Android und iOS kompatibel und kann über die entsprechenden Stores bezogen werden. Wer die Vorgängerversion bereits installiert hat, sollte automatisch ein Update erhalten. Im Google Play Store datiert die aktuelle Version 2.0.1 vom 28.11.2017, bei iTunes ist die Version identisch, das Datum aber der 29.11.2017.

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Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 39, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.