Lichtstarke Reportage-Festbrennweite

Tamron verrät alle Details zum neuen SP 35mm F1.4 Di USD (Modell F045)

2019-06-03, aktualisiert 2019-06-06 Im Februar 2019 kündigte Tamron die Entwicklung des SP 35mm F1.4 Di USD (Modell F045) an, nun verrät der japanische Objektivspezialist alle Details zur kommenden Vollformat-Festbrennweite. Sie kombiniert den klassischen Reportage-Bildwinkel von 63 Grad diagonal mit einer hohen Lichtstärke von F1,4. Dabei stehen eher die optische Qualität und die Robustheit im Vordergrund als kompakte Abmessungen und geringes Gewicht.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Das Tamron SP 35 mm F1.4 Di USD (F045) kommt zuerst mit Nikon-F-Anschluss auf den Markt (ab 26. Juni 2019). [Foto: Tamron]

    Das Tamron SP 35 mm F1.4 Di USD (F045) kommt zuerst mit Nikon-F-Anschluss auf den Markt (ab 26. Juni 2019). [Foto: Tamron]

Mit einem Durchmesser von 8,1 und einer Länge von 10,2 bis 10,5 Zentimetern (je nach Anschlussversion) und einem Gewicht von etwas über 800 Gramm ist das neue lichtstarke 35er alles andere als ein kompaktes Fliegengewicht. Dafür leuchtet es den Vollformat-Bildkreis aus und ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet. Die schmutzabweisende, leicht zu reinigende Fluorvergütung der Frontlinse rundet das robuste Gehäuse ab. Zudem feiert Tamron mit dem SP 35mm F1.4 Di USD (Modell F045) das 40-jährige Bestehen der SP-Objektivserie, die für höchste Bildqualität steht. Mit dem 35er will Tamron der Serie die Krone aufsetzen und "das ultimative Objektiv" bauen. Der Fokus liegt laut Tamron sowohl auf einer hohen Auflösung, als auch einer schönen Hintergrundunschärfe (Bokeh) sowie einer exzellenten Wiedergabetreue punktueller Lichtquellen.

Die optische Konstruktion setzt sich aus 14 Elementen zusammen, die in zehn Gruppen angeordnet sind. Gleich vier LD-Elemente (Low-Dispersion) sowie drei GM-Linsenelemente (Glas Molded Aspherical) sollen für eine hohe Auflösung sorgen und Abbildungsfehler auf ein Minimum reduzieren. Hinzu kommt die neueste Generation der BBAR-Vergütung, BBAR-G2 genannt. Sie soll Geisterbilder und Blendenflecken noch besser kompensieren und für eine "unübertroffene Kontrastwiedergabe" sowie "beispiellose Brillanz" sorgen, so Tamron.

  • Bild Die Canon-EF-Anschlussvariante des Tamron SP 35 mm F1.4 Di USD (F045) soll erst ab dem 25. Juli 2019 erhältlich sein. [Foto: Tamron]

    Die Canon-EF-Anschlussvariante des Tamron SP 35 mm F1.4 Di USD (F045) soll erst ab dem 25. Juli 2019 erhältlich sein. [Foto: Tamron]

Beim Autofokus kommt ein von Tamron entwickelter Ultraschallmotor (USD, Ultrasonic Silent Drive) zum Einsatz. Trotz der bei einem lichtstarken Objektiv schweren Linsenelemente soll er für ein schnelles, präzises und gleichzeitig leises Fokussieren sorgen. Unterstützt wird dies von der neuen, fortschrittlichen Technologie "Dynamic-Rolling-Cam-Mechanismus", der die Antriebslast der Fokusgruppe verringern soll. Die Naheinstellgrenze liegt übrigens bei 30 Zentimetern, was einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:5 ermöglicht. Darüber hinaus kann der Fotograf jederzeit manuell in die Fokussierung eingreifen, auch ein klassisches Fenster mit der Anzeige der eingestellten Entfernung fehlt dem Objektiv nicht.

Ab Ende Juni 2019 soll das Tamron SP 35mm F1.4 Di USD (Modell F045) mit Nikon-F-Anschluss und ab Ende Juli 2019 mit Canon-EF-Anschluss erhältlich sein, der Preis soll bei knapp 1.300 Euro liegen. Zum Lieferumfang gehört eine verriegelbare Streulichtblende, zudem ist das Objektiv kompatibel zur TAP-in-Konsole, mit der sich Firmwareupdates einspielen und Objektiveinstellungen anpassen lassen.

Hersteller Tamron
Modell SP 35 mm F1.4 Di USD (F045)
Preis (UVP) 1.299,00 EUR
Bajonettanschluss Canon EF, Nikon F
Brennweite 35,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F1,4
Kleinste Blendenöffnung F16
KB-Vollformat ja
Linsensystem 14 Linsen in 10 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
Anzahl Blendenlamellen 9
Naheinstellgrenze 300 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 72 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 81 x 105 mm
Objektivgewicht 815 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.