Mit vielen Technologien der Profikamera D5

Mit der D500 bringt Nikon wieder eine APS-C-Flaggschiff-DSLR

2016-01-06, aktualisiert 2016-01-08 Man hielt es nicht mehr für möglich, dass die Nikon D300S über fünf Jahre nach ihrer Vorstellung nochmal ein Nachfolgemodell erhalten würde, obwohl sich die Gerüchte seit mindestens fünf Jahren eines herbei-fantasieren. Doch nun überspringt Nikon die Modellnummer D400 und präsentiert mit der D500 das lang ersehnte APS-C-DSLR-Spitzenmodell. Mit einem neuen 21-Megapixel-Sensor ausgestattet bietet die D500 in vielen Bereichen dieselbe Ausstattung wie das Profimodell D5.  (Benjamin Kirchheim)

Nikon verfolgt mit der D500 das Ziel, Highend-Technologie in ein kompaktes und leichtes Kameragehäuse zu integrieren. Der neue 21 Megapixel auflösende APS-C-Bildsensor etwa erreicht zusammen mit dem Bildprozessor Expeed 5, der auch in der D5 zum Einsatz kommt, bis zu ISO 1.638.400. Das ist nur eine Lichtwertstufe weniger als die D5. Auch den Autofokus erbt die D500 von der D5: 153 Messpunkte, davon 99 Kreuzsensoren, davon 15 auch noch bei F8 lichtempfindlich. Bereits bei einem Umgebungslicht mit einem Lichtwert von -4 kann der mittlere Autofokuspunkt fokussieren, alle anderen benötigen mindestens -3 LW. Der Autofokus wird vom ebenfalls in der D5 verbauten Belichtungsmesser mit 180.000 RGB-Messpunkten ergänzt. Der Belichtungsmesser erkennt Motive und unterstützt den AF-C perfekt. Die Serienbildfunktion der D500 erreicht immerhin zehn Bilder pro Sekunde für 200 Aufnahmen am Stück.

Der rückwärtige Bildschirm der Nikon D500 misst wie bei der D5 acht Zentimeter in der Diagonale und löst ebenfalls äußerst feine 2,36 Millionen Bildpunkte auf. Zudem handelt es sich um einen Touchscreen und der Bildschirm lässt sich nach oben und unten klappen. Ein Touch-Autofokus sowie eine Touch-Auslösefunktion sind ebenfalls verbaut. Des Weiteren bietet die D500 als erste APS-C-DSLR eine 4K-Videofunktion mit wahlweise 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde, in Full-HD sind bis zu 60 Bilder pro Sekunde möglich. Gespeichert wird im MOV-Format mit H.264-Kompression mit Stereoton, der über das interne oder ein extern angeschlossenes Mikrofon aufgenommen wird.

Ganz neu ist die Konnektivität über SnapBridge. Jede 2016 vorgestellte Nikon-Kamera soll darüber verfügen. SnapBridge verbindet die Kamera via Bluetooth Low Energy (LE) mit einem Smartgerät (iOS oder Android). Die Verbindung bleibt ständig bestehen, was dank Bluetooth LE nur wenig Energie kostet. SnapBridge sorgt beispielsweise stets für die korrekte Einstellung der Zeit und des Aufnahmeorts der Kamera. Zudem können hierüber Bilder wahlweise in zwei Megapixeln oder voller JPEG-Auflösung auf das Smartgerät übertragen werden. Dies geschieht automatisch direkt nach der Aufnahme, auch bei ausgeschalteter Kamera und ohne, dass der Fotograf dies speziell initiieren muss. Dabei wird die mobile Datenverbindung des Smartgeräts nicht unterbrochen, sodass dieses weiter beispielsweise E-Mails empfängt. Für die Fernbedienungsfunktion kommt weiterhin WLAN zum Einsatz, funktioniert also nur, wenn die Kamera, unabhängig von SnapBridge, entsprechend ausgestattet ist. Hierbei bleibt der Funktionsumfang mit Livebildübertragung und Auslösung sowie der Steuerung von Zoom und Selbstauslöser äußerst gering. Die D500 verfügt über das nötige WLAN. Sie kann aber auch mittels des WLAN-Adapters WT-7 mit einem viermal schnellen WLAN mit erweiterter Funktionalität (etwa die Kamera als Access-Point zu konfigurieren) ausgerüstet werden.

Preis und Markteinführung der Nikon D500 stehen aktuell zwar noch nicht fest, der Preis soll ersten Informationen nach aber etwa bei einem Drittel des Preises der D5 liegen, also etwa bei 2.300 Euro.


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