Rubrik: Tipps zu einzelnen Kameras

Firmwareupdates mit dem Olympus Digital Camera Updater

2014-06-02 Firmwareupdates sind längst gang und gäbe bei den Kameraherstellern, können so doch einerseits Fehler in der komplexen Kamerasteuersoftware behoben oder andererseits gar neue Funktionen hinzugefügt werden. Doch so ein Update ist oft nicht einfach zu bewerkstelligen, von Kamera zu Kamera unterscheidet sich die Prozedur, es sind Tastenkombinationen zu drücken, Menüs aufzurufen, Dateien herunterzuladen und zu kopieren etc. Manch Kamerahersteller gängelt seine Kunden gar durch das Fehlen einer deutschsprachigen Anleitung. Bei Olympus hingegen läuft das Update bei allen Kameras einheitlich ab und ist kinderleicht zu bewerkstelligen, in unserem Fototipp zeigen wir, wie es geht.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Der Olympus Digital Camera Updater ist schnell installiert. [Foto: MediaNord]

    Der Olympus Digital Camera Updater ist schnell installiert. [Foto: MediaNord]

  • Bild Nach dem Start zeigt der Olympus Digital Camera Updater genau an, was man zu tun hat. [Foto: MediaNord]

    Nach dem Start zeigt der Olympus Digital Camera Updater genau an, was man zu tun hat. [Foto: MediaNord]

  • Bild Nach dem Anschluss der Kamera prüft der Digital Camera Updater die Firmware und zeigt eventuelle Updates an. [Foto: MediaNord]

    Nach dem Anschluss der Kamera prüft der Digital Camera Updater die Firmware und zeigt eventuelle Updates an. [Foto: MediaNord]

  • Bild Für das Firmwareupdate muss dem Lizenzvertrag zugestimmt werden. [Foto: MediaNord]

    Für das Firmwareupdate muss dem Lizenzvertrag zugestimmt werden. [Foto: MediaNord]

  • Bild Der erste Teil der Aktualisierung dauert einige Minuten, hier wird die Firmware herunter geladen und die Kamera auf das Update vorbereitet. [Foto: MediaNord]

    Der erste Teil der Aktualisierung dauert einige Minuten, hier wird die Firmware herunter geladen und die Kamera auf das Update vorbereitet. [Foto: MediaNord]

  • Bild Im zweiten Schritt erfolgt die eigentliche Programmierung der Firmware, nun sollte keinesfalls das Kabel gezogen oder die Kamera abgeschaltet werden. [Foto: MediaNord]

    Im zweiten Schritt erfolgt die eigentliche Programmierung der Firmware, nun sollte keinesfalls das Kabel gezogen oder die Kamera abgeschaltet werden. [Foto: MediaNord]

  • Bild Anzeige auf dem Display der Olympus OM-D E-M10 während des Firmwareupdates. [Foto: MediaNord]

    Anzeige auf dem Display der Olympus OM-D E-M10 während des Firmwareupdates. [Foto: MediaNord]

  • Bild Nach der erfolgten Aktualisierung kann die Software beendet oder weitere Kameras beziehungsweise Objektive aktualisiert werden. [Foto: MediaNord]

    Nach der erfolgten Aktualisierung kann die Software beendet oder weitere Kameras beziehungsweise Objektive aktualisiert werden. [Foto: MediaNord]

  • Bild Anzeige auf dem Bildschirm der Olympus OM-D E-M10 nach dem erfolgten Firmwareupdate. [Foto: MediaNord]

    Anzeige auf dem Bildschirm der Olympus OM-D E-M10 nach dem erfolgten Firmwareupdate. [Foto: MediaNord]

  • Bild Über das Einstellungsmenü kann, hier bei der Olympus OM-D E-M10, die aktuelle Firmwareversion abgefragt werden. [Foto: MediaNord]

    Über das Einstellungsmenü kann, hier bei der Olympus OM-D E-M10, die aktuelle Firmwareversion abgefragt werden. [Foto: MediaNord]

  • Bild Nach dem Aufruf des entsprechenden Menüpunkts wird die aktuelle Firmware angezeigt. [Foto: MediaNord]

    Nach dem Aufruf des entsprechenden Menüpunkts wird die aktuelle Firmware angezeigt. [Foto: MediaNord]

Bei Olympus erfolgen Firmwareupdates über die einheitliche Software "Digital Camera Updater", die auf einem Windows-PC (14,7 MByte für die Downloaddatei) oder Macintosh (2,8 MByte für die Downloaddatei) installiert wird. Der Computer muss für das Update nicht nur mit dem Internet, sondern per USB auch mit der Kamera verbunden sein. Auch wenn man sich ärgern mag, dass eine spezielle Software notwendig ist, geht es doch bei manchem Hersteller auch ganz oldschool ohne spezielles Programm, so stellt dies doch eine anwenderfreundliche und sichere Methode dar, denn es sind keine speziellen Tastenkombinationen oder der Aufruf eines Menüs nötig, genausowenig ist eine Update-Datei manuell aus dem Internet geladen und in das richtige Verzeichnis der Speicherkarte zu kopieren. Zudem ist die Software recht langlebig, die Windows-Version beispielsweise ist seit 2011 unverändert, womit die Wahrscheinlichkeit, dass die Bedienung bei der nächsten Kamera noch genauso ist, recht hoch ist.

Im ersten Schritt muss die Software "Olympus Digital Camera Updater" heruntergeladen werden (siehe weiterführende Links), wofür zunächst der (englischsprachigen) Lizenzvereinbarung zuzustimmen ist. Zur Installation sind Adminrechte notwendig, entsprechend poppt während der Installation unter Windows 8 eine Warnung der Benutzerkontensteuerung auf, die bestätigt werden muss. Beim späteren Start der Software ist dies nicht mehr notwendig. Auch bei der Installation muss einer Lizenzvereinbarung zugestimmt werden, in diesem Schritt arbeitet die Software aber bereits auf Deutsch.

Der Digital Camera Updater kann direkt nach der Installation automatisch ausgeführt werden, später startet man ihn über das Startmenü beziehungsweise den Startbildschirm. Das Programm zeigt haargenau an, wie nun verfahren werden muss. Der allerwichtigste Hinweis: Der Kameraakku sollte vollständig aufgeladen sein, denn sollte dieser während des Updatevorgangs erschöpft sein, wäre die Kamera ein Fall für den Service. Auf der englischen Olympus-Website ist noch der Hinweis zu finden, dass die Speicherkarte entfernt werden muss. Die Software indes weist darauf nicht hin und wir konnten das Update auch erfolgreich mit eingelegter Speicherkarte durchführen.

Nun wird die Kamera per USB-Kabel, das zum Lieferumfang der Kamera gehört, an den Computer angeschlossen, die Kamera eingeschaltet und die USB-Verbindung bestätigt. Anschließend müssen Sie im Digital Camera Updater auf die Schaltfläche "Weiter" klicken. Jetzt prüft die Software einerseits die Firmwareversion der Kamera (und gegebenenfalls des angeschlossenen Objektivs) und sucht auf den Olympus-Servern nach Updates. Ist der Camera Updater fündig geworden, so wird die entsprechend angezeigt und mit einem Klick auf "Aktualisieren" kann der Updatevorgang beginnen. Vorher besteht die Möglichkeit, auf "Details" zu klicken, es öffnet sich eine Website mit einer Beschreibung der Fehlerkorrekturen und neuen Funktionen.

Nach dem Klick auf "Aktualisieren" lädt der Digital Camera Updater zunächst die aktuelle Firmware aus dem Internet herunter, währenddessen bleibt die Anzeige auf dem Kamerabildschirm noch aus. Dann folgt automatisch das eigentliche Update, ein Warnhinweis auf der Kamera zeigt dies entsprechend an. Nun sollten Sie keinesfalls die Kamera abschalten oder das USB-Kabel ziehen, in diesem Schritt wäre es auch kritisch, wenn der Akku erschöpft wäre. Ein Ausfall des Computers während des Updates (beispielsweise durch den unwahrscheinlichen Fall eines Stromausfalls) ist hingegen laut Aussagen von Olympus unkritisch, da das Update dann entweder ordnungsgemäß abbricht oder zu Ende geführt wird. Nach dem erfolgten Kameraupdate kann entweder ein weiteres Firmwareupdate (beispielsweise für eine andere Kamera oder ein anderes Objektiv) eingespielt oder die Software beendet werden. Die Kamera muss manuell ausgeschaltet werden, aber erst, nachdem auf dem Kamerabildschirm die Meldung "OK" erscheint.

Wer möchte, kann die aktuelle Firmwareversion auch selbst über das Menü der Kamera anzeigen lassen, zum Beispiel lässt sich so nach dem Update prüfen, ob die neue Firmware tatsächlich aufgespielt wurde, sofern man deren Versionsnummer kennt. Übrigens steht die Firmwareversion auch in den EXIF-Daten der Bilder, die mit der Kamera aufgenommen wurden. So lässt sich jederzeit nachvollziehen, mit welcher Firmware ein Foto aufgenommen wurde. Bei Olympus hat das EXIF-Tag den Namen "Software".

Sollten Sie übrigens keinen Computer besitzen oder nicht sicher genug im Umgang damit sein, so lassen Sie sich von einem Bekannten helfen oder gehen Sie mit der Kamera und dem Zubehör zu Ihrem freundlichen Fotohändler. Genauso ist es aber möglich, sich mit dem Olympus Kameraservice in Verbindung zu setzen und gegebenenfalls die Kamera und das nötige Zubehör für ein Update einzuschicken.


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Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 39, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.

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Hier stellen wir für unsere Leser einige Hintergrund-Artikel mit Tipp-Charakter zusammen.

Zusammenfassung

Firmwareupdates sind längst gang und gäbe bei den Kameraherstellern, können so doch einerseits Fehler in der komplexen Kamerasteuersoftware behoben oder andererseits gar neue Funktionen hinzugefügt werden. Bei Olympus läuft das Update bei allen Kameras einheitlich ab und ist kinderleicht zu bewerkstelligen. Es muss lediglich eine kleine Software installiert, der Computer an Internet angeschlossen und die Kamera per USB verbunden werden. In unserem Fototipp zeigen wir detailliert, wie das funktioniert.