Verbesserungen beim Autofokus, der Bildqualität und mehr

Firmware 3.0 für die Olympus OM-D E-M1 Mark II und 1.1 für die E-M1X

2019-06-19 Mit dem Firmwareupdate 3.0 bringt Olympus viele Verbesserungen der E-M1X in die E-M1 Mark II. Verbessert werden unter anderem die Autofokusleistung und die Bildqualität. Neu ist zudem die USB-Raw-Datenverarbeitung, die man bereits von Fujifilm kennt. Hierbei fungiert der Prozessor der per USB am PC angeschlossenen Kamera als performanter Bilddatenverarbeitungsprozessor. Das Firmwareupdate 1.1 für die Olympus OM-D E-M1X bringt ebenfalls genau diese Funktionalität mit.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Olympus OM-D E-M1 Mark II. [Foto: MediaNord]

    Olympus OM-D E-M1 Mark II. [Foto: MediaNord]

Käufer der Olympus OM-D E-M1 Mark II dürften sich über das Firmwareupdate 3.0 sehr freuen, bringt Olympus damit doch die immerhin zweieinhalb Jahre alte spiegellose Systemkamera softwaretechnisch auf das Niveau der etwa ein halbes Jahr alten OM-D E-M1X – und das völlig kostenlos. So arbeitet der Autofokus nach dem Update bereits ab -6 LW, sofern ein F1,2 lichtstarkes Objektiv verwendet wird. Zudem sorgt der neue AF-Algorithmus aus der OM-D E-M1X für einen präziseren AF-S. Auch während der Videoaufnahme wird die AF-Leistung weiter verbessert. Des Weiteren gibt es neue AF-Funktionen wie C-AF Center Priority für eine hochpräzise Verfolgung von sich bewegenden Motiven, eine 25-Felder-Gruppe sowie den C-AF+MF-Modus, der ein manuelles Eingreifen auch im C-AF-Modus erlaubt.

Die verbesserte Rauschunterdrückung sorgt bei hoher ISO-Empfindlichkeit für um ca. 1/3-Schritt verringertes Rauschen, zudem sorgt die neue Detail-Priority im Low-ISO-Bereich für eine höhere Auflösung. Des Weiteren steht bei Low-ISO nun auch ein ISO-100-Äquivalent zur Verfügung, zusätzlich zur bisherigen ISO 64. Bei Videoaufnahmen steht nach dem Update die OM-Log400-Funktion für eine flache Gradation zur Verfügung, was die Video-Nachbearbeitung erleichtert.

Weitere Änderungen betreffen beispielsweise das kamerainterne Fokus-Stacking, das nun mit 3-15 statt bisher stets acht Bildern arbeitet, die Möglichkeit, Bilder schon während des Schreibvorgangs auf die Speicherkarte wiederzugeben und Einstellungen zu ändern, ein Anti-Flicker-Modus für eine gleichmäßige Belichtung unter Neonröhrenlicht und der neue Art-Filter Instant-Film.

  • Bild Olympus OM-D E-M1X. [Foto: MediaNord]

    Olympus OM-D E-M1X. [Foto: MediaNord]

Dem Update 3.0 für die Olympus OM-D E-M1 Mark II und 1.1 für die OM-D E-M1X gemeinsam ist der USB-Raw-Modus. Dieser ermöglicht auch leistungsärmeren Computern eine schnelle Raw-Datenverarbeitung, sobald die Kamera per USB an den Rechner angeschlossen wird. Der Trick dabei ist die Verwendung des leistungsstarken Kamerabildprozessors für die Bildaufbereitung. Das Ganze funktioniert aber nur bei Verwendung der Software Olympus Workspace in der aktuellen Version 1.1, die ab heute kostenlos erhältlich ist.

Die Firmwareupdates können ganz einfach mit Hilfe der Olympus Digital Camera Updater Software per USB auf die Kamera gespielt werden. Wie das genau funktioniert, ist in unserem Fototipp oder direkt bei Olympus nachzulesen.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.