Retrolook und Funktionserweiterung

Olympus OM-D E-M1 in Silber und Firmwareupdate 2.0

2014-09-15 Ab Oktober 2014 wird Olympus die OM-D E-M1 auch in Silber verkaufen. Durch diese neue Farbvariante manifestiert sich der Retrolook der die weiterhin spritzwassergeschützte Kamera noch deutlicher. Doch auch an den Funktionen feilt Olympus per Firmwareupdate, von dem auch alle bisherigen Käufer des Topmodells profitieren. So gibt es die neuen Art-Filter der E-PL7, Live Composite der E-M10, eine digitale Shift-Funktion, einen beschleunigten Sucher und endlich auch wieder USB-Tethering, womit Olympus seit dem E-System wieder eine studiofähige Kamera im Programm hat.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild In Silber manifestiert sich der Retrolook der Olympus OM-D E-M1 noch stärker. [Foto: Olympus]

    In Silber manifestiert sich der Retrolook der Olympus OM-D E-M1 noch stärker. [Foto: Olympus]

  • Bild Neben der silbernen Gehäusefarbe bringt Olympus der OM-D E-M1 mit einer neuen Firmware nützliche neue Funktion bei. [Foto: Olympus]

    Neben der silbernen Gehäusefarbe bringt Olympus der OM-D E-M1 mit einer neuen Firmware nützliche neue Funktion bei. [Foto: Olympus]

Technisch entspricht die silberne Olympus OM-D E-M1 harrgenau der bisher erhältlichen schwarzen, deshalb sei an dieser Stelle auf das Datenblatt, den Test und die ausführliche Meldung in den weiterführenden Links verwiesen. Das neue Firmwareupdate 2.0 hingegen hat es in sich, es steht ab dem 16. September für alle zur Installation zur Verfügung. Die neue Firmware bringt der E-M1 USB-Tethering bei, eine Funktion, die jede E-Systemkamera von Olympus vom Einsteiger- bis zum Topmodell beherrschte, jedoch bisher in keiner Micro-Four-Thirds-Kamera steckte. Besonders Profi- und Berufsfotografen, die mit Olympus arbeiten, forderten immer wieder diese Funktion, so dass Olympus nun endlich reagiert. Mit der kostenlosen Capture-Software lässt sich die E-M1 dann in den Studioworkflow integrieren, so wird etwa das Livebild per USB direkt zum Computer übertragen. Die Software soll ab 26. September kostenlos zum Download bereit stehen.

Neu in der Firmware 2.0 ist die Keystone-Funktion. Die digitale Shift-Funktion entzerrt stürzende Linien direkt in der Kamera, eingestellt wird dies über die beiden Einstellräder. Besonders nützlich ist auch die von 29 auf 16 Millisekunden reduzierte Sucherverzögerung, was sich insbesondere bei Actionaufnahmen positiv bemerkbar macht. Die mit der OM-D E-M10 eingeführte Live-Composite-Funktion stellt das Update ebenfalls der E-M1 zur Verfügung. Diese Funktion erlaubt es, eine Belichtung mit elektronischem Verschluss beliebig oft zu wiederholen, wobei nur die helleren Bildteile zur Aufnahme hinzugerechnet werden. Anders als bei einer normalen Langzeitbelichtung lassen sich dadurch Überbelichtungen vermeiden und gleichzeitig neue Bilddetails im Motiv einfangen, etwa Stern- oder Autoscheinwerferspuren. Schließlich bringt das Update noch die beiden neuen Art-Filter "Partielle Farbe" und "Vintage" mit, die Olympus mit der Pen E-PL7 präsentierte. Ab 16. September kann die E-M1 über den Olympus Camera Updater aktualisiert werden. Wie das funktioniert, beschreiben wir in einem Fototipp, der über die weiterführenden Links zu finden ist.

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Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 39, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.