Kleine Premium-Kompaktkamera mit 1-Zoll-Bildsensor

Sony DSC-RX100 VA im Vergleichstest

2021-12-14 Gute Bildqualität dank 1-Zoll-CMOS-Sensor und eine sehr umfangreiche Ausstattung gibt es hier im Jackentaschenformat – die RX100 VA ist die kleinste Kamera in diesem Vergleichstest. Sie kann 4K-Videos aufzeichnen und besitzt ein lichtstarkes 2,9-fach Zoom. Diese Kombination macht die Kamera zum passenden Begleiter für alle, die eine qualitativ hochwertige Kamera wollen, die in einem möglichst kleinem Gehäuse steckt.  (digitalkamera.de Redaktion)

Sony Cyber-shot DSC-RX100 V Modell 2018 (DSC-RX100M5A) Testbericht als Premium-VersionUnseren ausführlichen Einzeltest zur Sony DSC-RX100 VA gibt es auch als E-Book mit erweitertem Informationsumfang. Das PDF zum Herunterladen enthält gegenüber dieser Online-Version zusätzlich eine übersichtliche Tabelle mit detaillierten Einzelbewertungen sowie zwei Diagramme, in denen die Stärken und Schwächen der Kamera gut vergleichbar visualisiert werden. Zudem stellen wir vier andere Kameras als mögliche Alternativen vor und erklären welche Vor- und Nachteile diese gegenüber der Sony DSC-RX100 VA haben. mehr …

  • Bild Im kompakten Gehäuse bietet die Sony DSC-RX100 V ein 24-70mm-Zoom mit einer hohen Lichtstärke von F1,8-2,8 sowie einen verhältnismäßig großen 1"-Sensor. [Foto: MediaNord]

    Im kompakten Gehäuse bietet die Sony DSC-RX100 V ein 24-70mm-Zoom mit einer hohen Lichtstärke von F1,8-2,8 sowie einen verhältnismäßig großen 1"-Sensor. [Foto: MediaNord]

Im Dezember 2018 stellte Sony die gegenüber dem direkten Vorgänger nur minimal weiterentwickelte Cyber-shot DSC-RX100 VA (DSC-RX100M5A) vor. Um herauszufinden, ob es sich bei einer RX100 V um das neuere A-Modell handelt, muss man die Typenbezeichnungsplakette genau anschauen. Von außen sind die Gehäuse beider Kameras nämlich identisch.

Die gesamte RX100-Serie zeichnet sich durch kleine Gehäuse, lichtstarke Objektive und einen 1"-Sensor aus. Da macht auch die RX100 VA keine Ausnahme. Der 1"-Sensor misst 13,2 mal 8,8 Millimeter und ist damit um den Faktor 2,7 kleiner als das Vollformat und um den Faktor 1,8 kleiner als ein APS-C-Sensor (und somit ist die RX100 VA die Kamera mit dem kleinsten Bildsensor in diesem Vergleichstest). Dennoch ist die Auflösung mit 20 Megapixeln hoch. Generell kann man sagen, dass der 1-Zoll-Sensor der kleinste Bildsensor ist, der physikalisch noch eine gute Bildqualität erlaubt. Kombiniert wird er in der RX100 VA mit einem 2,9-fach Zoom, das einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 24 bis 70 Millimeter abdeckt. Mit F1,8-F2,8 ist das Objektiv in allen Brennweiten sehr lichtstark.

Die Fokussierung übernimmt eine Hybrid-AF-System, dessen 315 Messpunkte auf etwa 65 Prozent der Sensoroberfläche verteilt sind. Die Fokussierung haben wir mit flotten 0,2 Sekunden gemessen. Die reine Auslöseverzögerung betrug sogar nur 0,04 Sekunden. Das AF-System kann Gesichter sowie Augen erkennen, Motive verfolgen und Fokuspunkte lassen sich manuell wählen.

Das Gehäuse ist mit 10,2 x 5,8 x 4,1 Zentimetern recht klein und könnte ein echter Handschmeichler sein, wenn nicht ein Handgriff oder zumindest ein Griffsteg fehlen würde. Sony bietet als optionales Zubehör einen Klebegriff an, der die Handhabung verbessert, aber das gradlinige Design leidet unter dieser Umbaumaßnahme natürlich ein wenig. Trotz geringer Gehäusegröße ist ein PopUp Blitz vorhanden, wenn auch nur mit geringer Leistung. Zur Aufhellung im Nahbereich reicht er. Eine Anschlussmöglichkeit für einen externen Blitz gibt es nicht.

Sogar einen elektronischen Sucher bietet die Sony, er wird in der Kamera versenkt und erst bei Bedarf ausgefahren. Allerdings ist der Sucher recht klein und kann eher als Notbehelf angesehen werden, was Brillenträger besonders spüren werden.

  • Bild Der rückwärtige Bildschirm der Sony DSC-RX100 V (DSC-RX100M5A) lässt sich um 45 Grad nach unten und 180 Grad nach oben klappen. Leider fehlt weiterhin eine Touchfunktion. [Foto: MediaNord]

    Der rückwärtige Bildschirm der Sony DSC-RX100 V (DSC-RX100M5A) lässt sich um 45 Grad nach unten und 180 Grad nach oben klappen. Leider fehlt weiterhin eine Touchfunktion. [Foto: MediaNord]

  • Bild Dank des leistungsstarken Front-End-LSIs erreicht die Sony DSC-RX100 V 24 Serienbilder pro Sekunde inklusive AF-C, was wiederum die im Bildsensor integrierten Phasen-AF-Sensoren ermöglichen. [Foto: MediaNord]

    Dank des leistungsstarken Front-End-LSIs erreicht die Sony DSC-RX100 V 24 Serienbilder pro Sekunde inklusive AF-C, was wiederum die im Bildsensor integrierten Phasen-AF-Sensoren ermöglichen. [Foto: MediaNord]

  • Bild Die Sony DSC-RX100 V besitzt einen Pop-Up-Sucher sowie einen Pop-Up-Blitz, jedoch keinen Blitzschuh. Schade, denn der integrierte Blitz ist sehr schwachbrüstig. [Foto: MediaNord]

    Die Sony DSC-RX100 V besitzt einen Pop-Up-Sucher sowie einen Pop-Up-Blitz, jedoch keinen Blitzschuh. Schade, denn der integrierte Blitz ist sehr schwachbrüstig. [Foto: MediaNord]

  • Bild Das Stativgewinde der Sony DSC-RX100 V sitzt leider weit außerhalb der optischen Achse und direkt neben dem Akku- und Speicherkartenfach. [Foto: MediaNord]

    Das Stativgewinde der Sony DSC-RX100 V sitzt leider weit außerhalb der optischen Achse und direkt neben dem Akku- und Speicherkartenfach. [Foto: MediaNord]

  • Bild Dank NFC und WLAN verbindet sich die Sony DSC-RX100 V problemlos mit Smartphones und Tablets, jedoch muss für umfangreiche Fernsteuerfunktionen erst eine App auf der Kamera installiert werden. [Foto: MediaNord]

    Dank NFC und WLAN verbindet sich die Sony DSC-RX100 V problemlos mit Smartphones und Tablets, jedoch muss für umfangreiche Fernsteuerfunktionen erst eine App auf der Kamera installiert werden. [Foto: MediaNord]

  • Bild Die Sony DSC-RX100 V bietet lediglich eine Micro-HDMI- sowie eine Micro-USB-Schnittstelle. Über letztere wird der Kameraakku aufgeladen. [Foto: MediaNord]

    Die Sony DSC-RX100 V bietet lediglich eine Micro-HDMI- sowie eine Micro-USB-Schnittstelle. Über letztere wird der Kameraakku aufgeladen. [Foto: MediaNord]

Der 7,5 Zentimeter große Bildschirm ist sehr hell und kann damit selbst bei hellem Umgebungslicht problemlos eingesetzt werden, allerdings bietet er keine Touchfunktion. Er lässt sich nicht nur nach unten klappen, sondern auch nach oben, und zwar sogar um 180 Grad, womit Selfies und der Einsatz als Video-Kontrollmonitor möglich sind.

Die Bedienung der Sony RX 100 VA erfolgt über ein Einstellrad, einen Multiselektor, einige (allerdings sehr kleine) Tasten sowie einen Objektivring. Neben einem individuellen Menü können auch einige Tastenbelegungen geändert werden.

Neben einer Vollautomatik und Motivprogrammen für Einsteiger bietet die Sony RX100 VA auch ambitionierten Fotografen viele Möglichkeiten, etwa eine halbautomatische Belichtungssteuerung und einen manuellen Modus. Bei der Videofunktion zeigt sich die RX100 VA mit 4K-Auflösung bei 30 Bildern pro Sekunde und einer Highspeed-Videofunktion recht gut aufgestellt, allerdings fehlt ein Mikrofonanschluss. Immerhin gibt es eine HDMI-Schnittstelle. Bei 4K-Auflösung ist die Aufnahmelänge allerdings auf wenige Minuten begrenzt, weil sich die Kamera dabei stark erwärmt.

Der Akku in der RX100 VA reicht für etwa 220 Aufnahmen nach CIPA-Standard und lässt sich in der Kamera über die USB-Schnittstelle aufladen. Zudem kann die Kamera per USB mit Dauerstrom versorgt werden. Darüber hinaus ist WLAN vorhanden, Bluetooth hingegen nicht.

Die höchste Bildqualität erhält man bis ISO 400, aber auch bis ISO 1.600 liefert die Kamera noch ausreichend Details bei nicht allzu starkem Rauschen. Allerdings ist die Randauflösung des Objektivs nur mäßig. Auch mit der Farbtreue nimmt es die RX100 VA nicht ganz so genau. Dafür begeistert sie mit sehr schönen, knackigen Bildern, ohne dass diese zu stark nachgeschärft sind.

Fazit

Die Sony DSC-RX100 VA ist nicht nur ein äußerst kompakter, sondern auch ein ausgesprochen guter Fotoapparat. Die Technik im Inneren ist vom Feinsten, wobei das Gehäuse bis auf die fehlende Abdichtung auch eine dem Preis angemessene Verarbeitungsqualität aufweist. Die Ergonomie leidet etwas unter der Kompaktheit, der Funktionsumfang jedoch nicht. Vor allem die Performance der Kamera beim Autofokus, der Serienbildgeschwindigkeit und den Videos ist beeindruckend. Am meisten kann die RX100 VA jedoch bei der Bildqualität punkten, wo sie die Messlatte für die 1"-Sensor-Kameras weiterhin hochhält.

  • Schneller Autofokus
  • Hohe Serienbildgeschwindigkeit
  • Gute 4K-Video-Funktion
  • Gute Bildqualität bis 800
  • Kein Bluetooth
  • Mäßige Randauflösung des Objektivs
  • Kein Griffsteg

Alternativen

Sony ZV-1

Die Sony ZV-1 richtet sich primär an Vlogger, die DSC-RX100 VA dagegen eher an den ambitionierten Fotografen. Während also die Videofunktion der RX100 VA gut, aber beschränkt ist, zeigt sich die ZV-1 als echte Granate für ambitionierte Filmer. Neben unbegrenzter Aufzeichnungsdauer kann besonders das 3-Kapsel-Mikrofon überzeugen, für das sogar ein Windschutz mitgeliefert wird. Dank des Zubehör-Schuhs lassen sich auch Aufsteck-Mikrofone oder Videoleuchten verwenden. Zudem besitzt die ZV-1 einen Touchscreen, der sich seitlich schwenken und drehen lässt. Fotografisch kann die ZV-1 ebenfalls alles bieten, ist nur bei der Modusauswahl etwas schlechter zu bedienen. Zudem muss der Fotograf auf einen elektronischen Sucher und einen eingebauten Blitz verzichten (der Zubehörschuh ermöglicht aber externe Blitzgeräte).

Sony ZV-1 Datenblatt mit Links zu allen weiteren Informationen

Sony DSC-RX100 VI

Auf den ersten Blick sehen sich die RX100 VI und die RX100 VA sehr ähnlich, sie gehören ja auch der gleichen Kameraserie an. Anstelle eines 24-70mm-Objektivs (KB-äquiv.) besitzt die RX 100 VI aber ein deutlich zoomstärkeres, wenn auch weniger lichtstarkes 24-200mm-Objektiv. Es löst wie das Objektiv der RX100 VA zwar in der Bildmitte sehr hoch auf, diese Auflösung fällt aber zum Bildrand stark ab. Wenn Sie einen großen Zoombereich mit schon recht viel Telebrennweite in einer sehr kleinen Kamera suchen und dafür kleinere Abstriche in der Bildqualität machen können, dann sollten Sie sich die RX100 VI einmal näher anschauen.

Sony DSC-RX100 VI Datenblatt mit Links zu allen weiteren Informationen

Modell Sony DSC-RX100 VA
Markteinführung August 2018
Sensor CMOS-Sensor 1" 13,2 x 8,8 mm (Cropfaktor 2,7)
21,0 Megapixel (physikalisch), 20,1 Megapixel (effektiv)
Foto (max.) 5.472 x 3.648 (3:2)
Video (max.) 3.840 x 2.160 30p
Objektiv 24-70 mm / F1,8-2,8 (2,9-fach Zoom)
Sucher elektronischer Sucher mit 2.359.296 Pixeln, 100 % Bildfeld, Dioptrienausgleich
Monitor 3,0" (7,5 cm) OLED Monitor mit 1.228.800 Bildpunkten, entspiegelt, Helligkeit einstellbar, kippbar um 180° nach oben bis 45° nach unten
Autofokus Phasenvergleich-Autofokus, Kontrast-Autofokus mit 25 Messfeldern
Autofokus-Funktionen Einzel-Autofokus, kontinuierlicher Autofokus, Verfolgungs-Autofokus, Manuell, AFL-Funktion, AF-Hilfslicht (LED), Fokus-Peaking, Fokuslupe (11-fach)
Serienaufnahmen max. 24 Bilder/s und max. 233 Aufnahmen in bester Qualität
Belichtungsreihe Belichtungsreihenfunktion mit maximal 9 Aufnahmen, Schrittweite von 1/3 bis 3 EV, HDR-Funktion
Blitz eingebauter Blitz (aufklappbar/ausfahrbar)
Speicher
Memory Stick (Duo, Duo Pro)
SD (SDHC, SDXC, UHS I)
Drahtlos WLAN, NFC
GPS nicht vorhanden
USB-Typ
USB 2.0 High Speed (Micro-USB)
USB-Stromversorgung USB-Ladefunktion und USB-Dauer-Stromversorgung
USB-Webcam-Funktion ja (Treiber notwendig)
CleanHDMI ja
Akkulaufzeit 220 Aufnahmen gem. CIPA-Standard
Abmessungen 102 x 58 x 41 mm (B x H x T)
Gewicht 297 g (betriebsbereit)

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