Runderneuerung

Sony stellt ZV-1 II Vlogger-Kamera mit neuem 18-50mm-Zoom vor

2023-05-23 Vor drei Jahren hat Sony die erste ZV-1 Kamera speziell für Vlogger vorgestellt. Mit der ZV-1 II steht nun der Nachfolger in den Startlöchern und bietet Verbesserungen und Funktionserweiterungen, bei gleicher Sensorauflösung. Die größte Neuerung ist das neu entwickelte 18-50mm-Objektiv (KB-äquivalent) mit einer Lichtstärke von F1.8-4. Zudem kommt ein Bokeh-Schalter zum Einsatz, mit dem sich der Hintergrund auf Knopfdruck unscharf machen lässt.  (Harm-Diercks Gronewold)

  • Bild Der Mikrofonpuschel Sony ZV-1 II lässt sich wie beim Vorgänger entfernen. [Foto: Sony]

    Der Mikrofonpuschel Sony ZV-1 II lässt sich wie beim Vorgänger entfernen. [Foto: Sony]

Wie schon ihre Vorgängerin arbeitet auch die ZV-1 II mit einem 1”-Bildsensor mit einem 2,7-fachen Cropfaktor. Belichtet wird der Sensor mit einem neu entwickelten 18-50 mm F1,8-4 mit Zeiss-Logo. Auf einen optischen Bildstabilisator hat Sony bei der ZV-1 II allerdings verzichtet.

Beim Gehäuse der ZV-1 II hat sich nur wenig getan. So ist die Kamera weiterhin knapp 11 Zentimeter breit und 6 Zentimiter hoch. Bei der Tiefe hat die Kamera durch das neue Objektiv etwas zugelegt und misst jetzt etwa 47 Millimeter, also drei Millimeter mehr als die ZV-1.

Die größten Innovationen sind der ZV-1 II allerdings nicht so leicht zu entlocken. Immerhin war die ZV-1 schon sehr üppig ausgestattet. So besitzt die ZV-1 II weiterhin das innovative 3-Kapsel-Mikrofon mit optionaler automatischer Aktivierung. Auch der “Bokeh”-Schalter für einen homogenen weichen Hintergrund auf Knopfdruck ist wieder mit am Start, ebenso wie die Belichtungs-Gesichtspriorität und der Soft-Skin-Effekt für butterweiche Hautstruktur.

  • Bild Auch mit dem GP-VPT2BT ist die Sony ZV-1 II kompatibel. [Foto: Sony]

    Auch mit dem GP-VPT2BT ist die Sony ZV-1 II kompatibel. [Foto: Sony]

Ein weiteres, wichtiges Ausstattungsmerkmal ist der auch im Videomodus funktionierende Realtime-AF. Dieser basiert auf einem Hybridsystem, das neben einer Kontrasterkennung über 315 im Sensor integrierte Phasen-AF-Sensoren im Fotomodus beziehungsweise 273 Sensoren im Videomodus verfügt, die Fokusänderungen in Richtung und Stärke besser erkennen können, was nicht nur zu einem schnelleren, sondern in Videos vor allem weniger pumpenden Autofokus führt.

Der Autofokus besitzt zudem eine Echtzeit-Gesichtserkennungs- und Verfolgungsfunktion, die auch Tiere erkennen und mit dem Fokus verfolgen kann. Darüber hinaus unterscheidet die Kamera beim Präsentationsmodus zwischen Präsentator und präsentiertem Objekt und setzt den Fokus vollautomatisch und blitzschnell auf das in den Bildbereich gehaltene Objekt.

Videos werden in 4K mit maximal 30 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet und FullHD Videos mit maximal 120 Bildern pro Sekunde. Auch Videos mit flacher Gradationskurve und Cine-Farbraum können aufgezeichnet werden.

Ganz neu mit dabei und von Sony besonders herausgestellt ist den Cine-Vlogger-Modus. Ein Druck auf die Schaltfläche des 7,5 cm großen Touchscreens reicht aus, um diesen Modus zu aktivieren. Die ZV-1 II schaltet dann auf das Cinemascope-Format (2,35:1) und die Kino-Bildwiederholrate von 24 Bildern pro Sekunde um, damit der Vlogger dann aus fünf verschiedenen Look- und vier Mood-Optionen wählen kann, um dem eigenen Film das gewünschte Aussehen zu geben.

  • Bild Das Display der Sony ZV-1 II lässt sich wie beim Vorgänger nach vorne klappen. [Foto: Sony]

    Das Display der Sony ZV-1 II lässt sich wie beim Vorgänger nach vorne klappen. [Foto: Sony]

Neben Bluetooth- und WLAN-Verbindung lässt sich die ZV-1 II auch per USB mit einem Rechner verbinden. Diese Schnittstelle übernimmt nicht nur den schnellen Datentransfer sowie das Laden des Akkus. Auch die Dauerstromversorgung und die Webcam-Funktion sind mit dieser kleinen Schnittstelle möglich. Für letzteres ist nicht einmal ein spezieller Treiber notwendig. Die ZV-1 II lässt sich sogar an einem Smartphone als Webcam einsetzen. Doch damit noch nicht genug, denn die Webcam-Funktion erkennt das Gesicht des Vloggers und belichtet dieses korrekt. Zusätzlich kann der Hautton und das Hautbild verschönert werden, damit man sich immer von seiner besten Seite präsentieren kann.

Wie schon beim Vorgänger kann die ZV-1 II auch Videodaten per MicroHDMI-Schnittstelle an einen externen Rekorder ausgeben. Maximal sind hier 3.840 x 2.160 Pixel mit 30 Bildern pro Sekunde möglich. Neben den foto- bzw. videotechnischen Innovationen der ZV-1 II besitzt die Kamera eine Bildschirmlesefunktion für Sehbehinderte. Auch wurde der rote Aufnahmerahmen auf dem Display vergrößert, so dass es noch einfacher ist zu erkennen, ob eine Aufnahme läuft oder nicht.

Die Sony ZV-1 II soll ab Juni 2023 für knapp 1.000 Euro im Handel erhältlich sein (zum Vergleich: die ZV-1 kam mit knapp 800 Euro UVP auf den Markt uns kostet aktuell in der Regel unter 700 Euro).

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Harm-Diercks Gronewold

Harm-Diercks Gronewold, 52, ist gelernter Fotokaufmann und hat etliche Jahre im Fotofachhandel gearbeitet, bevor er 2005 in die digitalkamera.de-Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Produktdatenbanken, Bildbearbeitung, Fototipps sowie die Berichterstattung über Software und Zubehör. Er ist es auch, der meistens vor der Kamera in unseren Videos zu sehen ist und die Produkte vorführt.