Funktionserweiterungen

Firmwareupdates für die Fujifilm GFX 50S, X-T2, X-T20 und viele andere

2017-12-05 Fujifilm stellte in den letzten beiden Wochen Firmwareupdates für sehr viele der X-Systemkameras sowie die Mittelformat-Systemkamera GFX-50S bereit. Die betroffenen X-System-Kameras X-T20, X-T2, X-T1, X-T10, X-Pro2, X-Pro1, X-E1, X-E2, X-E2S, X-M1, X-A1, X-A2, X-A3 und X-A10 bekommen alle die Unterstützung für das neue 80mm-Makro, nur die X-E3 und die X-Pro1 fehlen noch. Die X-E3 bringt die Unterstützung aber gleich von Haus aus mit. Die GFX 50S und die X-T2 sowie die X-T20 bekommen zudem neue Funktionen spendiert.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Fujifilm GFX 50S. [Foto: Fujifilm]

    Fujifilm GFX 50S. [Foto: Fujifilm]

Das Firmwareupdate 1.10 für die X-T20 bringt lediglich die Unterstützung für den neuen Sofortbilddrucker Instax Share SP-3 und die neue Touchpad-AF-Funktion der X-E3 mit. Mit Hilfe dieser kann auf Wunsch der Touchscreen beim Blick durch den Sucher zum Setzen des Autofokuspunkts verwendet werden.

Das Update 3.00 für die X-T2 bringt schon deutlich mehr neue Funktionen mit, wie der große Versionssprung bereits erahnen lässt. So gibt es einen um 50 Prozent schnelleren Tracking-Autofokus, der damit sich schnell bewegende Motive deutlich besser verfolgen kann. Die Software X Raw Studio sowie der Instax Share SP-3 werden nun unterstützt. Zudem lassen sich mit der neuen Software X Aquire die Einstellungen der Kamera auslesen und speichern sowie zurück auf die Kamera transferieren. In der Wiedergabe gibt es nun zusätzlich zum Histogramm die Möglichkeit, ein RGB-Histogramm sowie eine Highlight-Warnung anzeigen zu lassen. Studiofotografen profitieren von der besseren Drahtlosblitzsteuerung für Highspeedblitzen und TTL-Unterstützung. Zudem wurde ein Fehler bei der Belichtungsvorschau behoben, der bei ISO-Automatik und Belichtungskorrekturrad auf "C" auftreten konnte.

  • Bild Fujifilm X-T20. [Foto: MediaNord]

    Fujifilm X-T20. [Foto: MediaNord]

Die Firmware 2.00 für die GFX 50S bringt ebenfalls deutliche Verbesserungen und neue Funktionen. Wie bei der X-T2 wurde die Drahtlos-Studioblitz-Unterstützung verbessert, außerdem werden nun der Instax Share SP-3, X Raw Studio und X Aquire unterstützt. Neu ist eine Option für den EVF, dass für die Wiedergabe der rückwärtige Bildschirm aktiviert wird, wie man es von einer DSLR gewohnt ist (allerdings bietet der Sucher die höhere Auflösung und ist damit eigentlich besser dafür geeignet, die Bildqualität zu kontrollieren). Des Weiteren kann die 1/3-Belichtungseinstellung für die Kommandoräder deaktiviert werden, damit nicht versehentlich der auf dem Belichtungszeitenrad eingestellte Wert geändert wird. Auch das Auslösen bei nicht eingelegter Speicherkarte lässt sich nun per Menüeinstellung verhindern, damit man spätestens beim Fotografieren deutlich merkt, dass keine Speicherkarte eingelegt ist. Zu guter Letzt lässt sich der elektronische Sucher noch dunkler einstellen, die Skala wurde um die Werte -6 und -7 ergänzt.

Die Firmwareupdates können von der Fujifilm-Website (siehe weiterführende Links) heruntergeladen und vom Fotografen selbst installiert werden. Allerdings steht die Website nur in Englisch und nicht auf Deutsch zur Verfügung. Zur Not helfen aber sicherlich der Fachhändler, bei dem man die Kamera erworben hat, oder der Fujifilm-Support weiter.

  • Bild Fujifilm X-T2. [Foto: MediaNord]

    Fujifilm X-T2. [Foto: MediaNord]

Des Weiteren startet nun die kostenlose Software X RAW Studio zunächst mit der Macintosh-Version 1.0. Das Besondere an dieser Raw-Entwickler-Software ist, dass man keinen leistungsstarken Computer benötigt, denn die Berechnungen erfolgen über den Bildprozessor der per USB angeschlossenen Kamera (siehe weiterführende Links). Unterstützt werden zudem zum Start nur die GFX 50S sowie die X-T2 mit der jeweils aktuellen Firmware. Weitere Kameras sollen noch folgen, die Windows-Version soll im Februar 2018 erscheinen.


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Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 39, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.