Mit den Genen der Panasonic S1

24 Megapixel auflösende Leica SL2-S für Foto- und Videografen

2020-12-10 Mit der Leica SL2-S stellt der traditionsreiche deutsche Kamerahersteller seiner SL2 ein mit 24 Megapixeln deutlich niedriger auflösendes Schwestermodell an die Seite, das sich dafür als Foto-Video-Hybrid ausdrücklich auch an Videografen richtet. Dabei sind die technischen Ähnlichkeiten zur Panasonic DC-S1 nicht zu übersehen, wobei Leica bei der SL2-S jedoch durchaus eigene Wege geht.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Der 36x24 mm große CMOS-Sensor der Leica SL2-S arbeitet mit rückwärtiger Belichtung (BSI) und löst 24 Megapixel auf. Er ist zur Bildstabilisierung beweglich gelagert und erzeugt aus acht Aufnahmen vom Stativ 96 Megapixel auflösende Fotos. [Foto: Leica]

    Der 36x24 mm große CMOS-Sensor der Leica SL2-S arbeitet mit rückwärtiger Belichtung (BSI) und löst 24 Megapixel auf. Er ist zur Bildstabilisierung beweglich gelagert und erzeugt aus acht Aufnahmen vom Stativ 96 Megapixel auflösende Fotos. [Foto: Leica]

  • Bild Der 8,1 Zentimeter große Touchscreen der Leica SL2-S löst mit 2,1 Millionen Bildpunkten sehr hoch auf. Ihm fehlt allerdings eine Schwenkmöglichkeit, er ist fest verbaut. [Foto: Leica]

    Der 8,1 Zentimeter große Touchscreen der Leica SL2-S löst mit 2,1 Millionen Bildpunkten sehr hoch auf. Ihm fehlt allerdings eine Schwenkmöglichkeit, er ist fest verbaut. [Foto: Leica]

  • Bild Die Leica SL2-S besitzt ein 3,3 Zentimeter großes, transreflektives, monochromes LCD mit 128 mal 128 Pixeln als Statusanzeige. [Foto: Leica]

    Die Leica SL2-S besitzt ein 3,3 Zentimeter großes, transreflektives, monochromes LCD mit 128 mal 128 Pixeln als Statusanzeige. [Foto: Leica]

Der CMOS-Sensor in Kleinbildgröße arbeitet mit rückwärtiger Belichtung (BSI) und löst 24 Megapixel auf. Er erlaubt eine maximale Empfindlichkeit von ISO 100.000 und ist zur Bildstabilisierung beweglich gelagert. Mittels des Bildstabilisators wird zudem eine Multishot-Funktion realisiert, die aus acht Aufnahmen vom Stativ 96 Megapixel auflösende Fotos erzeugt. Beides kennt man aus der Panasonic S1. Leica stellt dem Bildsensor seinen Maestro-III-Bildprozessor und vier Gigabyte Pufferspeicher an die Seite. Die maximale Serienbildfrequenz liegt bei 25 Bildern pro Sekunde, bei neun JPEG-Serienbildern pro Sekunde werden die Aufnahmen lediglich durch die Speicherkartengröße in ihrer Länge begrenzt. Der schnelle mechanische Verschluss erlaubt bis zu 1/8.000 Sekunde kurze Belichtungszeiten.

Videografen bietet die Leica SL2-S eine 4K- und Cine4K-Auflösung mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde und Leica L-Log Gamma mit acht Bit Farbtiefe bei Speicherung auf SD-Karte und zehn Bit mit einem Subsampling von 4:2:2 via HDMI-Ausgabe. Integrierte Viewing-LUTs sollen dem Anwender jederzeit volle Kontrolle während der Aufzeichnung geben. Die Aufnahmezeit der Videos ist nicht begrenzt. Per Firmwareupdate will Leica zukünftig die Videofähigkeiten der SL2-S noch ausbauen. So verspricht der Hersteller etwa eine HEVC-Kompression mit 10 Bit Farbtiefe für die interne Videoaufzeichnung, eine automatische Segmetierung in Ein-Minuten-Schritte zur Minimierung der Gefahr eines Datenverlustes, einen Waveform-Monitor und einen automatischen Follow-Fokus.

Weitere Ausstattungsmerkmale teilt sich die Leica SL2-S mit ihrem höherauflösenden Schwestermodell SL2. Dazu gehört etwa das nach IP54-Standard spritzwassergeschützte Aluminiumgehäuse, aber auch der mit 5,76 Millionen Bildpunkten hochauflösende Sucher mit seiner 0,78-fachen Vergrößerung ist verbaut. Der 8,1 Zentimeter große Touchscreen löst mit 2,1 Millionen Bildpunkten ebenfalls sehr hoch auf. Ihm fehlt allerdings eine Schwenkmöglichkeit, er ist fest verbaut. Auf der Kameraoberseite sitzt ein 3,3 Zentimeter großes, transreflektives, monochromes LCD mit 128 mal 128 Pixeln als Statusanzeige. Ein Blitzschuh, WLAN, Bluetooth und Audioanschlüsse sind ebenfalls an Bord. Ab sofort soll die Leica SL2-S zu einem Preis von 4.500 Euro erhältlich sein.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 43, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.