Spritzwassergeschütztes Reise-Superzoom für Micro Four Thirds

Olympus M.Zuiko Digital ED 12-200 mm 1:3.5-6.3 vorgestellt

2019-02-13 Mit dem M.Zuiko Digital ED 12-200 mm 1:3.5-6.3 bringt Olympus Ende März 2019 das bisher zoomstärkste Micro-Four-Thirds-Objektiv auf den Markt. Reisefotografen und Wechselfaule profitieren aber nicht nur vom großen 16,6-fachen Zoombereich mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 24 bis 400 Millimetern, sondern auch von der kurzen Naheinstellgrenze sowie dem Spritzwasser-, Staub- und Frostschutz.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Beim M.Zuiko Digital ED 12-200 mm 1:3.5-6.3 betreibt Olympus hohen Aufwand, um optische Fehler mittels zahlreicher Speziallinsen zu minimieren. [Foto: Olympus]

    Beim M.Zuiko Digital ED 12-200 mm 1:3.5-6.3 betreibt Olympus hohen Aufwand, um optische Fehler mittels zahlreicher Speziallinsen zu minimieren. [Foto: Olympus]

  • Bild Mit einer Länge von zehn und einem Durchmesser von 7,8 Zentimetern fällt das Olympus M.Zuiko Digital ED 12-200 mm 1:3.5-6.3 trotz des großen Zoombereichs sehr kompakt aus. Auch das Gewicht ist mit 455 Gramm nicht hoch, trotz des Wetterschutzes. [Foto: Olympus]

    Mit einer Länge von zehn und einem Durchmesser von 7,8 Zentimetern fällt das Olympus M.Zuiko Digital ED 12-200 mm 1:3.5-6.3 trotz des großen Zoombereichs sehr kompakt aus. Auch das Gewicht ist mit 455 Gramm nicht hoch, trotz des Wetterschutzes. [Foto: Olympus]

Das Superzoomobjektiv ist eher auf Kompaktheit und relativ leichtes Gewicht als auf Lichtstärke ausgelegt. Auch ein optischer Bildstabilisator fehlt, schließlich bringen diesen die Micro-Four-Thirds-Kameras von Olympus ohnehin mit. Nur 455 Gramm betriebsbereit wiegt das knapp zehn Zentimeter lange und 7,8 Zentimeter dicke Objektiv. Die optische Konstruktion besteht aus 16 Elementen, die in elf Gruppen angeordnet sind. Darunter befinden sich drei asphärische Elemente, ein Element mit ultrahohem Brechungsindex, zwei ED-Linsenelemente, zwei HR-Elemente, zwei SED-Objektivelemente sowie ein Super-HR-Element. Um es kurz zu machen: Olympus betreibt einen hohen Aufwand, um Bildfehler so gut wie möglich optisch zu korrigieren. Zudem soll die siebenlamellige Blende eine möglichst runde Öffnung für ein schönes Bokeh bieten, während die ZERO (Zuiko Extra-Low Reflection Optical) Vergütung effektiv Geisterbilder und Reflexionen unterdrücken soll.

Für den internen Fokusantrieb kommt ein flüsterleiser und äußerst schneller wie präziser MSC-Antrieb (Movie & Still Compatible) zum Einsatz, der sich auch gut für Videoaufnahmen eignet. Bei der Fokussierung muss nur eine Linse bewegt werden, was zur hohen Geschwindigkeit beiträgt. Die Naheinstellgrenze liegt bei lediglich 22 Zentimetern ab Sensorebene beziehungsweise zehn Zentimetern ab Frontlinse. Das erlaubt einen Abbildungsmaßstab von 1:4,3, womit die kleinste Aufnahmefläche 7,5 mal 5,7 Zentimeter beträgt – ein guter Einstieg in die Makrofotografie. Das Objektiv ist, wie die M-Zuiko-Pro-Serie, nicht nur gegen das Eindringen von Spritzwasser und Staub geschützt, sondern auch frostsicher bis -10 °C. Ab Ende März 2019 soll das Olympus M.Zuiko Digital ED 12-200 mm 1:3.5-6.3 zu einem Preis von knapp 900 Euro erhältlich sein.

Hersteller Olympus
Modell 12-200 mm 3.5-6.3 ED (EZ-M1220)
Preis (UVP) 899,00 EUR
Bajonett Micro Four Thirds
Brennweitenbereich 12-200 mm
Lichtstärke (größte Blende) F3,5 bis F6,3
Kleinste Blendenöffnung F22
Linsensystem 16 Linsen in 11 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
KB-Vollformat nicht relevant
Anzahl Blendenlamellen 7
Naheinstellgrenze 220 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 72 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 78 x 100 mm
Objektivgewicht 451 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.