Erneuerung und Erweiterung des Objektivsortiments

Olympus kündigt 14-150 mm II und F1,8 lichtstarkes Fisheye für MFT an

2015-02-05 Dass Olympus in diesem Jahr ein F 2.8 lichtstarkes 7-14mm-Ultraweitwinkel sowie eine F4,0 lichtstarke 300mm-Telebrennweite auf den Markt bringen will, ist hinlänglich bekannt. Doch erst einmal steht die Erneuerung des beliebten 14-150mm-Superzooms an: Das M.Zuiko Digital ED 14-150 mm 1:4-5.6 II ist nicht einfach nur ein Neuaufguss des Vorgängers in neuem Design, sondern Olympus verwendet beim Neuling eine hochwertigere Vergütung und versieht das Objektiv mit Dichtungen zum Schutz vor Spritzwasser. Außerdem kündigt Olympus die Entwicklung des mit F1,8 lichtstärksten Fisheye-Objektivs an, das es bisher gibt.  (Benjamin Kirchheim)

Der optische Aufbau (15 Linsen in elf Gruppen inklusive ED-Glas) wie auch die Abmessungen (83 Millimeter lang, 63,5 Millimeter im Durchmesser) und das Gewicht (285 Gramm) bleiben beim 14-150 mm II nahezu identisch zum Vorgängermodell. Das Design hingegen lehnt sich an der aktuellen Pro-Serie an, von der bisher das 12-40 mm 2.8 sowie das 40-15 0mm 2.8 erhältlich sind, letzteres soll bald in vernünftigen Stückzahlen verfügbar sein. Ebenfalls an der Pro-Serie angelehnt ist die Abdichtung des Gehäuses sowie der Gummiring am Bajonett zum Schutz vor Umwelteinflüssen wie Spritzwasser und Staub. Obwohl das Objektiv weiterhin aus Kunststoff besteht, wirkt dadurch das gesamte Handling hochwertiger.

  • Bild Das Olympus M.Zuiko Digital ED 14-150 mm 1:4-5.6 II bietet zum Preis des Vorgängermodells ein neues Design, Spritzwasserschutz, ZERO-Vergütung sowie eine Streulichtblende im Lieferumfang. [Foto: Olympus]

    Das Olympus M.Zuiko Digital ED 14-150 mm 1:4-5.6 II bietet zum Preis des Vorgängermodells ein neues Design, Spritzwasserschutz, ZERO-Vergütung sowie eine Streulichtblende im Lieferumfang. [Foto: Olympus]

Das 10,7-fach-Zoom deckt entsprechend Kleinbild einen Brennweitenbereich von 28 bis 300 Millimeter ab. Durch die Naheinstellgrenze von 50 Zentimeter erlaubt das Objektiv in Telestellung Nahaufnahmen mit einem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:4,2. Beim 14-150 mm II kommt nun die Olympus ZERO-Beschichtung zum Einsatz, bei der die Linsen beidseitig hochwertig vergütet werden, was Geisterbilder, Blendeneffekte und Kontrastverlust bei Gegenlichtsituationen vermindern soll. Apropos Gegenlicht: Die Streulichtblende gehört nun zum Lieferumfang, Olympus will nach eigener Aussage damit aus der Kritik seitens des Handels und der Endkunden gelernt haben. Die Fokussierung erfolgt mittels Innenfokus, angetrieben durch den lautlosen und schnellen Multi Coile Motor (MSC), wodurch sich das Objektiv auch gut für Videoaufnahmen mit Autofokusnachführung eignet.

Trotz der Neuerungen wie Abdichtung, besserer Vergütung und Streulichtblende im Lieferumfang bleibt der Preis bei knapp 650 Euro, damit kostet das neue 14-150 mm II keinen Cent mehr als das Vorgängermodell, das inzwischen nahezu ausverkauft ist. Das Olympus M.Zuiko Digital ED 14-150 mm 1:4-5.6 II soll bereits ab Ende Februar 2015 verfügbar sein. Als Zubehör will Olympus die Objektivtasche LSC-0914 anbieten, die dreifach beschichtet und im Duffle-Style gehalten das 14-150mm (oder auch andere Objektive) vor Kratzern schützen soll. Außerdem konnten wir bereits ein Serienmodell an der neuen Olympus OM-D E-M5 Mark II im Labor testen. Der Labortest mit allen Diagrammen ist für 50 Cent über die weiterführenden Links abrufbar. Einen ausführlichen Test veröffentlichen wir, sobald uns das Objektiv für einen ausreichend langen Testzeitraum zur Verfügung steht, um die nötigen Praxiserfahrungen zu sammeln.

  • Bild Mit dem M.Zuiko Digital ED 8 mm Fisheye 1:1,8 Pro plant Olympus für den Sommer 2015 die Markteinführung des bis Dato lichtstärksten Fisheye-Objektivs. [Foto: Olympus]

    Mit dem M.Zuiko Digital ED 8 mm Fisheye 1:1,8 Pro plant Olympus für den Sommer 2015 die Markteinführung des bis Dato lichtstärksten Fisheye-Objektivs. [Foto: Olympus]

Bereits auf der Photokina 2014 für den Sommer 2015 angekündigt hatte Olympus das M.Zuiko Digital ED 7-14 mm 1:2,8, das ähnlich kompakte Abmessungen wie das 12-40mm 2.8 Pro aufweist. Das Teleobjektiv M.Zuiko Digital ED 300 mm 1:4 Pro ist ebenfalls weiterhin in Entwicklung. Mit dem M.Zuiko Digital ED 8 mm Fisheye 1:1,8 Pro will Olympus im Sommer des Jahres 2015 die Pro-Serie nun auch noch um das weltweit lichtstärkste Fisheye-Objektiv erweitern. Solche Objektive mit 180 Grad Bildwinkel sind vor allem beim Videografen, Panoramafotografen sowie Unterwasserfotografen beliebt und seitens dieser Kundenkreise gab es immer wieder entsprechende Nachfragen. Wie alle Pro-Objektive soll das 8mm-Fisheye gegen Spritzwasser und Staub geschützt sein. Für Unterwasserfotografen reicht dies natürlich nicht, und so will Olympus auch einen entsprechenden Unterwasser-Objektiv-Port für die hauseigenen Unterwassergehäuse anbieten. Die herausragendste Eigenschaft neben der Fisheye-Abbildung mit den typischen Verzeichnungen und dem enormen Bildwinkel dürfte die hohe Lichtstärke von F1,8 sein, mit der bisher kein Fisheyeobjektiv erhältlich ist. Dabei fällt das Olympus-Fisheye nicht einmal besonders voluminös aus. Die Markteinführung plant Olympus bereits für den Sommer 2015, einen Prototypen will Olympus auf der Fotomesse CP+ in Yokohama zeigen, die kommende Woche vom 12. bis 15. Februar in Japan stattfindet.

Hersteller Olympus
Modell 14-150 mm 4-5.6 ED II
Preis (UVP) 649,00 EUR
Bajonett Micro Four Thirds
Brennweitenbereich 14-150 mm
Lichtstärke (größte Blende) F4 bis F5,6
Kleinste Blendenöffnung F22
Linsensystem 15 Linsen in 11 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
KB-Vollformat nicht relevant
Anzahl Blendenlamellen 7
Naheinstellgrenze 500 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 58 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 64 x 83 mm
Objektivgewicht 285 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.