Superzoom für APS-C-Spiegellose von Sony und Fujifilm

Tamron 18-300 mm F3.5-6.3 Di III-A VC VXD kommt Ende September 2021

2021-08-26 Mit dem Tamron 18-300 mm F3.5-6.3 Di III-A VC VXD bringt der japanische Objektivspezialist sein zweites Superzoomobjektiv für das Sony-E-System auf den Markt. Zudem soll es das erste Objektiv von Tamron später auch mit Fujifilm-X-Bajonett angeboten werden. Das 16,7-fach-Zoom leuchtet den APS-C-Bildkreis aus, entsprechend deckt es den Bildwinkel einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 27 bis 450 Millimeter ab. Zudem erreicht es dank einer geringen Naheinstellgrenze von 15 Zentimetern im Weitwinkel einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:2, womit es als Makroobjektiv zählt.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Tamron 18-300 mm F3.5-6.3 Di III-A VC VXD. [Foto: Tamron]

    Tamron 18-300 mm F3.5-6.3 Di III-A VC VXD. [Foto: Tamron]

Das Di III-A im Namen verrät, dass es sich um ein Objektiv für spiegellose Systemkameras mit APS-C-Sensor handelt. Daher beträgt das minimale Bildfeld an der Naheinstellgrenze nur 4,7 mal 3,2 Zentimeter. Der Arbeitsabstand der Frontlinse zum Motiv ist dabei jedoch mit fünf Millimetern äußerst gering. Beim Zoomen auf Telestellung steigt die Naheinstellgrenze auf 99 Zentimeter, wobei der maximale Abbildungsmaßstab auf 1:4 fällt.

Mit dem optischen Aufbau aus 19 Linsen, die in 15 Gruppen angeordnet sind, soll das 18-300 mm F3.5-6.3 Di III-A VC VXD bei der Bildqualität eine Spitzenposition in der Klasse der All-In-One-Zoomobjektive einnehmen. Dafür sollen unter anderem die drei Hybrid-Asphären und vier LD-Elemente (Low Dispersion) sorgen. Damit soll bei allen Brennweiten eine hohe Auflösung bis zum Bildrand erreicht werden. Die Lichtstärke von F3,5 im Weitwinkel fällt beim Zoomen auf F6,3, wobei die Blende aus sieben abgerundeten Lamellen besteht und sich je nach Brennweite auf F22 bis F40 schließen lässt.

Das 7,6 mal 12,6 Zentimeter (Durchmesser mal Länge) große und 620 Gramm schwere Objektiv verfügt über einen auf Reisen äußerst praktischen Spritzwasser- und Staubschutz. Zudem ist die Frontlinse mit einer schmutzabweisen Fluorvergütung versehen. In Transportposition verhindert ein Zoom-Lock-Schalter das unerwünschte Ausfahren des Tubus. Das Filtergewinde misst, wie bei anderen Tamron-Objektiven für spiegellose Systemkameras, 67 Millimeter.

Der integrierte optischer Bildstabilisator "VC" (Vibration Compensation) ist nicht nur angesichts der langen Telebrennweite sehr nützlich, sondern auch, weil nur wenige APS-C-Kameras von Sony und Fujifilm über einen Sensor-Shift-Bildstabilisator verfügen. Ist ein solcher aber vorhanden, ergänzen sich die beiden optischen Bildstabilisatoren.

Das "VXD" in der Objektivbezeichnung steht für "Voice-coil eXtreme-torque Drive". Dabei handelt es sich um einen linear arbeitenden Autofokus-Antrieb mit hohem Drehmoment, schneller Reaktionsfähigkeit und hoher Präzision. Der VXD ist bereits aus anderen Tamron-Objektiven bekannt und soll sich dank seiner leisen Arbeitsweise auch sehr gut für Videoaufnahmen eignen. Eine Kompatibilität mit den Hybrid-Autofokus-Systemen von Fujifilm und Sony samt Unterstützung der Augenerkennung und anderen modernen Autofokustechnologien ist selbstverständlich gegeben.

Die Markteinführung des Tamron 18-300 mm F3.5-6.3 Di III-A VC VXD mit Sony-E-Anschluss soll Ende September 2021 erfolgen, wobei der Hersteller Terminverschiebungen aufgrund der andauernden Corona-Pandemie nicht ausschließt. Die Markteinführung der Version mit Fujifilm-X-Bajonett soll zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden. Der Preis liegt bei knapp 1.000 Euro, wobei dieser bei Tamron erfahrungsgemäß als "Streichpreis" zu verstehen ist, so dass der Marktpreis deutlich darunter liegen dürfte.

Nachtrag: Wir hatten mit dem "Streichpreis" recht, erste Händler bieten an, das Objektiv für 750 Euro vorzubestellen.

Hersteller Tamron
Modell 18-300 mm F3.5-6.3 Di III-A VC VXD
Unverbindliche Preisempfehlung 999,00 €
Bajonett Fujifilm XF, Sony E
Brennweitenbereich 18-300 mm
Lichtstärke (größte Blende) F3,5 bis F6,3
Kleinste Blendenöffnung F40
Linsensystem 19 Linsen in 15 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
KB-Vollformat nein
Anzahl Blendenlamellen 7
Naheinstellgrenze 150 mm
Bildstabilisator vorhanden ja
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 67 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 76 x 126 mm
Objektivgewicht 620 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 43, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.