Superzoom für APS-C-Spiegellose von Sony und Fujifilm

Entwicklung des Tamron 18-300 mm F3.5-6.3 Di III-A VC VXD angekündigt

2021-07-21 Mit dem Tamron 18-300 mm F3.5-6.3 Di III-A VC VXD kündigt der japanische Objektivspezialist sein zweites Superzoomobjektiv für das Sony-E-System an. Zudem soll es das erste Objektiv von Tamron für das Fujifilm-XF-Bajonett werden. Das 16,7-fach-Zoom leuchtet den APS-C-Bildkreis aus, entsprechend deckt es den Bildwinkel einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 27 bis 450 Millimeter ab. Zudem erreicht es dank einer geringen Naheinstellgrenze von 15 Zentimetern im Weitwinkel einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:2, womit es als Makroobjektiv zählt.  (Benjamin Kirchheim)

Dank des kleineren APS-C-Sensors beträgt das minimale Bildfeld an der Naheinstellgrenze nur 4,7 mal 3,2 Zentimeter. Da es sich erst um eine Entwicklungsankündigung handelt, verrät Tamron noch nicht alle Details, etwa zum optischen Aufbaue. Hier heißt es lediglich, dass zahlreiche hochpräzise Spezialgläser zum Einsatz kommen, die eine gleichmäßig hohe Auflösung garantieren sollen. Dass das Objektiv über einen auf Reisen äußerst praktischen Spritzwasser- und Staubschutz verfügen soll, verrät der japanische Hersteller hingegen bereits. Das Filtergewinde misst wie bei anderen Tamron-Objektiven für spiegellose Systemkameras 67 Millimeter.

  • Bild Tamron 18-300 mm F3.5-6.3 Di III-A VC VXD. [Foto: Tamron]

    Tamron 18-300 mm F3.5-6.3 Di III-A VC VXD. [Foto: Tamron]

Aus dem Produktnamen lassen sich zudem weitere Eigenschaften ableiten, etwa die Lichtstärke von F3,5 im Weitwinkel, die beim Zoomen auf F6,3 fällt. Das Di III-A steht für spiegellose Systemkameras mit APS-C-Sensor. Das VC wiederum bedeutet, dass ein optischer Bildstabilisator integriert sein wird. Der ist nicht nur angesichts der langen Telebrennweite sehr nützlich, sondern auch, weil nur wenige APS-C-Kameras von Sony und Fujifilm über einen Sensor-Shift-Bildstabilisator verfügen. Ob dieser auch mit den Sensor-Shift-Bildstabilisatoren zusammenarbeitet, gab Tamron noch nicht bekannt.

Ebenfalls unbekannt sind die genauen Abmessungen und das Gewicht, wobei Tamron jedoch eine "kompakte Bauweise" erwähnt. Die letzte der Abkürzungen im Objektivnamen, das "VXD", steht für "Voice-coil eXtreme-torque Drive". Dabei handelt es sich um einen linear arbeitenden Autofokus-Antrieb mit hohem Drehmoment, schneller Reaktionsfähigkeit und Präzision. Dieser ist bereits aus anderen Tamron-Objektiven bekannt und sollte sich auch sehr gut für Videoaufnahmen eignen. Eine Kompatibilität mit den Hybrid-Autofokus-Systemen von Fujifilm und Sony samt Unterstützung der Augenerkennung und anderen modernen Fokustechnologien sollte selbstverständlich sein.

Die Markteinführung des Tamron 18-300 mm F3.5-6.3 Di III-A VC VXD soll noch im laufe des Jahres 2021 erfolgen. Die aktuell bekannten technischen Eckwerte haben wir bereits in unserem folgenden Datenblatt zusammengefasst:

Hersteller Tamron
Modell 18-300 mm F3.5-6.3 Di III-A VC VXD (B061)
Unverbindliche Preisempfehlung 999,00 €
Bajonett Fujifilm XF, Sony E
Brennweitenbereich 18-300 mm
Lichtstärke (größte Blende) F3,5 bis F6,3
Kleinste Blendenöffnung F40
Linsensystem 19 Linsen in 15 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
KB-Vollformat nein
Anzahl Blendenlamellen 7
Naheinstellgrenze 150 mm
Bildstabilisator vorhanden ja
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 67 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 76 x 126 mm
Objektivgewicht 620 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 44, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.