Mit WLAN und beweglichem Display

Spritzwassergeschützte DSLR Pentax K-S2

2015-02-10, aktualisiert 2015-02-16 Kein halbes Jahr nach Vorstellung der Pentax K-S1 kündigt Ricoh mit der Pentax K-S2 eine weitere DSLR an, die mit einer besonders modernen Ausstattung glänzen will. So verfügt sie als erste Pentax-DSLR über einen schwenk- und drehbaren Bildschirm für Aufnahmen aus allen möglichen Perspektiven, für Selbstporträts hat Ricoh der Pentax sogar einen zweiten Auslöser verpasst. Des Weiteren besitzt die K-S2 ein integriertes WLAN-Modul sowie NFC zur einfachen Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet. Mit ihren 100 Dichtungen gegen Staub und Spritzwasser dürfte sie zudem die robusteste Systemkamera ihrer Preisklasse sein.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die Ricoh Pentax K-S2 ist mit 100 Dichtungen gegen Spritzwasser und Staub geschützt, auch das Objektiv 18-50mm verfügt über acht Dichtungen. [Foto: Ricoh]

    Die Ricoh Pentax K-S2 ist mit 100 Dichtungen gegen Spritzwasser und Staub geschützt, auch das Objektiv 18-50mm verfügt über acht Dichtungen. [Foto: Ricoh]

  • Bild Als erste Pentax-DSLR verfügt die K-S2 über einen dreh- und schwenkbaren Bildschirm. Er misst drei Zoll in der Diagonale und löst 921.000 Bildpunkte auf. [Foto: Ricoh]

    Als erste Pentax-DSLR verfügt die K-S2 über einen dreh- und schwenkbaren Bildschirm. Er misst drei Zoll in der Diagonale und löst 921.000 Bildpunkte auf. [Foto: Ricoh]

  • Bild Dank WLAN und NFC kann die Pentax K-S2 vom Smartphone oder Tablet aus ferngesteuert werden. [Foto: Ricoh]

    Dank WLAN und NFC kann die Pentax K-S2 vom Smartphone oder Tablet aus ferngesteuert werden. [Foto: Ricoh]

Pentax-Fans werden sich vielleicht noch an die K200D aus dem Jahre 2008 erinnern. Damals hatten Pentax schon einmal eine günstige, überdurchschnittlich gut ausgestattete spritzwassergeschützte DSLR im Programm. In ihre Fußstapfen dürfte, mit einiger zeitlicher Differenz, nun die K-S2 treten, sie kostet sogar dasselbe die wie K200D einst (ca. 800 Euro inklusive Setobjektiv). Zwar fällt die K-S2 deutlich kompakter aus, bietet aber dennoch zwei Einstellräder. Als moderne DSLR ist die K-S2 aber doch anders angesiedelt als die K200D, so kommt die K-S2 beispielsweise ohne Infodisplay auf der Oberseite aus. Dafür besitzt die K-S2 als erste Pentax-DSLR einen schwenk- und drehbaren Bildschirm. Er misst drei Zoll in der Diagonale und löst 921.000 Bildpunkte auf. Dank Live-View kann das Sucherbild aus allen erdenklichen Perspektiven, sogar bei Selbstporträts, auf dem Bildschirm betrachtet werden. Als DSLR verfügt die K-S2 aber selbstverständlich auch über den typischen optischen Pentaprismensucher, der sogar ebenfalls wie das Livebild auf dem Monitor 100 Prozent des Bildfelds abdeckt. Das ist mehr als bei der Konkurrenz, die meistens um die 95 Prozent bei DSLR-Sucher bietet. Sogar die Mattscheiben des Suchers lassen sich bei der Pentax wechseln.

Die K-S2 besitzt einen zur Bildstabilisierung (3,5 EV-Stufen) beweglich gelagerten 20 Megapixel auflösenden CMOS-Sensor in APS-C-Größe. Dieser verzichtet auf einen Tiefpassfilter, der zwar Moirés unterdrückt, aber auch die Auflösung etwas reduziert. Stattdessen kann bei der K-S2 der Sensor auf Wunsch in Mikroschwingungen versetzt werden, was denselben Effekt wie ein Tiefpassfilter bewirkt. Der Prime MII sorgt für die Bildverarbeitung, bis zu 5,5 Serienbilder pro Sekunde sind möglich, die Empfindlichkeit kann auf bis zu ISO 51.200 hochgeschraubt werden. Der Verschluss bietet bis zu 1/6.000 Sekunde kurze Belichtungszeiten. Die Belichtungsmessung erfolgt über 77 Messfelder, der Safox X Autofokus arbeitet mit elf Messfeldern, davon neun als Kreuzsensoren. Dieser arbeitet freilich nur, solange man den Sucher verwendet. Schaltet man auf Live-View um, so verwendet die K-S2 einen Kontrastautofokus mit Gesichtserkennung.

Videos nimmt die Pentax K-S2 in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080) bei wahlweise 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde auf, gespeichert wird mit H.264-Kompression. Zur Tonaufzeichnung verfügt die K-S2 über ein integriertes Stereomikrofon. Zur Fotoaufnahme bietet die K-S2 neben den klassischen Kreativprogrammen P, A, S und M auch 19 Motivprogramme, elf Custom-Image-Voreinstellungen sowie Effektfilter. Auch nach der Aufnahme lassen sich die Bilder in der Kamera bearbeiten und mit Effekten versehen, selbst für Raw-Dateien bietet die K-S2 einen integrierten Raw-Konverter. Neu ist das A-HDR-Programm direkt auf dem Programmwählrad, das zusammen mit der ebenfalls neuen Funktion "Clarity Enhancement" Bilder in einer bisher unbekannten Dramatik ermöglich soll. Das "Clarity Enhancement" werden Texturen und Strukturen im Motiv verstärkt. Dabei soll eine natürliche Darstellung erreicht werden, die dem Sehempfinden es menschlichen Auges entspricht.

Erstmals integriert Ricoh bei der K-S2 in einer Pentax-DSLR WLAN und packt auch gleich NFC zur besonders einfachen Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet dazu. Mit der entsprechenden App kann die K-S2 ferngesteuert werden, auch eine Bildübertragung ist möglich. Wer möchte, kann die K-S2 übrigens auch mit einer Infrarotfernbedienung auslösen.

Ab März 2015 soll die Pentax K-S2 in zehn Farben für knapp 800 Euro inklusive dem neuen Setobjektiv DA L 18-50 mm F4-5.6 DC WR RE erhältlich sein. Das Setobjektiv ist mittels acht Dichtungen spritzwassergeschützt und durch einen speziellen Einzugsmechanismus in Ruhestellung besonders kompakt. Das Objektiv ist mit besserer Vergütung auch einzeln erhältlich, wir stellen es in Kürze in einer separaten Meldung vor.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.