Ergonomie verbessert

Sony bringt neues Systemkamera-Einsteigermodell NEX-3N

2013-02-20 Sony bringt mit der NEX-3N ein vor allem ergonomisch überarbeitetes Einsteigermodell in der spiegellosen Systemkameraklasse mit APS-C-Sensor auf den Markt. Das Gehäuse fällt durch den Wegfall des Handgriffs noch kompakter aus als das Vorgängermodell NEX-F3. Stattdessen gibt es nur noch ein leicht auftragendes, geriffeltes Handgriffgummi, das laut Sony dennoch guten Halt bieten soll. Mit nur 210 Gramm ohne Akku und Speicherkarte stellt die NEX-3N nach Sonys Angaben außerdem einen neuen Leichtgewichtsrekord in der APS-C-Klasse auf.  (Benjamin Kirchheim)

Sony NEX-3N mit E 16-50 mm [Foto: Sony]Zur ergonomischen Überarbeitung zählt aber nicht nur das schlankere Gehäuse. Der Zubehörschuh wurde eingespart, stattdessen sitzt nun das eingebaute Aufklapp-Blitzlicht direkt über der Objektivachse. Eingeschaltet wird die NEX-3N über einen neuen Hebel, der rechts am Auslöseknopf sitzt. Zudem befindet sich vorne vor dem Auslöser ein Zoomhebel. Dieser erweist sich bei den Motorzoomobjektiven als besonders praktisch. Sony bietet derzeit das 16-50 mm PZ, das im Set mit der NEX-3N verkauft wird, und das 18-200 PZ an. Durch diese Konzentration der Bedienelemente rund um den Auslöser kann der Fotograf einhändig die Kamera halten, einschalten, zoomen und auslösen.

Beim rückwärtigen 7,5 Zentimeter großen Bildschirm setzt Sony auf bewährte Eigenschaften: Das Display bietet nicht nur brillante Farben, sondern es lässt sich für bodennahe Fotografie nach oben klappen. Für Selbstporträts kann der Bildschirm um 180 Grad umgeklappt Sony NEX-3N mit E 16-50 mm [Foto: Sony]werden, so dass man sich selbst sehen kann. Auf eine Touchfunktion müssen die Käufer in dieser Kameraklasse hingegen weiterhin verzichten. Selbiges gilt für eine WLAN-Funktion zur drahtlosen Bildübertragung oder Steuerung der Kamera. Videos nimmt der 16 Megapixel auflösende Bildsensor der NEX-3N in Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln auf, gespeichert wird wahlweise mit 25 Vollbildern pro Sekunde (25p) oder 50 Halbbildern pro Sekunde (50i) im AVCHD-Format. Ob die 50i dabei aus einer Ausleserate von 25p oder echten 50i erzeugt werden, gibt Sony nicht an. Letzteres wäre für flüssigere Bewegungen vorteilhaft. Auch Videoaufnahmen profitieren von dem Zoomhebel, denn so gelingen Zoomfahrten mit den entsprechenden Objektiven besonders flüssig.

Sony NEX-3N [Foto: Sony]Um Fotos aufzuhübschen, stehen dem Anwender elf Modi und 15 Bildeffekte zur Verfügung. Neben den klassischen Belichtungsprogrammen P, A, S und M, bei denen man Einfluss auf Blende, Belichtungszeit und andere Aufnahmeparameter nehmen kann, bietet die NEX-3N auch Motivprogramme sowie eine intelligente Automatik, die das passende Motivprogramm selbst wählt. Ein neuer Modus "Auto Object Framing" soll dem Anwender sogar die Wahl des perfekten Bildausschnitts abnehmen. Hier muss der Fotograf nur noch das Motiv im Bild haben, den perfekten Bildausschnitt für ein optimal wirkendes Bildmotiv bestimmt die Kamera mittels Bildbeschnitt anschließend automatisch und speichert neben dem beschnittenen Bild auch das Original auf der Speicherkarte ab. Die NEX-3N nimmt übrigens wahlweise eine SD/SDHC/SDXC-Speicherkarte oder einen Memorystick auf.

Sony NEX-3N mit E 16-50 mm  [Foto: Sony]Neu ist auch die Triluminos-Technologie, die die NEX-3N als erste Digitalkamera mit Wechselobjektiven von Sony unterstützt. Diese Technologie soll den Farbraum für gleichermaßen lebendigere und realistischere Fotos erweitern. In den Genuss der Vorteile kommt man aber nur bei der Bildwiedergabe (beispielsweise über die HDMI-Schnittstelle der Kamera) an einem Sony-Fernseher, der diese Technologie ebenfalls unterstützt. Ab März 2012 soll die Sony NEX-3N in Schwarz und Weiß erhältlich sein. Unter der Bezeichnung NEX-3NL wird sie mit dem 16-50 mm PZ (SEL-P1650) in Schwarz und Weiß für ca. 500 EUR angeboten. Das Set mit dem 16-50 sowie dem 55-210 (SEL-55210) läuft unter dem Namen NEX-3NY und soll in Schwarz 750 EUR kosten.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.