Bisherige Camera Remote API Beta wird abgelöst

Neues Software Development Kit zur Steuerung von Sony-Kameras per USB

2020-02-11 Sony hat seine 2013 eingeführte Kameraschnittstelle "Sony Camera Remote API" in Rente geschickt. Diese ermöglichte es Software-Entwicklern, eigene Windows-Fernsteuerungs-Applikationen für Sony-Fotokameras (Kompakt- und Systemkameras), Actioncams und Camcorder zu entwickeln. Damit ist nun Schluss. Das Nachfolgesystem hört auf den Namen "Camera Remote SDK" und unterstützt zunächst zur zwei Kameras, weitere sollen folgen.  (Jan-Markus Rupprecht)

Die ersten beiden Kameras, die von dem neuen System unterstützt werden, sind die Alpha 7R IV und die Alpha 9 II. Sony schreibt in der Pressemitteilung, dass die Zahl der unterstützten Kameras schrittweise vergrößert wird. Das kann zweierlei heißen: Entweder, dass alle neuen Kameras das neue System unterstützen und die Zahl dadurch wächst oder, dass bisherige Kameras per Firmware-Update auf die neuen Schnittstelle umgerüstet werden.

Sony schreibt in einer Fußnote der Pressemitteilung auch, dass Kameras, die von der bisherigen Camera Remote API unterstützt werden, nicht mit dem Camera Remote SDK kompatibel sind. Das bedeutet im Klartext, dass beide Schnittstellen zueinander inkompatibel sind. Wollen Entwickler alte und neue Sony-Kameras unterstützen, müssten sie beide Schnittstellen in ihre Software einbauen. Wichtig noch zum Verständnis: Es geht hier ausschließlich um die Fernsteuerung der Kameras per USB von PCs aus und nicht um Smartphone-Apps oder eine Steuerung per WLAN. Das neue Camera Remote SDK steht ausschließlich für 64-Bit-Windows in Version 8.1 und 10 zur Verfügung.

Kleine Randbemerkung, die hier thematisch ganz gut passt: Wir waren vor einigen Monaten im Gespräch mit der Firma Packshop Creator. Diese stellt Aufnahmesysteme her, mit denen sich Produktaufnahmen teilautomatisiert erstellen lassen. Hierbei werden vom Bildbearbeitungs-PC nicht nur die Kameras ferngesteuert, sondern auch die im Aufnahmesystem enthaltenen Beleuchtungseinheiten und, sofern vorhanden, motorische Kamerapositioniereinrichtungen oder Drehteller, auf dem die zu fotografierenden Objekte stehen. Auf unsere Frage, warum dieses Systeme ausschließlich mit Canon- oder Nikon-Spiegelreflexkameras funktionieren, sagte uns das Unternehmen, dass nur diese beiden Kamerahersteller ausreichende Voraussetzungen dafür geschaffen hätten. Alle anderen Kamerahersteller würden entweder ihre Schnittstellen nicht ausreichend öffnen und/oder nicht genug Fernsteuerungs-Möglichkeiten anbieten. Vielleicht kann Sony mit der neuen Schnittstellen künftig in dieser Hinsicht zu Canon und Nikon aufholen. 

Nachfolgend noch die Pressemitteilung von Sony im Original:


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Jan-Markus Rupprecht

Jan-Markus Rupprecht, 54, fotografiert mit Digitalkameras seit 1995, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeisterung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, von dem er bis heute Chefredakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.