Jetzt mit 4K-Video und Augen-Autofokus

Kompakte und leichte DSLR Canon EOS 250D angekündigt

2019-04-10, aktualisiert 2019-06-06 Mit der EOS 250D stellt Canon das Nachfolgemodell der bisher kleinsten und leichtesten DSLR mit dreh- und schwenkbarem Bildschirm vor. Auch die 250D beansprucht wieder diesen Titel der kleinsten DSLR mit flexiblem Touchscreen. Die Neuigkeiten spielen sich vor allem im Inneren ab: So sind der neue, weiterhin 24 Megapixel auflösende APS-C-Sensor und der Digic-8-Bildprozessor nun in der Lage, Videos in 4K-Auflösung aufzuzeichnen, die 200D musste sich noch mit Full-HD begnügen. Verbesserungen gibt es zudem beim Autofokus.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die Canon EOS 250D ist die kleinste und leichteste DSLR mit dreh- und schwenkbarem Touchscreen. [Foto: CANON INC.]

    Die Canon EOS 250D ist die kleinste und leichteste DSLR mit dreh- und schwenkbarem Touchscreen. [Foto: CANON INC.]

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  • Bild  [Foto: CANON .Inc]
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Dass die Verbesserungen nur den Betrieb im Live-View betreffen, zeigt einmal mehr, dass spiegellose Systeme weiter auf dem Vormarsch sind und noch Entwicklungspotential bieten. Der DSLR-Phasen-Autofokus hingegen muss sich zwar weiterhin mit mageren neun Messfeldern begnügen, die aber nun alle Kreuzsensoren sind (beim Vorgängermodell nur der mittlere). Der Dual-Pixel-CMOS-AF hingegen arbeitet praktisch auf der gesamten Sensorfläche und erkennt nun auch Augen, um bei Foto- und Videoaufnahmen genau auf diese zu fokussieren, was vor allem bei der Verwendung lichtstarker Porträtobjektive von Vorteil ist. So sitzt der Autofokus noch sicherer, wenn man das Livebild verwendet.

Auch die 4K-Videofunktion setzt das Livebild voraus, denn bei Verwendung des Spiegelreflexsuchers wäre der Aufnahmechip "blind". Die 250D kann dabei nicht nur normale Videos aufzeichnen, sondern auch Zeitrafferaufnahmen zusammenstellen oder aber Einzelbilder mit etwa 8,3 Megapixeln Auflösung aus 4K-Videos extrahieren. Des Weiteren ist dank des dreh- und schwenkbaren Touchscreens auch das sogenannte Vlogging (Video Blogging) kein Problem, genauso wie Foto-Selfies. Auf den Dual-Pixel-CMOS-Autofokus muss man bei 4K-Auflösung allerdings verzichten, er funktioniert nur bei Full-HD-Videoauflösung. Bei 4K-Videos muss man sich mit dem Kontrastautofokus begnügen.

  • Bild  [Foto: Canon]
  • Bild  [Foto: Canon]
  • Bild  [Foto: CANON INC.]

Um Einsteigern Aufnahmen zu erleichtern, gibt die kleine EOS dem Fotografen zudem auf Wunsch Tipps auf dem Bildschirm. Wer möchte, kann seine Kreativität mit Einstellung von Blende, ISO-Empfindlichkeit und Belichtungszeit entfalten, aber auch digitale Filterfunktionen, Farbeffekte und vieles mehr werden angeboten.

Des Weiteren bringt der leistungsfähigere Bildprozessor Digic 8 den DLO mit. Der Digital Lens Optimizer kann optische Fehler des angesetzten Objektivs verringern. Wie schon das Vorgängermodell 200D verfügt auch die 250D über WLAN und Bluetooth, um sich mit Smartphones, Tablets oder Computern zu verbinden. Damit lassen sich Fotos unterwegs übertragen und beispielsweise in sozialen Netzwerken teilen oder in die Cloud hochladen. Aber auch eine Fernsteuerung ist via App samt Livebildanzeige auf dem Smartphone oder Tablet möglich.

  • Bild  [Foto: Canon]
  • Bild  [Foto: Canon]
  • Bild  [Foto: Canon]

Ab Ende April 2019 soll die Canon EOS 250D in den Farben Schwarz, Silber und Weiß in verschiedenen Kits im Handel erhältlich sein. Die nackte Kamera soll in schwarz knapp 550 Euro kosten. Mit dem Setobjektiv EF-S 18-55 IS STM kommen 100 Euro drauf, dann kann man zwischen der schwarzen Kamera mit schwarzem Objektiv oder der silbernen oder weißen Kamera jeweils mit silbernem Objektiv wählen. Mit dem EF-S 18-135mm IS liegt der Preis bei 1.050 Euro, das Set ist wie das alleinige Gehäuse nur in schwarz erhältlich.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.