Hobby-APS-C-DSLR

Canon EOS 850D vorgestellt

2020-02-13 Mit der EOS 850 stellt Canon eine neue Hobby-DSLR mit 24 Megapixel auflösendem APS-C-Sensor vor. Sie verfügt über einen AF-System mit 45 Messfelder sowie Augenerkennung im Live-View. 4K-Videos nimmt sie mit maximal 30 Bildern pro Sekunde und Kontrast-AF auf, der Hybrid-Autofokus "Dual Pixel CMOS AF" bleibt der Full-HD-Videofunktion mit maximal 60 Bildern pro Sekunde vorbehalten.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die Canon EOS 850D ist mit einem leistungsfähigen 45-Punkt-Phasen-AF in Kombination mit einem 220.000 RGB-Pixel Belichtungsmesser und Digic 8 Bildprozessor ausgestattet, um Sport- und Wildlife-Motive bei 7 Bildern pro Sekunde im Fokus halten zu können. [Foto: Canon]

    Die Canon EOS 850D ist mit einem leistungsfähigen 45-Punkt-Phasen-AF in Kombination mit einem 220.000 RGB-Pixel Belichtungsmesser und Digic 8 Bildprozessor ausgestattet, um Sport- und Wildlife-Motive bei 7 Bildern pro Sekunde im Fokus halten zu können. [Foto: Canon]

Dank des neuen Belichtungsmessers mit 220.000 Bildpunkten statt der 7.560 Bildpunkte des Vorgängermodells EOS 800D und des leistungsfähigeren Bildprozessors Digic 8 kann die EOS 850D bewegte Motive besser verfolgen und bei bis zu sieben Serienbildern pro Sekunde den Autofokus nachführen. Eine Gesichtserkennung und -Verfolgung ist ebenfalls durch die hohe Auflösung möglich. Damit bringt Canon ehemalige Flaggschifftechnologie in seine gehobene Einsteiger- beziehungsweise Hobbyklasse, so dass die 850D sich auch gut für Sport- und Wildlife-Aufnahmen eignet. Die Unterstützung des komprimierten cRAW-Formats führt zudem dazu, dass 75 statt 40 Serienbilder in Raw am Stück aufgenommen werden können.

Während der Phasen-Autofokus im Suchermodus mit 45 Kreuzsensoren arbeitet, kommt im Live-View-Modus der Hybrid-Autofokus mit der Technologie Dual Pixel CMOS AF zum Einsatz. Dieser bietet im Automatikmodus 143 Messpunkte, im manuellen dagegen sogar 3.975. Der Fokuspunkt kann einfach über den 7,5 Zentimeter großen, schwenk- und drehbaren sowie 1,04 Millionen Bildpunkte auflösenden Touchscreen gesetzt werden. Zudem gibt es hier neben einer Gesichts- auch eine Augenerkennung.

Der verwendete APS-C-CMOS-Sensor mit seinen 24 Megapixeln Auflösung hat allerdings eine Einschränkung beim Dual Pixel CMOS AF: Bei Videoaufnahmen arbeitet er nur bis maximal Full-HD-Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde. Möchte man 4K-Videos aufnehmen, was mit wahlweise 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde möglich ist, steht nur der Kontrast-Autofokus zur Verfügung, der tendenziell mehr zum Pumpen neigt als ein Hybrid-Autofokus. Von der Videoauflösung unabhängig ist hingegen der digitale 5-Achsen-Bildstabilisator, der für ruhige Videoaufnahmen auch aus der Hand sorgen soll. Durch zollrechtliche Bestimmungen ist die Videoaufnahme wie üblich auf knapp unter 30 Minuten beschränkt.

  • Bild Die Canon EOS 850D besitzt einen flexibel schwenk- und drehbaren Touchscreen mit einer Diagonale von 7,5 Zentimetern. Der Spiegelreflexsucher zeigt bei einer kleinbildäquivalenten 0,54-fachen Vergrößerung 95 Prozent des Bildfelds. [Foto: Canon]

    Die Canon EOS 850D besitzt einen flexibel schwenk- und drehbaren Touchscreen mit einer Diagonale von 7,5 Zentimetern. Der Spiegelreflexsucher zeigt bei einer kleinbildäquivalenten 0,54-fachen Vergrößerung 95 Prozent des Bildfelds. [Foto: Canon]

  • Bild Auf den Hybrid-Autofokus Dual Pixel CMOS AF können Videografen bei der Canon EOS 850D nur bis Full-HD-Auflösung zurückgreifen, bei 4K-Auflösung steht nur ein Kontrast-AF zur Verfügung. [Foto: Canon]

    Auf den Hybrid-Autofokus Dual Pixel CMOS AF können Videografen bei der Canon EOS 850D nur bis Full-HD-Auflösung zurückgreifen, bei 4K-Auflösung steht nur ein Kontrast-AF zur Verfügung. [Foto: Canon]

Der Spiegelreflexsucher der EOS 850D arbeitet mit einem Pentaspiegel und vergrößert 0,87-fach bezogen auf den APS-C-Sensor mit 1,6-fachem Cropfaktor beziehungsweise 0,54-fach im Kleinbildäquivalent. Die Bildfeldabdeckung beträgt 95 Prozent, der Augabstand 19 Millimeter und ein Dioptrienausgleich ist ebenfalls vorhanden. Mit einer Vollautomatik, Motivprogrammen, digitalen Filtereffekten, aber auch der Möglichkeit, die Belichtung halbautomatisch und manuell zu steuern richtet sich die EOS 850D im Prinzip an alle Anwendergruppen, auch zwei Einstellräder für die Belichtungsparameter sind vorhanden.

Drahtlos nimmt die EOS 850D per WLAN und Bluetooth Verbindung zu Smartphones und Tablets, aber auch Computern auf. Darüber lassen sich drahtlos Fotos und Videos übertragen, aber auch eine Fernsteuerung der Kamera via kostenloser App ist mit iOS- und Android-Geräten möglich. Über die Bluetooth-Verbindung lassen sich die per GPS und anderen Ortungssystemen auf einem Smartgerät ermittelten Daten an die Kamera übertragen, die diese wiederum in die EXIF-Daten der Aufnahmen schreibt. Zudem ist die 850D mit dem Aufsteck-GPS GP-E2 kompatibel.

Das SD-Speicherkartenfach der Canon EOS 850D ist zu SDHC und SDXC sowie UHS I kompatibel. Neben einem USB-Hi-Speed-Anschluss gibt es auch eine Mini-HDMI-Buchse sowie einen 3,5 mm Klinken-Mikrofonanschluss. Das Gehäuse der 850D besteht übrigens aus einem glasfaserverstärkten Polykarbonat, das auf einem teilweise aus Aluminium gefertigten Chassis sitzt. Der Lithium-Ionen-Akku reicht unabhängig davon, ob der Sucher oder das Live-View verwendet werden, für 650 Aufnahmen nach CIPA-Standard, wobei die Ausdauer bei 0 Grad Celsius interessanterweise bei der Sucherverwendung leicht steigt, während sie sich im Live-View mehr als halbiert.

  • Bild Die Canon EOS 850D eignet sich dank eines Programmwählrads mit Automatiken sowie halbautomatischen und manuellen Programmen samt zwei Einstellrädern für die Belichtungsparameter für Ein- und Aufsteiger. [Foto: Canon]

    Die Canon EOS 850D eignet sich dank eines Programmwählrads mit Automatiken sowie halbautomatischen und manuellen Programmen samt zwei Einstellrädern für die Belichtungsparameter für Ein- und Aufsteiger. [Foto: Canon]

Ab Ende April 2020 soll die Canon EOS 850D zu einem Preis von knapp 900 Euro ohne Objektiv erhältlich sein. Das zeitgleich auf den Mark kommende Set mit dem EF-S 18-55mm 1:4-5,6 IS STM (3,1-fach-Zoom mit 29-88 mm entsprechend Kleinbild) soll knapp 1.000 Euro kosten.

Die Markteinführung wurde aufgrund der Corona-Pandemie auf Juni 2020 verschoben.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 42, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.