Systemkamera-Neuvorstellung

Fujifilm stellt die spiegellose Systemkamera X-A5 vor

2018-01-31 Fujifilm kündigt mit der X-A5 das Nachfolgemodell seiner spiegellosen Einsteiger-Systemkamera X-A3 an. Mit einer 4K-Videofunktion, Hybridautofokus und einer Bluetooth-Funktion bringt die 24,2 Megapixel auflösende X-A5 einige Neuerungen mit, die ein Einsteiger-Fotograf sicher gut gebrauchen kann. Zudem besitzt sie einen für Selfies um 180 Grad nach oben klappbaren Touchscreen.  (Harm-Diercks Gronewold, Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die Fujifilm X-A5 bietet nicht nur einen integrierten Pop-Up-Blitz, sondern auch einen Systemblitzschuh. [Foto: Fujifilm]

    Die Fujifilm X-A5 bietet nicht nur einen integrierten Pop-Up-Blitz, sondern auch einen Systemblitzschuh. [Foto: Fujifilm]

Obwohl die X-A5 der preisgünstigen Einsteigerklasse angehört, muss der Käufer nicht auf eine gute Ausstattung und hohe Bildqualität verzichten. So kommt ein 24 Megapixel auflösender CMOS-Sensor im APS-C-Format zum Einsatz, der allerdings nicht wie die höherwertigen Modelle über die Fujifilm-exklusive X-Trans-Farbfiltermatrix verfügt, sondern über eine klassische Bayer-Farbfiltermatrix. Dennoch verspricht Fujifilm eine "unerreichte Farbwiedergabe". Anders noch als im Vorgängermodell X-A3, kommt ein Hybrid-Autofokus zum Einsatz, der auf dem Sensor integrierte Phasenmesssensoren mit einem Kontrastautofokus kombiniert und so einen noch zuverlässigeren und schnelleren Autofokus, vor allem bei bewegten Motiven, verspricht. Gegenüber dem Vorgängermodell soll sich die Autofokusgeschwindigkeit sogar verdoppelt haben.

Die Serienbildfunktion erreicht sechs Bilder pro Sekunde, allerdings nur für zehn Bilder in Folge. Hier muss der Einsteiger also Abstriche gegenüber beispielsweise einer X-E3 machen, die acht Serienbilder pro Sekunde erreicht und wesentlich längere Aufnahmeserien bei dieser Geschwindigkeit erlaubt. Verzichten muss der Einsteiger auch auf einen elektronischen Sucher, dafür lässt sich der 7,5 Zentimeter große Touchscreen um bis zu 180 Grad nach oben klappen, was Selfie-Aufnahmen problemlos möglich macht. Außerdem fungiert dann das hintere Einstellrad als Zoomrad, zumindest solange man das neue mitgelieferte Setobjektiv benutzt. Die X-A5 verfügt über ein Moduswahlrad, das neben den klassischen Kreativprogrammen, in denen der Fotograf die Belichtungsparameter wie Blende, ISO-Empfindlichkeit und Verschlusszeit aktiv beeinflussen kann, auch über Motivprogramme sowie eine Motivautomatik verfügt. Diese erkennt die Aufnahmeszene und stellt automatisch das passende Programm ein.

  • Bild Der 7,5 Zentimeter große Touchscreen der Fujifilm X-A5 lässt sich nach oben klappen, für Selfies sogar um bis zu 180 Grad. [Foto: Fujifilm]

    Der 7,5 Zentimeter große Touchscreen der Fujifilm X-A5 lässt sich nach oben klappen, für Selfies sogar um bis zu 180 Grad. [Foto: Fujifilm]

Neben einer Gesichtserkennung verfügt die X-A5 zudem über einen Augen-Autofokus, mit dem Porträts noch besser gelingen sollen. Zudem verfügt die X-A5 über eine dreistufige Hautoptimierung für Porträts und soll Hauttöne besonders schön wiedergeben. Des Weiteren können Fotografen aus elf Filmsimulationsmodi für eine individuelle Farbcharakteristik wählen. Simuliert werden etwa klassische Filme wie Provia, Velvia oder Astia. Außerdem lassen sich die Fotos mit 17 Kreativfiltern aufhübschen, darunter die beiden neue Effekte "Dunst entfernen" und "HDR Kunst" (über eine echte HDR-Funktion mit Kombination unterschiedlich belichteter Fotos scheint die X-A5 wie andere Fujifilm-Modelle nicht zu verfügen).

Dank des neuen Setobjektivs XC 15-45 mm F3.5-5.6 OIS PZ (ausführliche Vorstellung siehe weiterführende Links), das wie die X-A5 besonders leicht ist, wiegt diese Kombination weniger als 500 Gramm. Zudem will Fujifilm trotz des gegenüber dem Vorgängermodell X-A3 1,5-mal so leistungsfähigen Bildprozessors die Akkulaufzeit auf nunmehr 450 Aufnahmen nach CIPA-Standard verbessert haben. Laut Fujifilm ist das ein Rekord in der Einsteigerklasse der spiegellosen Systemkameras. Neben einem hinteren Einstellrad verfügt die X-A5 übrigens über ein eigenes Belichtungskorrekturrad, mit dem sich die Helligkeit der Bilder um +/-5 EV-Stufen korrigieren lässt.

  • Bild Mit ihrem 24-Megapixel-Sensor nimmt die Fujifilm X-A5 sogar 4K-Videos auf. [Foto: Fujifilm]

    Mit ihrem 24-Megapixel-Sensor nimmt die Fujifilm X-A5 sogar 4K-Videos auf. [Foto: Fujifilm]

Für die einfache Bildübertragung auf Smartphones, Tablets und Computer sowie Sofortbilddrucker verfügt die Fujifilm X-A5 nun nicht mehr nur über WLAN, sondern auch energiesparendes Bluetooth. Das ermöglicht nicht nur eine Bildübertragung im Hintergrund, sondern auch die Übertragung der GPS-Positionsdaten vom Smartphone auf die Kamera, sodass die Aufnahmeposition direkt bei der Aufnahme in den EXIF-Daten der Fotos gespeichert wird. Zudem ist eine Fernbedienung der Kamera über eine Smartphone-App möglich.

Neben Fotos ist die Fujifilm X-A5 auch in der Lage, Videoaufnahmen anzufertigen. Die Auflösung steigt zwar von Full-HD des Vorgängermodells nun auf die zeitgemäße 4K-Auflösung, allerdings lässt die Bildrate mit 15 Bildern pro Sekunde zu wünschen übrig. In Full-HD sind hingegen flüssige 60 Bilder pro Sekunde möglich. Immerhin nutzt die X-A5 die 4K-Funktion für Serienaufnahmen mit 15 Bildern pro Sekunde sowie eine Fokus-Stacking-Funktion zur Erweiterung der Schärfentiefe.

Bereits im Februar 2018 soll die Fujifilm A-A5 in der Farbe Silber-Schwarz zu einem Preis von knapp 600 Euro erhältlich sein. Das neue Motorzoom-Objektiv XC 15-45 mm F3.5-5.6 OIS PZ befindet sich im Lieferumfang.

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Autoren

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 40, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.

 

Harm-Diercks Gronewold

Harm-Diercks Gronewold, 47, ist gelernter Fotokaufmann und hat etliche Jahre im Fotofachhandel gearbeitet, bevor er 2005 in die digitalkamera.de-Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Produktdatenbanken, Bildbearbeitung, Fototipps sowie die Berichterstattung über Software und Zubehör. Er ist es auch, der meistens vor der Kamera in unseren Videos zu sehen ist und die Produkte vorführt.

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