Canon´sche Zellteilung

Canon präsentiert PowerShot A560, A570 IS und Digital Ixus 70, 75

2007-02-22 Wie man aus zwei noch einigermaßen rezenten Kameras gleich vier neue Modelle macht, zeigt Canon am Beispiel der heutigen Produktankündigungen im Kompaktkamerabereich. Das Resultat dieser "Zellteilung" sind die PowerShot A560, die PowerShot A570 IS, die Digital Ixus 70 und die Digital Ixus 75, die alle das DiGIC-III-"Gen" in sich tragen. Damit lernen die kleinen Canons sozusagen die Grundlagen der Physiognomie, denn sie können nun die Gesichter von Personen vor der Kamera erkennen und stellen die Belichtung und Schärfe darauf ein.  (Yvan Boeres)

Die beiden PowerShot-Modelle A560 und A570 IS bauen dabei auf der erst vor einigen Monaten (Januar 2007) vorgestellten PowerShot A550 auf. Wer deren Präsentation auf unseren Seiten damals verpasst hat, dem sei verraten, dass es sich bei diesem PowerShot-Modell im Groben um eine 7,1-Megapixel-Kamera mit Vierfachzoom-Optik (35-140 mm/F2,6-5,5 entspr. KB), 9-Punkt-Autofokus, Serienbildmodus (1,7 Bilder/s), 5cm-Bildschirm, optischem Sucher, Steckplatz für SD/SDHC/MMC-Karten, konventioneller Stromversorgung (zwei AA/Mignon-Zellen), u. a. Mehrfeldmessung, 16:9-Formateinstellung und speziellem Modus zur automatischen Anwahl hoher Empfindlichkeiten (bis entspr. ISO 800) handelt. Was sie sonst noch alles kann und hat, lässt sich in unserer Meldung vom 18. Januar 2007 (siehe weiterführende Links) nachlesen. Ihr folgt nun die PowerShot A560, die – basierend auf denselben Grundeigenschaften bzw. Eckdaten – mit einem größeren Bildschirm (2,5"/6,3 cm) und einem schnelleren Signalprozessor ausgestattet wurde. Wie bei anderen PowerShot- und Digital-Ixus-Modellen hält mit dem neuen DiGIC-III-Prozessor die Gesichtserkennung (zur Unterstützung von Belichtung und Scharfstellung) Einzug bei Canon. Weitere Begleiterscheinungen des schnellen Chips: die elektronische Erkennung und Retusche roter Augen, eine effektivere Signalverstärkung (für Lichtempfindlichkeitsstufenäquivalente von bis zu ISO 1.600 bei der A560) und eine Erhöhung der Speichergrenze im Videomodus von 1 auf 4 Gigabyte. Ansonsten unterscheidet sich die A560 nur noch durch ein zusätzliches Motivprogramm (Aquarium) und natürlich auch durch den Preis von der A550. Kommen dann noch ein eingebauter optischer Bildstabilisator, manuelle Eingriffsmöglichkeiten (Zeit- und Blendenautomatik, manuelle Belichtungssteuerung), die Tauglichkeit für Unterwasseraufnahmen (dank entsprechendem Motivprogramm und optional erhältlichem Schutzgehäuse) sowie die Anschlussmöglichkeit für optisches Zubehör (Filter, Nahlinsen, Konverter) dazu, hat man die geringfügig größere und 10 Gramm schwerere A570 IS beschrieben. Wegen des Stabilisators verbraucht die A570 IS ein bisschen mehr Strom als die A560 und kann dann "nur" noch 120 bis 400 Bilder (je nach verwendetem Batterie-/Akkutyp) mit eingeschaltetem Bildschirm machen; ansonsten ist die A570 IS mit der A560 identisch. Trotz weitgehender Ähnlichkeiten halten wir natürlich für die PowerShot-Neuheiten einzelne digitalkamera.de-Datenblätter mit weiteren Details zu Technik, Funktion und Ausstattung der Kameras bereit. Die Canon PowerShot A560 und A570 IS kommen Mitte März (2007) mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 255 EUR (A560) bzw. 308 EUR (A570 IS) auf den Markt. 

Canon PowerShot A570 IS [Foto: Canon Deutschland]     Canon PowerShot A560 [Foto: Canon Deutschland]

Wer wissen will, auf welche Kamera die beiden anderen Canon-Neuheiten Digital Ixus 70 (UVP: ca. 307 EUR) und Digital Ixus 75 (UVP: ca. 338 EUR) zurückgehen, soll sich einmal die Digital Ixus 65 ansehen, die vor einem Jahr – fast auf den Tag genau – offiziell vorgestellt wurde. Damals konnte man in unserer Meldung (siehe weiterführende Links) nachlesen, dass diese Kamera u. a. der 6-Megapixel-Klasse angehört, im zigarettenschachtelgroßen Gehäuse eine Dreifachzoom-Optik (35-105 mm/F2,8-4,9 entspr. KB) und einen DiGIC-II-Prozessor integriert, sich mit einem Lithiumionenakku mit Strom versorgt, ihre Bilder auf einem 7,6cm-Bildschirm (3"-TFT-LCD mit 173.000 Bildpunkten) anzeigt und SD/MMC-Karten als Speichermedium verwendet. Je nachdem, ob man nun zugunsten eines optischen Suchers auf ein bisschen Bildschirmfläche verzichtet oder nicht, wird aus ihr die Digital Ixus 70 oder die Digital Ixus 75, die sich beide rein äußerlich gar nicht ähnlich sehen. Während die Digital Ixus 70 mit ihrem Sucher und ihrem 2,5"-LCD (= 6,3 cm) vom Design her an sehr frühe Digital-Ixus-Kameras erinnert, besitzt die Digital Ixus 75 (3"-LCD, kein optischer Sucher) die Züge jüngster Digital-Ixus-Modelle. Die beiden neuen Edelminis von Canon wurden natürlich technisch aufgewertet. Mit an Bord ist ein DiGIC-III-Prozessor neuester Generation mit allen damit verbundenen Errungenschaften (Gesichtserkennung, Signalverstärkung bis entspr. ISO 1.600, leicht leistungsfähigerer Videomodus, elektronische Erkennung und Retusche roter Augen); von ihrer Vorgängerin unterscheiden sich die beiden 70er-Modelle sonst noch durch den auflösungsstärkeren 7,4-Megapixel-Sensor (7,1 MP netto), den etwas langsameren Serienbildmodus (1,7 Bilder/s), die Unterstützung von SDHC-Karten, das Aquarium-Motivprogramm und die Kompatibilität mit dem z. B. von Windows Vista favorisierten MTP-Bildübertragungsprotokoll. Die Digital Ixus 70 und 75 bleiben trotz unterschiedlichen Aussehens übrigens unterwassertauglich – wenn auch mit neuem Unterwassergehäuse aus dem Zubehörprogramm. Weitere Details zu Technik, Funktion und Ausstattung der beiden Canon-Neuheiten liefern die jeweiligen digitalkamera.de-Datenblätter (siehe weiterführende Links), und wer sich näher für sie interessiert, findet sie auch ab Mitte März (2007) im Handel.

  Canon Digital Ixus 75 [Foto: Canon Deutschland]
  Canon Digital Ixus 70 [Foto: Canon Deutschland]

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