Jetzt mit 4K-Video und neuestem Bildprozessor

Canon EOS M200 für den kompakten und preiswerten spiegellosen Einstieg

2019-09-25 Mit der EOS M200 bringt Canon seine spiegellose Einsteigerserie weitgehend auf den aktuellen technischen Stand. So verfügt sie über den Bildprozessor Digic 8 sowie einen 24 Megapixel auflösenden APS-C-Sensor mit Dual Pixel CMOS AF und 4K-Videofunktion. Auch ein um 180 Grad nach oben kippbarer Touchscreen, eine Gesichts- und Augenerkennung sowie WLAN und Bluetooth sind mit an Bord. Die laut Canon intuitive Bedienoberfläche soll Einsteigern mit Tipps und Tricks dabei helfen, die besten Aufnahmeergebnisse zu erzielen.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die neue Einsteiger-DSLM Canon EOS M200, hier mit dem Setobjektiv EF-M 15-45 mm, ist äußerst kompakt und leicht. [Foto: Canon]

    Die neue Einsteiger-DSLM Canon EOS M200, hier mit dem Setobjektiv EF-M 15-45 mm, ist äußerst kompakt und leicht. [Foto: Canon]

Mit Abmessungen von lediglich 10,8 mal 6,7 mal 3,5 Zentimeter und einem dank des leichten Polykarbonatgehäuses betriebsbereiten Gewicht von knapp unter 300 Gramm fällt die Canon EOS M200 äußerst kompakt und leicht aus. Das Objektiv kommt natürlich noch dazu. Angeboten wird die Kamera nur im Kit mit einem 15-45mm-Zoom, besonders kompakt wird sie aber mit der separat erhältlichen 22mm-Pancake-Festbrennweite.

Herzstück der M200 ist der neue APS-C-Sensor mit effektiv 24 Megapixeln Auflösung. Er bietet einen Dual Pixel CMOS AF (Hybrid-Autofokus) samt Gesichts- und Augenerkennung. Die Empfindlichkeit reicht bis -4 LW herunter, der AF soll also auch noch in ziemlich dunklen Umgebungen funktionieren, laut Canons Pressemitteilung beispielsweise bei einer Party, einem Festival oder einem Konzert. Während 4K-Videoaufnahmen arbeitet allerdings lediglich der Kontrastautofokus, das heißt beim Sensor handelt es sich nicht um das aktuelle Modell aus der EOS M6 Mark II oder EOS 90D. Dank der maximalen Empfindlichkeit von ISO 25.600 ohne und ISO 51.200 mit Erweiterung sollen auch in dunkleren Umgebungen noch Fotos möglich sein. Dem Sensor zur Seite steht der aktuelle Bildprozessor Digic 8, der dank seiner Rechenleistung auch in der Lage ist, Objektivfehler zu korrigieren.

  • Bild Der APS-C-Sensor der Canon EOS M200 löst 24 Megapixel bei Fotos und 4K bei Videos auf. [Foto: Canon]

    Der APS-C-Sensor der Canon EOS M200 löst 24 Megapixel bei Fotos und 4K bei Videos auf. [Foto: Canon]

  • Bild Die Rückseite der Canon EOS M200 wird fast komplett vom nach oben kippbaren Touchscreen eingenommen. Bedienelemente gibt es dagegen nur wenige. [Foto: Canon]

    Die Rückseite der Canon EOS M200 wird fast komplett vom nach oben kippbaren Touchscreen eingenommen. Bedienelemente gibt es dagegen nur wenige. [Foto: Canon]

Fast die gesamte Rückseite wird vom 7,5 Zentimeter großen LCD-Touchscreen eingenommen. Die Auflösung liegt bei unspektakulären, aber ausreichenden 1,04 Millionen Bildpunkten. Er lässt sich um 180 Grad nach oben klappen und eignet sich damit auch für bodennahe sowie Selfie-Aufnahmen und Vlogger. Für letztere gibt es nun eine Videoaufnahmetaste auf dem Touchscreen. Wer möchte, kann sogar Hochformatvideos zum Anschauen auf Smartphones aufzeichnen, einen Mikrofonanschluss gibt es hingegen nicht.

Apropos Anschlüsse: Auch einen Blitzschuh sucht man in Canons Einsteigerklasse vergeblich, lediglich ein integrierter Pop-Up-Blitz mit einer Leitzahl von nur fünf ist verbaut. Des Weiteren gibt es eine USB- und eine HDMI-Schnittstelle, jeweils in der Micro-Version. Eine USB-Ladefunktion gibt es hingegen nicht. Der für ca. 315 Aufnahmen reichende Lithium-Ionen-Akku wird extern in der mitgelieferten Ladeschale gefüllt. Immerhin können über die HDMI-Schnittstelle Raw-Aufnahmen in HDR auf einem Fernseher wiedergegeben werden.

  • Bild Auch auf der Oberseite bietet die Canon EOS M200 nur wenige Bedienelemente. Statt eines Programmwählrads gibt es nur einen einfachen Foto-Video-Automatik-Wähler. [Foto: Canon]

    Auch auf der Oberseite bietet die Canon EOS M200 nur wenige Bedienelemente. Statt eines Programmwählrads gibt es nur einen einfachen Foto-Video-Automatik-Wähler. [Foto: Canon]

Die 4K-Videofunktion arbeitet wahlweise mit 24 oder 25 Bildern pro Sekunde, die Aufnahmelänge ist auf knapp unter 30 Minuten am Stück begrenzt. Der Akku soll für maximal 90 Minuten Videoaufzeichnung reichen. In Full-HD sind 120 Bilder pro Sekunde für Zeitlupeneffekte möglich, auch eine Zeitraffer-Videofunktion ist an Bord. Zudem lässt sich bei Videoaufnahmen ein digitaler Bildstabilisator aktivieren, der mit einem optischen Bildstabilisator im Objektiv kombiniert werden kann. Das SD-Speicherkartenfach ist zu SDHC, SDXC und UHS I kompatibel.

Die EOS M200 bietet eine Vollautomatikfunktion samt Motiv- und Gesichts- sowie Augenerkennung. Zudem soll es die einfache Bedienoberfläche erlauben, auch ohne Kenntnisse der technischen Zusammenhänge die Hintergrundunschärfe zu wählen. Mit zusätzlichen Tipps und Tricks soll die Kamera Einsteigern helfen, bessere Fotos aufzunehmen. Aber auch eine halbautomatische sowie manuelle Steuerung der Kamera ist möglich.

  • Bild Die Canon EOS M200 soll nicht nur in Schwarz erhältlich sein, sondern auch in Weiß. Mit dem separat erhältlichen EF-M 22 mm ergibt sich eine besonders kompakte Kombination. [Foto: Canon]

    Die Canon EOS M200 soll nicht nur in Schwarz erhältlich sein, sondern auch in Weiß. Mit dem separat erhältlichen EF-M 22 mm ergibt sich eine besonders kompakte Kombination. [Foto: Canon]

Dank WLAN und Bluetooth kann die EOS M200 drahtlos mit Smartphones, Tablets und Computern kommunizieren und Bilder übertragen. Aber auch eine Fernsteuerung via App ist samt Livebildanzeige möglich. Ab Oktober 2019 soll die Canon EOS M200 im Set mit dem EF-M 15-45 mm F3.5-6.3 IS STM zu einem Preis von knapp 600 Euro erhältlich sein. Beim Gehäuse hat der Käufer die Wahl zwischen den Farben Schwarz und Weiß.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.