Lichtstarke Vollformat-Festbrennweite

Zeiss Milvus 1.4/35 für DSLRs von Canon und Nikon

2017-06-21 Mit dem 1.4/35 ergänzt Zeiss seine Milvus-Objektivfamilie mit Anschlüssen für DSLRs von Canon und Nikon, sodass nunmehr zehn Festbrennweiten von 15 bis 135 Millimeter im Angebot sind. Somit sind mit einer Anfangsöffnung von F1,4 nunmehr nicht nur ein 50 und ein 85 Millimeter dabei, sondern auch eine 35 mm Reportagebrennweite, die es bisher nur mit F2 gab. Wie bei der gesamten Serie muss auch das Milvus 1.4/35 manuell fokussiert werden.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Für ein Weitwinkelobjektiv baut das Zeiss Milvus 1.4/35 mm ungewöhnlich lang, dafür verspricht Zeiss eine exzellente Bildqualität bereits bei Offenblende sowie ein cremiges Bokeh. [Foto: Zeiss]

    Für ein Weitwinkelobjektiv baut das Zeiss Milvus 1.4/35 mm ungewöhnlich lang, dafür verspricht Zeiss eine exzellente Bildqualität bereits bei Offenblende sowie ein cremiges Bokeh. [Foto: Zeiss]

Das Milvus 1.4/35 baut auf einem völlig neuen Optikdesign auf, das wiederum auf dem Distagon-Design beruht. Die Konstruktion setzt sich aus 14 Elementen zusammen, die in elf Gruppen aufgeteilt sind. Darunter befinden sich eine asphärische sowie gleich fünf Linsen aus Sonderglas mit anomaler Teildispersion. Das Objektiv ist laut Zeiss zukunftssicher auf Kameras mit sehr hochauflösenden Sensoren gerechnet, um eine höchste Bildqualität zu gewährleisten. Der manuelle Fokus basiert auf einem Floating-Elements-Design, was für eine gleichbleibende Bildqualität von der Naheinstellgrenze (30 Zentimeter) bis unendlich sorgen soll. Das Objektiv fällt für ein Weitwinkel ungewöhnlich lang aus, bei einem Durchmesser von 8,5 Zentimetern misst es 12,6 Zentimeter in der Länge und wiegt fast 1,2 Kilogramm. Der Aufnahmeabstand beträgt dadurch an der Naheinstellgrenze lediglich 14 Zentimeter, womit ein maximaler Abbildungsmaßstab von 1:4,6 erreicht wird.

Dank der großen Anfangsöffnung von F1,4 eignet sich das 35er Milvus wunderbar für die Available-Light-Fotografie und zum Freistellen des Hauptmotivs vor einem unscharfen Hintergrund. Zeiss verspricht ein sehr cremiges Bokeh. Auch gegen Streulicht soll das Objektiv äußerst resistent sein, nicht zuletzt aufgrund der T*-Vergütung. Eine Streulichtblende, die sich perfekt in das Design einpasst, gehört zum Lieferumfang. Die robuste Konstruktion besteht aus Metall, auch gegen Staub und Spritzwasser ist das Objektiv abgedichtet. Das 72 mm Filtergewinde erlaubt den Anschluss von optischem Zubehör. Ab Juli 2017 soll das Zeiss Milvus 1.4/35 zu einem Preis von knapp 2.000 Euro wahlweise mit Canon-EF- oder Nikon-F-Anschluss erhältlich sein.

Hersteller Zeiss
Modell Milvus 1.4/35
Preis (UVP) 1.999,00 EUR
Bajonettanschluss
Canon EF
Nikon F
Brennweite 35,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F1,4
Kleinste Blendenöffnung F16
KB-Vollformat ja
Linsensystem 14 Linsen in 11 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
Naheinstellgrenze 300 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden nein
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 72 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 85 x 125 mm
Objektivgewicht 1.131 g

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Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 39, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.