Erweiterung um eine lichtstarke Tele-Brennweite

Neues DSLR-Objektiv Zeiss Otus 1.4/100 mm für höchste Ansprüche

2019-04-24 Mit dem Otus 1.4/100 mm erweitert Zeiss seine Edel-Festbrennweitenserie für DSLRs von Canon und Nikon um ein lichtstarkes Teleobjektiv. Fokussiert wird wie üblich manuell, wofür der mechanische Fokusring eine lange Übersetzung besitzt. Elektronische Komponenten sind aber auch vorhanden, die Daten an die jeweilige Kamera weitergeben und für die volle Kompatibilität zu Canon-EOS- und Nikon-DSLRs sorgen. Die Ausführung der optischen und mechanischen Qualität nach höchsten Standards hat aber wie immer seinen Preis.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild In der Nikon-Variante besitzt das Zeiss Otus 1.4/100 mm einen Blendenring. [Foto: Zeiss]

    In der Nikon-Variante besitzt das Zeiss Otus 1.4/100 mm einen Blendenring. [Foto: Zeiss]

  • Bild Das Zeiss Otus 1.4/100 mm besitzt ein robustes Vollmetallgehäuse und eine manuelle Innenfokussierung. [Foto: Zeiss]

    Das Zeiss Otus 1.4/100 mm besitzt ein robustes Vollmetallgehäuse und eine manuelle Innenfokussierung. [Foto: Zeiss]

Bei der Otus-Familie verspricht Zeiss höchste Qualität ohne Kompromisse. So soll auch die neue Telebrennweite in jeder Aufnahmesituation eine hohe Auflösung und Schärfe selbst bei Offenblende liefern (unsere Tests der bisherigen Otus-Objektive mit 28, 55 und 85 mm, je mit F1,4, sind in den weiterführenden Links zu finden). Die hohe Schärfe und die große Blendenöffnung (neun Lamellen) mit dem weichen Bokeh sollen für eine Bildqualität auf Mittelformatniveau mit dem typischen Pop-Out-3D-Effekt sorgen. Die optische Konstruktion des Otus 1.4/100 mm besteht aus 14 Linsen, die in elf Gruppen angeordnet sind. Asphärische Linsen, Sondergläser und ein Apochromat sollen Bildfehler wie Farblängs- und Querfehler, Verzeichnung und Randabdunklung auf ein Minimum reduzieren.

  • Bild Die Zeiss Otus Familie besteht nun (von links nach rechts) aus den vier Objektiven 1.4/28, 1.4/55, 1.4/85 und dem neuen 1.4/100. [Foto: Zeiss]

    Die Zeiss Otus Familie besteht nun (von links nach rechts) aus den vier Objektiven 1.4/28, 1.4/55, 1.4/85 und dem neuen 1.4/100. [Foto: Zeiss]

Außerdem kommt die T*-Vergütung für eine hohe Transmission und geringe Reflexionen zum Einsatz, die von einer speziellen Konstruktion mit geschwärzten Linsenrädern gegen Streulicht unterstützt wird. Eine zum Objektiv passende Gegenlichtblende gehört selbstverständlich zum Lieferumfang. Das stabile Vollmetallgehäuse und die Innenfokussierung mit einem langen Drehwinkel des Fokusrings und einer leichtgängigen Mechanik sollen für eine perfekte Balance sorgen. Die minimale Fokusdistanz liegt bei einem Meter, was einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:8,6 erlaubt. Ab sofort soll das Zeiss Otus 1.4/100 mm für 4.500 Euro wahlweise mit Canon-EF- oder Nikon-F-Anschluss erhältlich sein, wobei die Nikon-Variante zusätzlich einen mechanischen Blendenring (mit Automatikstellung) bietet.

Hersteller Zeiss
Modell Otus 1.4/100 mm
Unverbindliche Preisempfehlung 4.500,00 €
Bajonettanschluss Canon EF, Nikon F
Brennweite 100,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F1,4
Kleinste Blendenöffnung F16
KB-Vollformat ja
Linsensystem 14 Linsen in 11 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
Anzahl Blendenlamellen 9
Naheinstellgrenze 100 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden nein
Wasser-/Staubschutz nein
Filtergewinde 86 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 101 x 127 mm
Objektivgewicht 1.336 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 44, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.