Spiegellose für Einsteiger

Canon EOS M10 mit neuem 15-45mm-Setobjektiv vorgestellt

2015-10-13 Mit der neuen, 18 Megapixel auflösenden EOS M10 will Canon einen preiswerten Einstieg ins spiegellose EOS-Kamerasystem bieten. Für knapp 500 Euro gibt's eine 18 Megapixel auflösende APS-C-Kamera mit 49-Punkt-Hybrid-Autofokus samt ebenfalls neuem 15-45mm-Setobjektiv. Das EF-M 15-45mm 1:3,5-6,3 IS STM fällt dank Ausfahrmechanismus besonders kompakt aus und bietet neben einer weitwinkelstarken kleinbildäquivalenten Brennweite von 24 bis 72 Millimeter einen optischen Bildstabilisator.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die neue Canon EOS M10 richtet sich vor allem an Einsteiger, die eine Alternative zur Smartphone-Fotografie suchen. Sie ist nur zusammen mit dem Setobjektiv EF-M 15-45 mm STM erhältlich. [Foto: Canon]

    Die neue Canon EOS M10 richtet sich vor allem an Einsteiger, die eine Alternative zur Smartphone-Fotografie suchen. Sie ist nur zusammen mit dem Setobjektiv EF-M 15-45 mm STM erhältlich. [Foto: Canon]

  • Bild 18 Megapixel löst der große APS-C-Bildsensor der Canon EOS M10 auf. Ein integrierter 49-Punkt-Hybrid-AF soll für eine schnelle, auch kontinuierliche Fokussierung sorgen. [Foto: Canon]

    18 Megapixel löst der große APS-C-Bildsensor der Canon EOS M10 auf. Ein integrierter 49-Punkt-Hybrid-AF soll für eine schnelle, auch kontinuierliche Fokussierung sorgen. [Foto: Canon]

  • Bild Canon setzt bei der EOS M10 auf reduzierte Bedienelemente und bietet stattdessen einen Touchscreen mit individualisierbarem Menü. [Foto: Canon]

    Canon setzt bei der EOS M10 auf reduzierte Bedienelemente und bietet stattdessen einen Touchscreen mit individualisierbarem Menü. [Foto: Canon]

  • Bild Weder einen Sucher- noch einen Blitzanschluss bietet die Canon EOS M10. Immerhin ist ein Stativgewinde vorhanden, und es sitzt sogar in der optischen Achse. [Foto: Canon]

    Weder einen Sucher- noch einen Blitzanschluss bietet die Canon EOS M10. Immerhin ist ein Stativgewinde vorhanden, und es sitzt sogar in der optischen Achse. [Foto: Canon]

Mit 18 Megapixeln löst der APS-C-Sensor (Crop-Faktor 1,6) etwas geringer auf als in der EOS M3, bietet aber gegenüber dem nicht mehr erhältlichen Ursprungsmodell EOS M einen verbesserten Hybrid-Autofokus mit 49 Messpunkten. Der Hybrid CMOS AF II setzt auf eine Kombination aus Phasenerkennung direkt auf dem Sensor für die grobe Fokusvoreinstellung und Kontrastautofokus, ebenfalls auf dem Sensor, zur Feinjustage. Damit soll auch während Full-HD-Videodrehs ein kontinuierlicher Autofokus zur Verfügung stehen. Mit dem Digic-6-Bildprozessor soll die M10 schnelle Reaktionszeiten sowie eine beeindruckende Bildqualität als Alternative zum Smartphone bieten, so Canon sinngemäß. Passend dazu lässt sich das rückwärtige Display für Selfies um 180 Grad nach oben klappen – der passende Selfie-Aufnahmemodus wird dabei automatisch aktiviert. Das Display bietet eine Auflösung von 1,04 Millionen Bildpunkten, ein Sucher hingegen lässt sich genauso wenig anschließen wie ein externes Blitzgerät. Immerhin bietet die Canon einen integrierten Pop-Up-Blitz.

Die EOS M10 beherrscht aber auch halbautomatische und manuelle Belichtung, sodass der Fotograf auf Wunsch aktiv Einfluss auf die Aufnahmeparameter nehmen kann. Der Kreativ-Assistent soll dabei weniger erfahrenen Anwendern helfen, die manuelle Steuerung zu meistern. Bei der Bedienung setzt Canon auf Minimalismus: Es gibt nur wenige Bedienelemente, dafür handelt es sich bei dem Bildschirm um einen Touchscreen. Ein individuell programmierbares Menü soll die Anpassung an die eigenen fotografischen Vorzüge ermöglichen. Wie es sich für eine "Alternative zum Smartphone" gehört, sind WLAN und NFC verbaut. Damit lassen sich die aufgenommenen Fotos kabellos übertragen und via Smartphone in den sozialen Netzwerken teilen. Die passende App "EOS Canon Camera Connect" ermöglicht zudem die Fernbedienung der Kamera inklusive Livebildübertragung und manueller Steuerung.

  • Bild Dank Einfahrmechanismus fällt das neue Setobjektiv Canon EF-M 15-45 mm 3.5-6.3 IS STM beim Transport besonders klein aus. [Foto: Canon]

    Dank Einfahrmechanismus fällt das neue Setobjektiv Canon EF-M 15-45 mm 3.5-6.3 IS STM beim Transport besonders klein aus. [Foto: Canon]

  • Bild Das 130 Gramm leichte Canon EF-M 15-45 mm 3.5-6.3 IS STM ist mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet. [Foto: Canon]

    Das 130 Gramm leichte Canon EF-M 15-45 mm 3.5-6.3 IS STM ist mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet. [Foto: Canon]

Das neue Setobjektiv EF-M 15-45mm 1:3,5-6,3 IS STM fällt mit 61 mal 45 Millimetern sehr kompakt aus. Dafür sorgt der mechanische Einzugsmechanismus, der das Objektiv zum Transport zusammenfaltet. Zudem fällt es mit 130 Gramm kaum ins Gewicht. Mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite an der M10 von 24 bis 72 Millimetern bietet es für ein Setobjektiv ungewöhnlich viel Weitwinkel, auch an einen Bildstabilisator hat Canon gedacht. Drei asphärische Linsen sollen für eine hohe Abbildungsqualität sorgen, der STM-Fokusmotor ermöglicht eine nahezu geräuschlose Schärfenachführung.

Die Canon EOS M10 ist nur im Set mit dem neuen EF-M 15-45mm 1:3,5-6,3 IS STM erhältlich. Im November 2015 soll das Set zu einem Preis von knapp 500 Euro auf den Markt kommen. Dabei gibt es die Kamera wahlweise in Schwarz oder in Weiß-Silber, das Objektiv ist passend dazu schwarz beziehungsweise silbern.

Hersteller Canon
Modell EF-M 15-45 mm 3.5-6.3 IS STM
Preis (UVP) 315,00 EUR
Bajonett Canon EF-M
Brennweitenbereich 15-45 mm
Lichtstärke (größte Blende) F3,5 bis F6,3
Kleinste Blendenöffnung F40
Linsensystem 10 Linsen in 9 Gruppen
KB-Vollformat nein
Anzahl Blendenlamellen 7
Naheinstellgrenze k. A.
Bildstabilisator vorhanden ja
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz nein
Filtergewinde 49 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 61 x 45 mm
Objektivgewicht 130 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.