Weniger ist mehr

Panasonic kündigt Lumix DMC-TZ71 und TZ58 an

2015-01-05 2015 möchte Panasonic sich im Sinne von "Klasse statt Masse" auf die wichtigen Produkte konzentrieren und Alleinstellungsmerkmale herausarbeiten. Das neue Spitzenmodell heißt TZ71 und zoomt weiterhin im 34 Millimeter schlanken Gehäuse 30-fach von umgerechnet 24 bis 720 Millimeter. Die Auflösung hingegen sinkt von 18 auf 12 Megapixel, damit die Bilder rauschärmer werden. Beim Sucher dagegen steigt die Auflösung auf ein vernünftiges Maß. Bei der neuen TZ58 bleibt hingegen fast alles beim Alten.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die Panasonic Lumix DMC-TZ71 besitzt ein bildstabilisiertes optisches 30-fach-Zoom von umgerechnet 24 bis 720 Millimeter Brennweite. [Foto: Panasonic]

    Die Panasonic Lumix DMC-TZ71 besitzt ein bildstabilisiertes optisches 30-fach-Zoom von umgerechnet 24 bis 720 Millimeter Brennweite. [Foto: Panasonic]

  • Bild Die Auflösung des 1/2,33"-CMOS-Sensors der Panasonic Lumix DMC-TZ71 beträgt nur noch 12 statt 18 Megapixel, die noch die TZ61 bot, wodurch bei immer noch ausreichender Auflösung das Bildrauschen sinken soll. [Foto: Panasonic]

    Die Auflösung des 1/2,33"-CMOS-Sensors der Panasonic Lumix DMC-TZ71 beträgt nur noch 12 statt 18 Megapixel, die noch die TZ61 bot, wodurch bei immer noch ausreichender Auflösung das Bildrauschen sinken soll. [Foto: Panasonic]

  • Bild Die Bildschirmauflösung der Panasonic Lumix DMC-TZ71 steigt leicht auf 1,04 Millionen Bildpunkte, der Sucher hingegen löst nun feine 1,16 Millionen Bildpunkte statt der mageren 200.000 Bildpunkte der TZ61 auf. [Foto: Panasonic]

    Die Bildschirmauflösung der Panasonic Lumix DMC-TZ71 steigt leicht auf 1,04 Millionen Bildpunkte, der Sucher hingegen löst nun feine 1,16 Millionen Bildpunkte statt der mageren 200.000 Bildpunkte der TZ61 auf. [Foto: Panasonic]

  • Bild Das 30-fach-Zoom der Panasonic Lumix DMC-TZ71 faltet sich im 34 Millimeter flachen Gehäuse zusammen, der Objektivring soll die Bedienung vereinfachen. [Foto: Panasonic]

    Das 30-fach-Zoom der Panasonic Lumix DMC-TZ71 faltet sich im 34 Millimeter flachen Gehäuse zusammen, der Objektivring soll die Bedienung vereinfachen. [Foto: Panasonic]

  • Bild Ab März 2015 ist die Panasonic Lumix DMC-TZ71 nicht nur in Silber-Schwarz, sondern auch in Schwarz erhältlich. [Foto: Panasonic]

    Ab März 2015 ist die Panasonic Lumix DMC-TZ71 nicht nur in Silber-Schwarz, sondern auch in Schwarz erhältlich. [Foto: Panasonic]

  • Bild Der Preis der Panasonic Lumix DMC-TZ71 steht hingegen aktuell noch nicht fest. [Foto: Panasonic]

    Der Preis der Panasonic Lumix DMC-TZ71 steht hingegen aktuell noch nicht fest. [Foto: Panasonic]

Mit dem kleinen 1/2,33"-CMOS-Sensor realisiert Panasonic durch die Reduzierung der Auflösung eine etwa 1,5 mal größere lichtempfindliche Fläche pro Pixel verglichen mit dem Vorgängermodell TZ61, im Vergleich zur 20 Megapixel auflösenden Konkurrenz ist jeder Pixel sogar 1,66 mal so groß. Da 12 Megapixel völlig ausreichend für fast alle Anwendungen sind, hochauflösende Prints in A3 stellen damit kein Problem dar, profitiert die TZ71 von einem geringeren Rauschen, Panasonic traut ihr sogar ISO-Empfindlichkeiten bis zu 6.400 zu, bei der TZ61 war noch bei ISO 3.200 Schluss. Neben Fotos nimmt die TZ71 auch Filme auf, wobei die maximale Auflösung weiterhin bei Full-HD (1.920 x 1.080) liegt, die Bildwiederholrate erreicht ruckelarme 50p, gespeichert wird im AVCHD-Format.

Neben dem Sensor haben sich aber auch andere Auflösungen geändert: Vor allem der elektronische Sucher, den die TZ71 der Konkurrenz voraus hat, löst mit 1,16 Millionen Bildpunkten deutlich höher auf als der grobkörnige 200.000-Bildpunkte-Sucher der TZ61; hinzu kommt ein Augensensor, der eine automatische Sucherumschaltung ermöglicht. Auch die Auflösung des rückwärtigen Bildschirms steigt leicht von 920.000 auf 1.040.000 Bildpunkte und ermöglicht damit ein noch feineres Bild. Dank 60 Bildern pro Sekunde wird das Live-Bild sehr flüssig dargestellt. Die TZ71 belichtet nicht nur automatisch mit Motiverkennung oder einem auswählbaren Motivprogramm, sondern wahlweise auch halbautomatisch oder manuell, dabei unterstützt der Objektivring beim Einstellen, egal ob es um das bildstabilisierte Zoom, die Blende oder aber den manuellen Fokus geht. Letzterer wird durch eine Lupe sowie Fokus-Peaking, eine optische Hervorhebung der scharfen Kanten, unterstützt.

Gestrichen hat Panasonic hingegen das eingebaute GPS. Damit setzt nun auch die TZ71 auf das GPS eines per NFC/WLAN verbundenen Smartphones. Mit Hilfe der entsprechenden App lässt sich zudem die Kamera fernsteuern, selbstverständlich können auch Bilder auf ein Mobilgerät übertragen werden. Darüber hinaus ermöglicht das WLAN auch das drahtlose Überspielen der Fotos auf einen PC sowie einen Fernseher. Weitere Ausstattungsmerkmale übernimmt die TZ71 vom Vorgängermodell, etwa die 15 Filtereffekte, die 10 Serienbilder pro Sekunde bei voller Auflösung und den schnellen Autofokus mit 240 Bildern pro Sekunde Sensorausleserate.

  • Bild Die Panasonic Lumix DMC-TZ58 zoomt wie ihr Vorgängermodell TZ56 optisch 20-fach von 24-480 Millimeter, bietet aber eine höhere Bildschirmauflösung und einen schnelleren Bildprozessor. [Foto: Panasonic]

    Die Panasonic Lumix DMC-TZ58 zoomt wie ihr Vorgängermodell TZ56 optisch 20-fach von 24-480 Millimeter, bietet aber eine höhere Bildschirmauflösung und einen schnelleren Bildprozessor. [Foto: Panasonic]

  • Bild Das neue Bedieninterface der Panasonic Lumix DMC-TZ58 soll insbesondere Selfies vereinfachen, der rückwärtige Bildschirm lässt sich wie bei der TZ56 um 180 Grad nach oben/vorne klappen. [Foto: Panasonic]

    Das neue Bedieninterface der Panasonic Lumix DMC-TZ58 soll insbesondere Selfies vereinfachen, der rückwärtige Bildschirm lässt sich wie bei der TZ56 um 180 Grad nach oben/vorne klappen. [Foto: Panasonic]

Die Panasonic Lumix DMC-TZ71 verfügt über ein hochwertiges Metallgehäuse mit einem gummierten Griff für besseren Halt. Ab Anfang März 2015 soll die TZ71 in Schwarz sowie in Silber-Schwarz erhältlich sein, der Preis steht laut Panasonic noch nicht fest.

Wie immer stellt Panasonic dem TZ-Spitzenmodell auch ein abgespecktes Schwestermodell an die Seite. Die Lumix TZ58 ist dabei ihrem Vorgängermodell TZ56 äußerst ähnlich. Sie verfügt über ein bildstabilisiertes 20-fach-Zoom von umgerechnet 24 bis 480 Millimeter und einen 16 Megapixel auflösenden 1/2,33" CMOS-Sensor, Videos nimmt sie in Full-HD-Auflösung bei 25p im MP4-Format auf. Es ist weiterhin nur ein Mono-Mikrofon verbaut und die Lichtempfindlichkeit reicht von ISO 100 bis 3.200. Der um 180 Grad noch oben/vorne klappbare Bildschirm löst mit 1.040.000 Bildpunkten etwas höher auf als bei der TZ56, außerdem besitzt die TZ58 einen leistungsfähigeren Bildprozessor. WLAN zur Verbindung mit einem Smartphone, PC oder Fernseher ist ebenfalls mit an Bord. Verbessert haben will Panasonic das Benutzerinterface, insbesondere Selfies sollen nun noch einfacher gelingen. Neben der intelligenten Automatik und Motivprogrammen bietet auch die TZ58 Halbautomatiken sowie eine manuelle Belichtungsmöglichkeit. Ebenfalls ab Anfang März 2015 soll die TZ58 erhältlich sein. Das Gehäuse ist wahlweise Schwarz, Braun oder Weiß, der Preis steht noch nicht fest.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 40, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.