Attacke per Ausstattung

Nikon bringt Coolpix P100, S8000, S4000, S3000, L110, L22 und L21

2010-02-03 Angeführt von den neuen Modellen S8000 und P100 macht sich Nikon ins neue (Kamera-)Jahr 2010 auf, geht sofort zum Angriff über und möchte den Marktanteil bei den Kompaktkameras von rund fünf auf acht bis zehn Prozent steigern. Dazu braucht es Ausstattung, Design und Qualität. Das äußere Erscheinungsbild hübscht Nikon mit einer Vielzahl bunter Farben besonders bei den Modellen S3000 und S4000 auf. Die S8000 mit 10fachem Weitwinkelzoom und die S3000 fallen außerdem durch ihre schlanke Bauweise auf. Das 12-Megapixel-Modell S4000 besitzt einen Touchscreen-Monitor und fährt damit die iPhone-Schiene. Bis auf die Einsteigermodelle L21, L22 und S3000 sind die Neulinge allesamt mit HD-Movie-Funktion ausgestattet. Die P100 kann sogar Full-HD und verfügt über einen Backlight CMOS.  (Daniela Schmid)

Nikon Coolpix P100 [Foto: Nikon]Die Bridge-Kamera P100 im SLR-Look stammt aus der P(erformance)-Reihe, der ausstattungstechnisch und qualitativ Anspruchsvollsten der Coolpix-Klasse. Gegenüber ihrer Vorgängerin P90 setzt sie unter anderem auf ein erweitertes Zoom, Highspeed-Aufnahmen bis 10 Megapixel, eine HDR-Funktion und die Möglichkeit, Full-HD-Movies (1080p) mit Stereoton zu drehen und über HDMI auszugeben. Damit wird die Videofunktion aus der technischen "Steinzeit" mit VGA-Auflösung bei der P90 in die Gegenwart geholt. Für die Filmaufnahmen bleiben optisches Zoom und Autofokus voll nutzbar. Auch Zeitlupenaufnahmen und Zeitraffer sind jetzt möglich. Abstriche macht die P100 bei der Auflösung. Ihr 10,3 Megapixel auflösender CMOS-Sensor kann dafür aber bei Highspeed-Aufnahmen genutzt werden (10 Bilder pro Sekunde), wo die P90 ihre Auflösung von 12,1 Megapixel noch drastisch reduzieren musste. Außerdem handelt es sich bei dem hier verwendeten Sensor um einen so genannten Backlight CMOS Exmor-R von Sony. Sein Vorteil liegt in der doppelt so hohen Empfindlichkeit (siehe weiterführende Links). Zur Bildstabilisierung hat Nikon zudem einen CMOS-Shift-Bildstabilisator eingebaut. Das 26fache Weitwinkelzoom mit ED-Glass (ED = extra low Nikon Coolpix P100 [Foto: Nikon]dispersion) deckt umgerechnet eine Brennweite von 26 bis 678 mm ab. Dem neigbaren 3-Zoll-Monitor hat Nikon mit 460.000 Bildpunkten die doppelte Anzahl an Pixeln gegenüber der P90 spendiert und den Betrachtungswinkel enorm vergrößert. Große Motivkontraste werden dank HDR-Funktion bewältigt, die mehrere unterschiedlich belichtete Bilder aufnimmt und diese miteinander verrechnet. Fünf so genannte Anti-Blur-Funktionen wie Active D-Lighting, ISO 3.200 und Bewegungserkennung sollen Unschärfe vorbeugen. Die manuell steuerbare P100, die Bedienelemente aus Nikons DSLRs enthält, soll ab Anfang März 2010 für knapp 400 EUR im Handel erhältlich sein. Sie ist damit 30 EUR günstiger als die P90 und bietet einiges mehr an Ausstattung.

Auf die eigene Kompetenz in Sachen Kompaktkamera setzt Nikon mit der S8000. Die Weitwinkelkamera mit optischem 10fach-Zoom wurde komplett bei Nikon Japan entwickelt. Sie ist mit 27,3 mm die derzeit flachste Kamera ihrer Klasse. Zu ihrer Kompaktheit Nikon Coolpix S8000 [Foto: Nikon]gesellen sich viele weitere hochwertige Ausstattungsdetails: ein 14,2-Megapixel-CCD-Sensor und EXPEED-Bildprozessor der neuesten Generation, eine hochwertige Optik mit ED-Gläsern und asphärischen Linsen, ein 3-Zoll-Clear-Color-Monitor mit 921.000 Bildpunkten, optischer Bildstabilisator, HD-Movie-Funktion (720p) mit Stereosound und HDMI-Ausgang und eine Einschalt- und Aufnahmegeschwindigkeit, die sich nach Nikons Angaben mit DSLR-Kameras messen kann. Diverse Automatikfunktionen und vier Anti-Blur-Optionen sollen für eine einfache Handhabung und scharfe Bilder sorgen. Ein so genannter Kreativregler ermöglicht die Bildbearbeitung bzw. -anpassung direkt in der Kamera, ohne den Computer benutzen zu müssen. Farbsättigung, Farbton und Helligkeit können so gleich nach der Aufnahme korrigiert werden. Zu den vier Anti-Blur-Optionen gehört eine erhöhte ISO-Empfindlichkeit von 3.200, die Bildstabilisierung durch einen beweglich gelagerten Sensor, die Bewegungsverfolgung und der Best Shot Selector (BSS), der aus zehn aufeinander folgenden Aufnahmen automatisch die Schärfste aussucht. Nikon Coolpix S4000 [Foto: Nikon]Auch die Blitzsteuerung hat Nikon überarbeitet. Sie soll für natürlich aussehende Blitzbilder sorgen. Die S8000 wird in den Farben Schwarz, Braun und Champagner ab Mitte Februar 2010 für 270 EUR zu haben sein.

Ebenfalls sehr schlank mit nur 20,4 mm Tiefe kommt die S4000 daher. Wie die im Sommer 2009 vorgestellte S70 wird sie über einen 3-Zoll-Touchscreen gesteuert, bei dem man per Fingerstreich auslösen oder durch die Bilder blättern kann. Die 12-Megapixel-Kamera mit vierfachem Weitwinkelzoom (27 bis 108 mm äquivalent zu KB) nimmt HD-Filmchen mit 1.280 x 720 Pixel (720p) auf. Auch bei der S4000 kommen vier Anti-Blur-Funktionen zum Einsatz. Eine davon ist der elektronische Bildstabilisator eVR. Bereits aufgenommene Bilder lassen sich in der Kamera bearbeiten und mit neuen Malfunktionen oder Memos in Handschrift verschönern. Die S4000 bietet außerdem Porträt-Autofokus, Hautweichzeichnung, Lächelauslöser, Blinzelwarnung und -prüfung und eine erweiterte Rote-Augen-Korrektur an. Diese Funktionen sind mittlerweile Standard für die Coolpix-Klasse und in nahezu allen neuen Modellen verbaut. Farblich setzt Nikon mit der S4000 eher Nikon Coolpix S3000 [Foto: Nikon]auf die weibliche Linie: Die Kamera ist neben Schwarz und Bronze auch in Pink und Rot erhältlich. Sie kommt Mitte März 2010 für 180 EUR in den Handel. Mit 140 EUR billiger und von der Ausstattung her etwas abgespeckt bietet Nikon die S3000 an. Der "ultimative Allrounder" punktet mit einem 12-Megapixel-CCD-Sensor, dem gleichen vierfachen Weitwinkelzoom wie das der S4000, einem 2,7-Zoll-Monitor mit 230.000 Bildpunkten und elektronischem Bildstabilisator eVR, der zu den vier Anti-Blurs gehört. Mit extra großen Knöpfen und Motivautomatik richtet sich die Kamera besonders an Einsteiger und diejenigen, die sich lieber auf die Kamera als auf ihre eigenen Einstellungen verlassen. Die S3000 löst die S220 ab, die 2009 in Westeuropa auf der Bestseller-Liste der GfK stand. Die 19 mm schlanke Kamera im Aluminiumgehäuse wird es in den Farben Schwarz, Silber, Magenta, Grün, Blau, Orange und Rot geben. Style ist wichtig, dafür steht schließlich der Nikon Coolpix L110 [Foto: Nikon]Buchstabe S im Namen der Kamera. Die S3000 kommt Mitte März 2010 in die Läden.

In Nikons L-Klasse (L wie Life) bekommt die L100 einen Nachfolger. Der 10-Megapixel-CCD wird durch einen 12,1-Megapixel-CCD-Sensor ersetzt. Die robust wirkende Kamera bleibt bei einem 15fachen Weitwinkelzoom, das umgerechnet 28 bis 420 mm abdeckt. Dafür dürfen jetzt auch hier HD-Filmchen mit 720p und Stereosound aufgenommen werden, und der drei Zoll messende Monitor löst mit 460.000 Bildpunkten entsprechend höher auf. Ein weiteres Plus ist der sehr geringe Stromverbrauch. Kam man mit der L100 nur rund 300 Aufnahmen weit, schafft die L110 mit der gleichen Ladung aus AA-Batterien schon 750 Bilder oder bis zu sieben Stunden HD-Filmaufnahmen. Die L110 richtet sich nach wie vor an ambitionierte Einsteiger, die zwar keine manuellen Einstellungsmöglichkeiten vorfinden, aber eine Auswahl aus immerhin 15 Motivprogrammen und 1cm-Makromodus treffen können. Die Farbauswahl beschränkt sich auf Rot und Schwarz. Der Preis, der damals für die L100 mit 270 EUR festgelegt wurde, bleibt bestehen. Durch die Anpassung der Ausstattung macht sich das aber bezahlt. Die L110 ist ab Mitte Februar 2010 verfügbar.

Nikon Coolpix L22 [Foto: Nikon]Zu den derzeit günstigsten Coolpix-Modellen gehören die L22 und die L21. Letztere ist bereits für 90 EUR zu haben. Wenn man überlegt, was 8-Megapixel-Kameras mit optischem 3,6fach-Zoom und 2,5-Zoll-TFT-Monitor vor zwei bis drei Jahren noch gekostet haben, ist das ein regelrechtes Schnäppchen. D-Lighting, Bewegungserkennung, Motivautomatik, Porträt-Autofokus, Lächelauslöser, Blinzelwarnung und erweiterte Rote-Augen-Korrektur gehören auch bei der L21 zur Grundausstattung. Legt man nochmals 20 EUR oben drauf, bekommt man mit der L22 bereits 12 Megapixel und einen 3-Zoll-Monitor. Die übrige Ausstattung gleicht der L21. Die L22 bekommt man ab Mitte Februar 2010 in den Farben Silber, Schwarz und Rot, die L21 wird in Silber, Braun und Pink angeboten.

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Daniela Schmid

Daniela Schmidhat in Augsburg Sprachen studiert, bevor sie nach einem halben Jahr in einer PR-Agentur für IT-Firmen in die Verlagsbranche wechselte. Ab 2004 war sie als festangestellte Redakteurin für die Magazine Computerfoto und digifoto zuständig. Während eines dreijährigen Auslandsaufenthaltes in der Nähe von New York berichtete sie als freie Autorin für digitalkamera.de von der PMA, CES und der PhotoPlus Expo aus Las Vegas und New York und übernahm die Zuständigkeit für die Rubrik Zubehör. Seit 2009 testet sie auch regelmäßig Kameras.