Für Einsteiger und Fortgeschrittene

Nikon Coolpix L19, L20 und die Superzooms L100 und P90

2009-02-03 Neben der S-Klasse gibt es bei Nikon heute auch bei der Einsteiger-L-Serie mit den zwei Kompaktkameras L19 und L20 und einem Superzoommodell L100 Neuigkeiten. In der P(erformance)-Serie hingegen löst die P90 die P80 ab – auch sie ist eine Superzoomkamera. Während die L19 und L20 besonders günstig sind, punktet die etwas teurere L100 vor allem mit ihrem robusten Gehäuse, 3"-Bildschirm und dem 15-fach-Zoom. Die P90 bietet Vorzüge wie ein 24-fach-Zoom, einen 3"-Klappbildschirm oder ein Bedienrad.  (Benjamin Kirchheim)

Nikon Coolpix L100 [Foto: Nikon] Mit Preisen von 110 bzw. 140 EUR sprechen die ab Ende Februar 2009 erhältlichen Coolpix L19 und L20 vor allem Einsteiger an. Die Kameras verfügen nicht nur über große Bedienelemente, sondern auch über große Bildschirme von 2,7" bzw. 3" (6,9 bzw. 7,6 cm) Diagonale mit je 230.000 Bildpunkten Auflösung. Zwar verwenden beide Kameras dasselbe 3,6-fach-Zoomobjektiv von physikalisch 6,7-24 mm Brennweite, effektiv entspricht ihr Brennweitenumfang auf Kleinbild umgerechnet aber durch die unterschiedlichen Sensoren bei der L19 mit 8 Megapixeln 41-145 mm und bei der L20 mit 10 Megapixeln 38-136 mm. Elektronisch stehen diese beiden Einsteigermodelle höherwertigen Serien kaum nach. Sie verfügen nicht nur über Motivprogramme, sondern auch über eine Motivautomatik sowie Gesichts-, Lächel- und Blinzelerkennung und eine VGA-Videofunktion. Unterscheiden kann man die beiden Kameras, die über zwei AA- bzw. Mignonzellen mit Strom versorgt werden, anhand ihrer Farbe: Die L19 wird es in Hellsilber und Rosa geben, während die L20 in Schwarz-Metallic und Rot angeboten werden soll.

Nikon Coolpix P90  [Foto: Nikon]An ambitioniertere Einsteiger richtet sich die neue Coolpix L100. Sie verfügt über ein besonders robustes Gehäuse, das in unserer Hand einen sehr wertigen Eindruck hinterließ. Ihr 15-fach-Zoom reicht von umgerechnet 28 bis 420 mm, und der 10 Megapixel CCD-Sensor ist beweglich gelagert, um Verwackelungen auszugleichen. Über einen Sucher verfügt die Kamera zwar nicht, aber dafür über einen 3" (7,6 cm) großen, antireflexbeschichteten Bildschirm. Der Expeed-Bildprozessor sorgt für die Erkennung von Motivbewegungen (zur Verkürzung der Verschlusszeit, falls erforderlich), Gesichtern, Lächeln, Blinzeln und Motiven, um das passende Motivprogramm selbstständig wählen zu können. Der Benutzer kann aber auch manuell eines von 15 Motivprogrammen wählen. Im Sport-Serienbildmodus nimmt die Kamera – bei verringerter Auflösung – 13 Bilder/s auf, sie kann aber auch in VGA-Auflösung mit 30 Bildern/s und Ton filmen. Zur Nachbearbeitung stehen eine digitale Korrektur roter Augen und eine Schattenaufhellung (D-Lighting) zur Verfügung. Vier AA- bzw. Mignonzellen dienen zur Stromversorgung, wobei Nikon eine Batterielebensdauer von immerhin 300 Bildern angibt. Der 44 Megabytes fassende interne Speicher kann durch Karten des Typs SD und SDHC erweitert werden. Ein interessantes Detail ist noch der HDMI-Mini-Anschluss. Für stolze 270 EUR kommt die L100 voraussichtlich ab März 2009 in die Läden.

Nikon Coolpix L19 [Foto: Nikon]Im Gegensatz zur L100 macht die P90 nicht so einen robusten Eindruck, obwohl sie mit 430 EUR (ab März 2009 erhältlich) nicht nur teurer ist, sondern auch zur anspruchsvolleren Performance-Klasse gehört. Diesen Eindruck hatten wir bereits von dem Vorgängermodell P80, wie in unserem Kameratest nachzulesen ist (siehe weiterführende Links). Ihre Vorteile spielt die P90 woanders aus. Das Objektiv bietet einen 24-fachen Zoomumfang von umgerechnet 26-624 mm Brennweite und eine Naheinstellgrenze von einem Zentimeter. Ihr Bildstabilisator ist durch bewegliche Linsen im Objektiv realisiert, und sie verfügt neben dem 45° nach unten und 90° nach oben klappbaren 3"- (7,6 cm) Bildschirm mit 230.000 Bildpunkten Auflösung auch über einen elektronischen Sucher (EVF). Der 1/2,33" kleine CCD-Sensor bringt es auf physikalisch 12,7 Megapixel, von denen effektiv 12,1 Millionen genutzt werden. Zur Stromversorgung dient der Lithium-Ionen-Akku EN-EL5, er reicht für rund 200 Aufnahmen. Der interne Speicher von 47 Megabytes kann durch SD- und SDHC-Karten aufgerüstet werden.

Nikon Coolpix L20  [Foto: Nikon]Für die Aufnahme stehen nicht nur 15 Motivprogramme samt automatischer Motivprogrammwahl und unterstützender Gesichts- (bis zu 12), Lächel- und Blinzelerkennung zur Verfügung, sondern auch Kreativprogramme wie Blendenautomatik (S), Zeitautomatik (A) und eine manuelle Belichtungssteuerung (M). Bei voller Auflösung steht dem Fotografen ein Empfindlichkeitsspektrum von ISO 64-1.600 zur Verfügung, bei verringerter Auflösung auch ISO 3.200 und 6.400. Immerhin 45 Serienbilder bei 15 Bildern/s kann die P90 aufzeichnen – allerdings auch hier nur mit verringerter Auflösung. Das Bildprozessorherz trägt den Namen "Expeed" und sorgt nicht nur für die schon erwähnten Automatiken, sondern auch für die Bewegungserkennung, bei der nach Bedarf die Verschlusszeit verkürzt wird, um Motive ohne Wischeffekte einzufrieren, sowie für die kamerainternen Bildbearbeitungsfunktionen, wozu auch die Schattenaufhellung D-Lighting (digitaler Blitz) zählt. Neben Fotos zeichnet die Kamera auch Videos in VGA-Auflösung bei 30 Bildern/s mit Ton auf; alternativ kann auch eine Zeitraffer-Funktion verwendet werden.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.