Jung, weiblich, stilvoll

Nikon Coolpix S220, S230, S620 und S630 im Fokus junger Frauen

2009-02-03 Nikon runderneuert fast die komplette S-Klasse seiner Coolpix-Modelle. Die vier neuen Modelle S220 (bzw. S225), S230, S620 und S630 sollen den Erfolg des vergangenen Jahres fortsetzen. Dies möchte Nikon mit einem stilvollen Äußeren in schicken Farben, Benutzerfreundlichkeit und einer attraktiven Ausstattung von 12 Megapixeln bis hin zum 7-fach-Zoom bewirken. Ein durchgängiges Merkmal ist die um den Auslöser angeordnete Ringwippe zur Betätigung des motorischen Zooms, die die Bedienung vereinfachen soll.  (Benjamin Kirchheim)

Nikon Coolpix S220 [Foto: Nikon] Von Januar bis Dezember 2008 konnte Nikon seinen Marktanteil bei kompakten Digitalkameras verdoppeln – lag mit rund 5 % Marktanteil im Dezember aber immer noch deutlich hinter den Platzhirschen Canon, Panasonic, Casio und Sony. Den Markterfolg hat Nikon eine bisher eher unbeachtete Zielgruppe beschert: junge Fotografinnen. Marktanalysen haben laut Nikon ergeben, dass in der Altersgruppe bis 40 Jahre Frauen mehr fotografieren als Männer, erst bei den Älteren kippt das Verhältnis. Im letzten und auch in diesem Jahr stehen daher weibliche Käuferinnen im Alter von 13-35 Jahren besonders im Fokus des Nikon-Marketings, was unter anderem durch Werbepartnerschaften mit Pro7 Popstars und dem Modelabel NewYorker deutlich gemacht wurde. Das Modell Coolpix S210 war besonders erfolgreich und dementsprechend schnell ausverkauft.

Mit der Coolpix S220 steht nun der Nachfolger in den Startlöchern: In den Farben Schwarz, Rot, Blau, Grün und Magenta soll sie Ende Februar 2009 für rund 160 EUR in den Handel kommen. Die baugleiche silberne Variante S225 wird hingegen einem Vertriebskanal vorbehalten sein; wir vermuten hier die Ringfoto-Gruppe, die hauptsächlich den klassischen Fotofachhandel beliefert. Dem Preis entsprechend ist die Ausstattung eher unterer Durchschnitt, d. h. ein optisches 3-fach-Zoom von KB-entsprechend 35-105 mm Brennweite, ein 10 Megapixel CCD-Sensor und ein 2,5"- (6,4 cm) Bildschirm mit 150.000 Bildpunkten Auflösung. Dafür ist das 91 x 57 x 20 mm kleine Gehäuse mit Nikon Coolpix S230 [Foto: Nikon] Akku und Speicherkarte nur rund 140 g schwer. Die Stromversorgung erfolgt über den Lithium-Ionen-Akku EN-EL 10, der allerdings nur für rund 160 Bilder gut ist. Der interne Speicher von 44 Megabytes kann mittels SD- und SDHC-Speicherkarten erweitert werden. Zur Aufnahme bietet die S220 17 Motivprogramme, aber auch eine Automatik, die aus den beliebtesten Motivprogrammen automatisch das Richtige wählt. Die eingebaute Gesichtserkennung verfügt über eine Lächel- und Blinzelerkennung, was gelungene Porträtaufnahmen vereinfachen soll. Nach der Aufnahme hat man direkt in der Kamera die Möglichkeit, Bilder zu bearbeiten und mit Effekten zu versehen.

 Die Nikon Coolpix S230 stellt eine Variante der S220 dar. Der einzige Unterschied ist der 3"- (7,6 cm) Touchscreen mit 230.000 Bildpunkten Auflösung. Dafür kostet die Kamera in den Farben Schwarz, Rot, Blau und Violett 50 EUR mehr als ihre kleine Schwester, mit der sie zeitgleich auf den Markt kommt.

Die höherpreisigen Modelle S620 und S630 setzen auf mehr Leistung. Die S620 glänzt beispielsweise mit einer Einschaltzeit von nur 0,7 Sekunden, aber auch die Zoomgeschwindigkeit und der Autofokus spielen in einer höheren Liga. Die S620 kombiniert ein bildstabilisiertes optisches 4-fach-Zoom von umgerechnet 28-112 mit 12 Megapixeln Auflösung und einem 2,7"- (6,9 cm) Bildschirm, der bei 230.000 Nikon Coolpix S630 [Foto: Nikon] Bildpunkten Auflösung einen hohen Betrachtungswinkel bietet. Neben einer automatischen Motiverkennung verfügt sie über eine Bewegungserkennung, wie man sie bisher nur von Panasonic kennt. Das ermöglicht der Kamera, durch die Wahl einer kürzeren Verschlusszeit auch schnelle Motive scharf abzubilden. Der Empfindlichkeitsbereich reicht dafür bis ISO 6.400 – bei voller Auflösung. Unterstützend verfügt der Autofokus über eine Motivverfolgungsfunktion. Gesichter erkennt die Kamera genauso wie ein Lächeln oder geschlossene Augen; wie bei der S220 können Bilder bereits in der Kamera nachbearbeitet werden. Der EN-EL 12 Akku der S620 ist etwas stärker und reicht für 220 Aufnahmen. Ab Ende Februar 2009 soll sie in den Farben Hellsilber, Schwarz, Magenta und Rosa für rund 270 EUR erhältlich sein.

Die größere Schwester hört auf den Namen S630. Sie hebt sich durch ein optisches 7-fach-Zoom von umgerechnet 37-260 mm Brennweite ab. Sie verfügt wie die S620 über einen mechanischen Bildstabilisator – aber nicht wie bei der S620 in Form beweglicher Linsen im Objektiv, sondern mittels beweglichen CCD-Sensors. Dieser löst 12 Megapixel auf, bietet aber die höchste Empfindlichkeit von ISO 6.400 nur bei verringerter Auflösung an. Auch die "Sport"-Serienbildrate von 10 Bildern/s ist nur mit dem Kompromiss einer verringerten Auflösung zu haben. Wie die S620 bietet sie einen 2,7"-Bildschirm, Motiv-, Gesichts-, Blinzel- und Lächelerkennung sowie Bildbearbeitungsfunktionen. Die S630 wird ebenfalls ab Ende Februar 2009 – aber nur in den Farben Schwarz und Rot – erhältlich sein, wobei sie rund 320 EUR kosten soll. Im Übrigen zeichnen alle S-Kameras auch Videos mit Ton in VGA-Auflösung bei 30 Bildern/s auf.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.