Reisezoomkamera mit großem 1"-Bildsensor

Leica stellt C-Lux als Panasonic-TZ202-Derivat vor

2018-06-15 Mit der C-Lux pflegt Leica die Tradition, ausgewählte Panasonic-Kameras unter eigenem Marken-Label herauszubringen. Mit der TZ202 trifft es eine aktuelle und durchaus nicht unattraktive Kamera, bietet sie doch im relativ kompakten Gehäuse einen optischen 15-fach-Zoom mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 24 bis 360 Millimeter und einen relativ großen 1"-Sensor (13,2x8,8 mm). Ein elektronischer Sucher, ein fester Touchscreen sowie Bluetooth und WLAN runden die Ausstattung ab.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Leica C-Lux Midnight-Blue. [Foto: Leica]

    Leica C-Lux Midnight-Blue. [Foto: Leica]

Die gesamte Technik der Leica C-Lux steckt in einem betriebsbereit 340 Gramm leichten und 11,3 mal 6,7 mal 4,6 Zentimeter kompakten Gehäuse. Das Mit F3,3 bis F6,4 nicht allzu lichtstarke 15-fach-Zoomobjektiv trägt sogar im Original von Panasonic einen Leica-Schriftzug, schließlich arbeiten die beiden Hersteller seit Jahren erfolgreich zusammen. Der rückwärtig belichtete 1"-CMOS-Sensor bringt es auf 20 Megapixel Auflösung, auch die Aufzeichnung von 4K-Videos ist kein Problem. Die Bildstabilisation erfolgt optisch im Objektiv. Die Serienbildfunktion erreicht zehn Bilder pro Sekunde für 28 Raw- oder 85 JPEG-Aufnahmen in Folge.

Für eine schnelle Fokussierung sorgt der DFD-Autofokus, der zwar eigentlich kontrastbasiert arbeitet, mit seiner Arbeitsweise aber einem Phasen-Autofokus nahekommt. Durch den Vergleich zweier unscharfer Fotos kann die Kamera berechnen, wo sich ungefähr der Schärfepunkt befindet, diesen direkt anfahren und per Kontrastmessung die Feinfokussierung vornehmen. Für die Aufnahme stehen sowohl eine Motivautomatik mit Gesichts- und Bewegungserkennung als auch Kreativprogramme mit halbautomatischer und manueller Belichtung zur Verfügung. Auch Freunde digitaler Filtereffekte kommen nicht zu kurz.

  • Bild Leica C-Lux Light-Gold. [Foto: Leica]

    Leica C-Lux Light-Gold. [Foto: Leica]

Beim rückwärtigen, 7,5 Zentimeter großen Bildschirm handelt es sich um einen Touchscreen, der jedoch fest verbaut ist. Sogar für einen elektronischen Sucher mit immerhin 2,33 Millionen Bildpunkten Auflösung und 0,53-facher Vergrößerung im Kleinbildäquivalent hat Leica beziehungsweise Panasonic noch Platz im Gehäuse gefunden. Auch ein Pop-Up-Blitz fehlt nicht. Dank Bluetooth und WLAN kann die C-Lux eine Verbindung zu einem Smartphone herstellen, beispielsweise um Bilddaten zu senden oder Standortdaten zu empfangen. Auch eine Fernsteuerung der Kamera samt Livebildfunktion auf dem Smartphone per Leica-App ist vorgesehen.

Ab Mitte 2018 soll die Leica C-Lux zu einem Preis von 970 Euro erhältlich sein. Das sind "nur" gut 170 Euro mehr als die technisch baugleiche Panasonic. Dafür gibt es die Leica C-Lux in den exklusiven Farben Midnight-Blue und Light-Gold und ein umfangreiches Zubehörsortiment bestehend aus diversen Taschen und Trageriemen.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 40, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.