Familienplanung

Sony zeigt Zukunft der Alpha-Serie auf der PMA

2007-03-12 Im Hause Sony gibt es bald Nachwuchs. Das "Einzelkind" Alpha 100 (die aktuell einzige digitale Spiegelreflexkamera des Unterhaltungselektronik-Giganten und als erste 10-Megapixel-DSLR in gewisser Weise bei ihrer Geburt schon Trendsetterin) soll nicht alleine bleiben und Geschwister bekommen; Sony hat auch ganz konkrete Vorstellungen davon, wie die Nachkommenschaft aussehen soll und zeigte das den Besuchern der US-Fotofachmesse PMA in Las Vegas anhand von zwei hinter Glas ausgestellten Prototypen samt begleitenden Objektiven.  (Yvan Boeres)

Sony "High End" Alpha Mockup PMA 2007  [Foto: Daniela Schmid]Wenn es nach der (Familien-)Planung von Sony geht, soll die Alpha 100 (siehe weiterführende Links) noch dieses Jahr eine für den semi-professionellen Nutzer konzipierte Schwester bekommen. Später bzw. nächstes Jahr (2008) soll dann ein Profi-Modell folgen; eigentlich wollten wir unseren Lesern schon am Freitag eigene Bilder der zwei auf der PMA ausgestellten "Mock-ups" zeigen, doch wegen der Zeitverschiebung erreichten uns die von unserer US-Korrespondentin Daniela Schmid gemachten Fotos nicht mehr rechtzeitig.

Viel verrät Sony über die zukünftigen Alpha-100-Geschwister nicht – außer dass beide Kameras mit dem bereits von der Alpha 100 bekannten Sony-Signalprozessor BIONZ und Super-SteadyShot-System (Bildstabilisierung auf CCD-Ebene) ausgestattet sein werden. Über alles Andere kann man nur spekulieren. Wie auf den Fotos zu erkennen, dürfte es sowohl für das Fortgeschrittenen- als auch für das Profimodell einen anschraubbaren Multifunktionshandgriff geben (der dem VC-9-Handgriff der Kleinbild-SLR Minolta Dynax 9 sehr ähnlich sieht) und beim Profi-Modell könnten die Maße des – nicht gerade formschönen – Prismengehäuses auf einen "Vollformat"-Sensor hindeuten. Dafür scheint das Profi-Modell aber auch auf einen eingebauten Miniaturblitz zu verzichten. Wer dann die drahtlose TTL-Steuerung des Alpha-Blitzsystems nutzen will, muss wohl einen externen Blitz als Steuergerät einsetzen – es sei denn, Sony fällt noch eine andere Lösung dazu ein. Ebenfalls auf unseren Bildern zu erkennen: ein Studioblitz-Anschluss (PC-Synchronbuchse), ein großzügig dimensioniertes AF-Hilfslicht und die Kontaktflächen an den Griffelementen (als Teil des Eye-Start-Systems aus Minolta-Zeiten).

Sony "High End" Alpha Mockup PMA 2007  [Foto: Daniela Schmid]Auf der PMA wurden die zwei DSLR-Prototypen im Schaufenster links und rechts von je drei, größtenteils noch unbekannten Objektiven flankiert. Angaben über Brennweite und Lichtstärke dieser Optiken fehlten; auf den jeweiligen Namensschildchen gab es nur solche Hinweise nachzulesen wie "Large Aperture Wide Angle Zoom" (lichtstarkes Weitwinkel-Zoom), "Large Aperture Wide Angle Fixed" (lichtstarke Weitwinkel-Festbrennweite), "Wide Angle Fixed" (Weitwinkel-Festbrennweite), "Super-Telephoto Fixed" (Supertele-Festbrennweitenobjektiv), "Large Aperture Standard Zoom" (lichtstarkes Standardzoom), "Super Telephoto Zoom" (Supertele-Zoomobjektiv), "Telephoto Lens" (Tele-Objektiv) und "Telephoto Fixed" (Tele-Festbrennweite). Zwei dieser Objektive sind in Weiß gehalten und dürften so irgendeiner Profi-Serie angehören. Wie manche Quelle zu berichten weiß, sollen die neuen Linsen alle noch innerhalb der nächsten zwölf Monate auf dem Markt eingeführt werden, und damit dürften in relativ kurzer Zeit die letzten Lücken im Objektivprogramm von Sony geschlossen werden. Wir bleiben jedenfalls am Ball und werden über den weiteren Verlauf der geplanten Ankündigungen berichten.

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