FullHD-Flotte

Sony kündigt Cyber-shot DSC-TX10, TX100V, HX7V, WX7 und WX10 an

2011-01-06 Gleich fünf Kameras stattet Sony Anfang 2011 mit dem Exmor-R-Sensor aus, der sich durch seine rückwärtig belichtete (BSI) CMOS-Technologie auszeichnet. Der neue Chip löst 16,2 Megapixel auf und nimmt FullHD-Videos im AVCHD-Format mit 50i auf. Auch 3D ist ein Thema in allen fünf Modellen. Die TX10 und TX100V sind Designmodelle mit Touchscreen, wobei die TX10 wasserdicht ist und die TX100V mit einem GPS samt Kompass aufwartet. Beides hat auch die HX7V, die aber der Taschen-Superzoomklasse angehört. Die WX10 und WX7 glänzen mit Kompaktheit, hochwertigen Objektiven und einem schnellen Autofokus.  (Benjamin Kirchheim)

Sony DSC-TX100V schwarz [Foto: Sony]Allen Kameras gemeinsam ist der Exmor-R-Sensor, dem ein leistungsstarker Bionz-Bildprozessor zur Seite steht. Bis auf die TX100V filmen alle Modelle in FullHD (1.920 x 1.080 Pixel) bei 50 Halbbildern/s (50i) und speichern im AVCHD-Format. Die TX100V hingegen nimmt laut Sony als erste kompakte Digitalkamera weltweit sogar im 50p-Modus 50 Vollbilder pro Sekunde auf, kann dafür aber beim Filmen nicht simultan Fotos aufzeichnen wie die anderen vier Modelle. Nur in 1.920 x 1.080 Pixeln lassen sich nachträglich Standbilder aus den Videos extrahieren. Während des Filmens darf munter gezoomt werden, denn die Funktion bleibt aktiv. Auch ein optischer Bildstabilisator, der Verwackelungen vorbeugt, ist allen Modellen Sony DSC-TX100V schwarz [Foto: Sony]gemeinsam. Außerdem verfügen sie über einen MemoryStick-SD-Dualkartenslot, der auch zu SDHC kompatibel ist.

Dreidimensionalität ist ein großes Thema bei Sony, schließlich will der Hersteller auch den Absatz seiner 3D-Fernseher fördern. So verfügen alle fünf Modelle neben einem 3D-Schwenkpanoramamodus auch über einen 3D-Fotomodus. Beim 3D-Schwenkpanorama werden während des Schwenks mehrere Fotos aufgenommen, die dann zu zwei Panoramen mit unterschiedlichem Blickwinkel, also einem 3D-Panorama, verrechnet werden. Im weltweit bisher einzigartigen 3D-Fotomodus Sony DSC-TX10 schwarz [Foto: Sony]nimmt die Kamera zwei Fotos mit unterschiedlichen Fokusebenen auf. Die verschiedenen Bildtiefen für das rechte und linke Auge sollen dann den 3D-Effekt erzeugen. Die dreidimensionale Betrachtung ist allerdings nicht auf der Kamera, sondern nur auf einem 3D-Fernseher – egal welcher Marke – möglich. Im Multi-Winkel-Schwenkmodus hingegen schwenkt der Fotograf die Kamera um ein Motiv herum, wobei die Kamera Fotos aus bis zu 15 Perspektiven macht. Die Betrachtung erfolgt dann auf der Kamera, die im Wiedergabemodus die Perspektive durch Hin- und Herbewegen der Kamera ändert.

Sony DSC-WX10 schwarz [Foto: Sony]In allen Kameras sorgen zahlreiche Automatiken für gelungene Aufnahmen. Dazu gehört die intelligente Motiv- und Szenenerkennung iAuto, die alle Einstellungen selbstständig wählt. Neu ist dabei der "Superior Mode", der die Kamera automatisch auf bis zu 36 Motivsituationen einstellen kann. Zur Umgehung der hohen Schärfentiefe gibt es einen Hintergrund-Unschärfemodus. Zwei miteinander verrechnete Aufnahmen sorgen dabei für einen Scharfen Vordergrund und einen unscharfen Hintergrund, wobei die Schärfeebene vom Fotografen auch frei gewählt werden kann. Für solch einen Effekt benötigt man normalerweise eine Sony DSC-WX10 schwarz [Foto: Sony]Wechselobjektivkamera mit großem Sensor und lichtstarkem Objektiv.

Der Verarbeitung hoher Motivkontraste dient die eingebaute HDR-Funktion. Sie nimmt drei unterschiedlich Belichtete Bilder auf und verrechnet sie zu einem neuen. Da die Kameras im Highspeed-Serienbildmodus 10 Bilder/s aufnehmen können, werden für die drei Aufnahmen nur rund 0,3 Sekunden benötigt. Zur Vereinfachung der Bedienung verfügen alle Kameras außerdem über einen eingebauten "Kamera Guide", der auf dem Bildschirm über die Handhabung der Kamera informiert – sozusagen eine eingebaute Bedienungsanleitung.

Sony DSC-WX7 schwarz [Foto: Sony]Das neue Spitzenmodell der TX-Serie heißt Cyber-shot DSC-TX100V. Die Designflunder besitzt ein innen liegendes optisches Vierfachzoom von 25-100 mm (KB), das den Namen Carl Zeiss Vario-Tessar trägt – das soll für eine hohe optische Güte garantieren. Die hohe optische Güte kann man auch dem rückwärtigen, 3,5 Zoll großen Touchscreen zusprechen, denn es handelt sich um ein OLED-Display. Es kommt ohne Hintergrundbeleuchtung aus, da es aus 1.229.760 selbst leuchtenden organischen Dioden besteht. Das sorgt für ein blickwinkelunabhängiges, fein aufgelöstes, brillantes, helles und stromsparendes Bild. Zudem erlaubt diese Technologie ein sehr dünnes Display, was der flachen Kamera zu Gute kommt. Als Krönung besitzt die TX100V ein integriertes GPS-Modul sowie einen elektronischen Kompass, so dass nicht nur der Standort einer Fotoaufnahme, sondern auch der Sony DSC-WX7 schwarz [Foto: Sony]Blickwinkel aufgezeichnet werden können. Die TX100V soll ab März 2011 in den Farben Schwarz, Gold, Silber und Rot zu einem Preis von knapp 400 EUR verfügbar sein.

Auch die TX10 besitzt ein innen liegendes Objektiv Carl Zeiss Vario-Tessar mit optischem 4fach-Zoom von 25-100 mm (KB). Als Besonderheit ist die TX10 wasserdicht sowie schock-, staub- und hitzebeständig. 5 m tief kann man mit ihr zum Filmen und Fotografieren tauchen, Stürze übersteht die TX10 aus bis zu 1,5 m Höhe. Der rückwärtige Touchscreen ist 3" (7,6 cm) groß und löst feine 921.600 Bildpunkte auf. Sie ist ebenfalls ab März 2011, aber zu einem Preis von knapp 350 EUR erhältlich.

Sony DSC-HX7V schwarz [Foto: Sony]Die Cyber-shot DSC-WX10 zeichnet sich durch ihr kompaktes Gehäuse mit einem ebenfalls nicht ganz herkömmlichen Objektiv aus. Es gehört der hochwertigen G-Serie an, die für ausgezeichnete Objektive steht. Es zoomt optisch 7fach von 24 bis 168 mm und verfügt sogar über einen schnellen und leisen Autofokus, der mit einer magnetisch angetriebenen Linsenverschiebung arbeitet. Außerdem ist das Objektiv mit einer Anfangsöffnung von F2.4 im Weitwinkel recht lichtstark. Der 2,8" (7,1 cm) große Bildschirm löst 460.000 Bildpunkte auf. Ab April 2011 soll die WX10 für knapp 300 EUR erhältlich sein. Einen Monat früher, also im März 2011, soll die WX7 auf den Markt kommen und mit ca. 230 EUR den preisgünstigsten Einstieg in die Exmor-R-Klasse bieten. Sie verfügt über ein optisches 5fach-Zoom Carl Zeiss Sony DSC-HX7V schwarz [Foto: Sony]Vario-Tassar, der Brennweitenbereich erstreckt sich von 25-125 mm. Die WX7 besitzt das gleiche LC-Display wie ihre größere Schwester WX10.

Den krönenden Abschluss des Quintetts bildet die Sony Cyber-shot DSC-HX7V. Ausgestattet mit einem optischen 10fach-Zoom Carl Zeiss Vario-Tessar deckt sie einen Brennweitenbereich von 25-250 mm (KB) ab. Ihr LC-Display löst bei einer Diagonale von 3" (7,5 cm) feine 921.600 Bildpunkte auf. Ein Highlight der kompakten Superzoomkamera ist das eingebaute GPS samt elektronischem Kompass. Sie ist das Nachfolgemodell der DSC-HX5V, kommt im März 2011 auf den Markt und soll knapp 320 EUR kosten.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 40, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.