Von schlank und stylisch bis Superzoom und GPS

Samsung zaubert WB650, WB600, PL80, ST60 und ST70 aus dem Hut

2010-01-20 Die Ankündigung der letzten sechs kompakten Digitalkameras von Samsung ist gerade einmal 14 Tage her, nun folgen überraschend die nächsten Fünf. Die 200 EUR teure PL80 ist die Günstigste und bietet 12 Megapixel mit bildstabilisiertem 5fach-Zoom. Etwas technikorientierter sind die 200 bzw. 250 EUR teuren ST60 und ST70, die mit 12 bzw. 14 Megapixeln ohne bzw. mit optischem Bildstabilisator und 4- bzw. 5fach-Zoom daherkommen. Die Highlights aber sind die WB600 und WB650 für 350/400 EUR. 24 mm Weitwinkel (KB) sowie ein optisches 15fach-Zoom – selbstverständlich bildstabilisiert, werfen sie in die Waagschale. Die WB650 besitzt zusätzlich ein GPS mitsamt Kartenmaterial und ein AMOLED-Display.  (Benjamin Kirchheim)

Samsung PL80 [Foto: Samsung]
Samsung ST60 [Foto: Samsung]
Samsung ST70 [Foto: Samsung]
Samsung WB600 [Foto: Samsung]
Samsung WB650 [Foto: Samsung]
Während Samsung bei der PL100 und PL150 auf ein zusätzliches Frontdisplay für Selbstporträts setzt, hat man sich bei der 20 mm dünnen PL80 den 7° schrägen Kameraboden einfallen lassen und preist das als große Innovation. So schaut die Kamera, auf den Tisch gestellt, nach oben und soll dank 28 mm Weitwinkel (entspr. KB) perfekte Selbstporträts ermöglichen. Diese Ingenieursmeisterleistung soll im März 2010 in den Farben Schwarz, Silber und Rot in den Handel gelangen. Das Objektiv besitzt einen mechanischen Bildstabilisator und zoomt 5fach bis 140 mm (KB). Videos werden in VGA-Auflösung aufgenommen, der rückwärtige Bildschirm ist 2,7" (6,9 cm) groß und löst 230.000 Bildpunkte auf. Die PL80 setzt ganz auf Automatik, so wird selbst das passende aus 16 Motivprogrammen automatisch gewählt, was Fotografieren ohne Nachdenken ermöglichen soll. Gesichts-, Lächel- und Blinzelerkennung gehören da schon zum guten Ton. Gespeichert wird auf SD/SDHC-Speicherkarten.

Die Samsung ST60 und ST70 geben sich etwas stylischer und techniklastiger. So gibt es zusätzlich zu den Automatiken, die auch die PL80 besitzt, eine Gesichtswiedererkennung, Linseneffekte (etwa Fisheye, Tilt&Shift oder Lomo) und eine HD-Videofunktion mit 1.280 x 720 Pixeln Auflösung. Die ST60 hat keinen Bildstabilisator, zoomt optisch 4fach von umgerechnet 27,5 – 110 mm und löst 12 Megapixel auf. Ab Februar 2010 soll sie in den Farben Schwarz, Silber, Rot und Purple erhältlich sein. Die ST70 kommt dagegen erst im März 2010 in Silber und Schwarz auf den Markt. Sie bietet ein bildstabilisiertes optisches 5fach-Zoom von 27-135 mm (KB) und 14,2 Megapixel Auflösung. Beide ST-Modelle besitzen einen 2,7" (6,9 cm) großen Bildschirm mit 230.000 Bildpunkten Auflösung, sind knapp 17 mm dünn und haben einen herkömmlichen, also geraden Kameraboden. Während die ST60 auf normale SD/SDHC-Karten speichert, passen in die ST70 nur die kleineren MicroSD-Karten.

Die WB600 und WB650 warten in ihrem 32 mm dicken Gehäuse mit einem optischen 15fach-Zoom von 24-360 mm (KB) auf – ein Rekord! Selbstverständlich ist das Objektiv, das laut Samsung aus den Labors von Schneider-Kreuznach Deutschland stammt, optisch bildstabilisiert. Der CCD-Bildsensor löst bei beiden Kameras 12 Megapixel auf. Videos werden mit Stereoton in HD-Qualität, also mit 1.280 x 720 Pixeln, aufgezeichnet, wobei MP4 als Speicherformat (H.264-Kompression) zum Einsatz kommt – bis zu 20 Minuten können am Stück gefilmt werden. Die Wiedergabe ist dank HDMI-Schnittstelle ebenfalls in "High Definition" möglich. Die Belichtung kann nicht nur automatisch (wie bei der ST60/ST70 mit Motivautomatik, Gesichtswiedererkennung etc.), sondern auch halb oder voll manuell eingestellt werden.

Während die 350 EUR teure WB600 einen herkömmlichen 3"- (7,6 cm) TFT-Bildschirm mit 230.000 Bildpunkten Auflösung besitzt, wartet die WB650 mit einem ebenso großen, aber viermal so hoch auflösenden AMOLED-Bildschirm auf, der bei weniger Stromverbrauch heller und kontrastreicher ist. Das eigentliche Highlight der 400 EUR teuren WB650 ist aber das integrierte GPS zum Geotagging (inkl. Stadt-/Ländernamen) der Fotos direkt bei der Aufnahme. Zur besseren Orientierung ist sogar Kartenmaterial in der Kamera integriert – was Casio also lediglich als Studie auf der CES 2010 Anfang Januar gezeigt hatte, bringt Samsung im Februar 2010 schon auf den Markt. Die WB650 soll dann in Schwarz und Grau erhältlich sein. Die WB600 wird in denselben Farben erst im März 2010 auf den Markt kommen.

Übrigens sind die WB600 und WB650 kompatibel mit SD-Speicherkarten bis 2 GBytes, SDHC-Karten bis 16 GBytes (ob 32 GBytes funktionieren, gibt Samsung nicht an) sowie den neuen SDXC-Speicherkarten, die ab 48 GBytes Kapazität beginnen. Beide Kameras eignen sich durch ihre Ausstattung – vor allem den großen Zoomumfang – perfekt für die Reisefotografie, die WB650 dank GPS sogar noch mehr als die WB600.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.