Lifestyle und Superzoom

Panasonic legt Lumix DMC-FT2, FX66, ZX3, TZ8 und TZ10 nach

2010-01-26 Vor knapp drei Wochen stellte Panasonic fünf Einsteigerkameras vor, nun legt der Elektronikriese mit fünf anspruchsvolleren Digitalkameras nach. Die Lumix DMC-FT2 ersetzt die wasserdichte FT1. Die 4,6fach-Zoomkamera bringt vor allem mehr Auflösung (14,1 Megapixel) und einige neue "Software"-Features mit. Gleiches gilt auch für die DMC-FX66, die die Vorgängerin FX60 ersetzt. Mit der 8fach-Zoomkamera DMC-ZX3 hingegen bekommt die ZX1 eine größere Schwester mit mehr Auflösung (14,1 Megapixel) und HD-Videofunktion im AVCHD-Lite-Format. Die TZ8 und TZ10 lösen die Erfolgsmodelle TZ6 und TZ7 ab. Auch sie bringen mehr Auflösung mit, vor allem aber zeichnet sich die TZ10 durch ein eingebautes GPS aus.  (Benjamin Kirchheim)

Panasonic Lumix DMC-FT2 [Foto: Panasonic]Ganz neu in allen fünf Neuvorstellungen ist die Bildverarbeitung Venus Engine HD II bzw. Venus Engine VI. Die Kamera erkennt im Motiv, ob es sich um Konturen, Texturen oder detailarme Flächen handelt und behandelt sie unterschiedlich. So werden Konturen, Details und Texturen besonders hervorgehoben, auch die Rauschunterdrückung arbeitet so noch selektiver, um zum einen Störungen in Flächen zu minimieren und andererseits feine Details zu erhalten. Insgesamt soll so die Auflösung gesteigert werden. Genutzt wird das aber auch für eine neue Art Digitalzoom, den Panasonic "intelligenten Digitalzoom" nennt. Dieser arbeitet – angeblich ohne Qualitätseinbußen – ca. 1,3fach und ist in der intelligenten Automatik der Kameras nicht abschaltbar, der Anwender merkt nicht einmal den Übergang zwischen optischem und digitalem Zoom.

Die Lumix DMC-FT2 profiliert sich als Outdoor-Kamera, was in diesem Fall bedeutet, dass sie besonders robust und gegen Umwelteinflüsse geschützt ist. Das schließt eine Frostsicherheit bis -10 °C, eine Wasserdichtigkeit bis 10 m Panasonic Lumix DMC-FT2 [Foto: Panasonic]Tiefe und eine Fallsicherheit bis 2 m Höhe ein (bei der FT1 waren es noch 0 °C, 3 m Wassertiefe und 1,5 m Fallhöhe). Zu beachten ist aber, dass Panasonic nach einem Sturz die Wasserdichtigkeit als nicht mehr gewährleistet ansieht. Mit dem optionalen Unterwassergehäuse DMW-MCFT2 lässt sich die Tauchtiefe auf 40 m erhöhen.

Die Auflösung des CCD-Sensors beträgt 14,1 Megapixel, das optische 4,6fach-Zoom (mit Leica-Label) deckt einen Brennweitenbereich von 28-128 mm (KB) ab. Der Power-OIS sorgt für die Bildstabilisierung. Er ist vor allem bei niedrigen Frequenzen wie etwa dem "Schwanken" des Menschen wesentlich effektiver als der "alte" OIS in der Vorgängerin FT1. Auch der Autofokus wurde beschleunigt und soll mit weniger als 0,3 s DSLR-Niveau erreichen, womit die FT2 auch aktionsreichen Situationen gerecht werden sollte. Der Bildschirm der FT2 misst 2,7" (6,9 cm) in der Diagonale, löst 230.000 Bildpunkte auf und Panasonic Lumix DMC-FT2 [Foto: Panasonic]regelt seine Helligkeit anhand des Umgebungslichts automatisch. Selbstverständlich ist die intelligente Automatik mit an Bord, sie steuert den optischen Bildstabilisator, optimiert die Belichtung bei kontrastreichen Motiven, erkennt Motivbewegungen und passt die Belichtungszeit daran an, erkennt Gesichter, retuschiert rote Augen digital und erkennt die Motivsituation, um automatisch das richtige Motivprogramm einzustellen. All dies ist dank der leistungsfähigen Venus Engine HD II möglich.

Panasonic Lumix DMC-FX66 [Foto: Panasonic]Der Videomodus erreicht HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln, gespeichert wird wahlweise als Motion-JPEG oder im Format AVCHD-Lite. Letzteres braucht bei besserer Bildqualität nur etwa halb so viel Speicherplatz. Bei der Tonaufnahme ist ein digitaler Windfilter zuschaltbar. Optischer Bildstabilisator, optisches Zoom sowie weitgehend alle "Fotofunktionen" wie Gesichtserkennung, intelligente Kontraststeuerung und automatische Motiverkennung bleiben auch bei der Videoaufnahme aktiv, die über eine eigene Taste an der Kamerarückseite aktiviert wird. Auch ein HDMI-Anschluss inkl. Viera-Link fehlt der FT2 nicht, so kann sie – zumindest an einem Panasonic-Fernseher angeschlossen – über die Fernseher-Fernbedienung gesteuert werden.

Die Stromversorgung erledigt ein Li-Ion-Akku mit ID-Security-Chip, 360 Aufnahmen nach CIPA-Standardmessverfahren sollen erreicht werden; das Speicherkartenfach nimmt SD-, SDHC- und SDXC-Karten auf. Ab März 2010 soll die DMC-FT2 in den Farben Silber, Blau und Orange für rund 400 EUR erhältlich sein. Zum Lieferumfang gehört eine transparente Silikon-Schutzhülle, die die Kamera vor Beschädigungen schützt, wobei sie aber bedienbar bleibt und die Griffigkeit erhöht wird.

Panasonic Lumix DMC-FX66 [Foto: Panasonic]Bei der Panasonic Lumix DMC-FX66 handelt es sich um eine kompakte Lifestylekamera. Sie wiegt betriebsbereit gerade 145 g und misst 97 x 54,1 x 21,8 mm, beherbergt dabei aber ein optisches 5fach-Zoom vom 25-125 mm (KB) mit Leica-Label. Auch sie verfügt über die intelligente Automatik inkl. der intelligenten Auflösung bzw. des intelligenten Digitalzooms, eine HD-Videofunktion (allerdings nur in Motion-JPEG) sowie den verbesserten Power-OIS und den beschleunigten Autofokus. Realisiert ist das mit der Venus Engine VI. HDMI und Viera-Link sind genauso mit von der Partie wie ein 14,1 Megapixel auflösender CCD-Bildsensor und SD-, SDHC- und SDXC-Kompatibilität. Der Bildschirm mit automatischer Helligkeitsanpassung ist 2,7" (6,9 cm) groß und löst 230.000 Bildpunkte auf. Für rund 280 EUR soll die FX66 ab März 2010 in den Farben Schwarz (matt), Silber, Türkis und Aubergine erhältlich sein. Nach CIPA-Standardmessverfahren reicht der Akku (mit ID-Security-Technologie) für rund 380 Aufnahmen.

Panasonic Lumix DMC-ZX3 [Foto: Panasonic]Als einzige der fünf Neuvorstellungen löst die Lumix DMC-ZX3 nicht etwa eine Vorgängerkamera ab, sondern ergänzt sie "nach oben". Während die ZX1 sich dem "magischen" Marktpreis von 200 EUR schon nähert bzw. ihn vereinzelt schon nach unten durchbrochen hat, soll die ZX3 300 EUR kosten. Sie wirft mit AVCHD-Lite-Videofunktion und 14,1 Megapixel Auflösung eine etwas bessere Ausstattung in die Waagschale bzw. empfiehlt sich als Foto-Video-Hybridkamera, was durch die dedizierte Videoaufnahmetaste auf der Kamerarückseite unterstrichen wird. Die "Software"-Ausstattung entspricht dank Venus Engine HD II der DMC-FT2, also etwa Power-OIS, intelligente Auflösung, intelligente Automatik, super schneller Autofokus etc. Auch HDMI Panasonic Lumix DMC-ZX3 [Foto: Panasonic]inkl. Viera-Link sowie SDXC-Unterstützung sind mit an Bord. Das optische 8fach-Zoom (mit Leica-Label) deckt einen Brennweitenbereich von 25-200 mm (KB) ab, wobei die Kamera mit 97,8 x 54,8 x 26 mm und 159 g recht kompakt und leicht bleibt. Der Bildschirm misst 2,7" (6,9 cm) in der Diagonale, regelt seine Helligkeit automatisch und löst 230.000 Bildpunkte auf. Ab März 2010 soll die ZX3 in den Farben Schwarz, Chocolate, Rot und Blau auf den Markt kommen. Sie ist matt lackiert und somit unempfindlich gegen Schmutz und Fingerabdrücke. Der ID-Security-Akku reicht für 330 Aufnahmen nach CIPA-Standardmessverfahren, optional ist sogar ein Unterwassergehäuse (DMW-MCZX3) erhältlich, mit dem die ZX3 40 m tief tauchen kann.

Panasonic Lumix DMC-TZ10 [Foto: Panasonic]Panasonics neues Topmodell der kompakten Superzoomkameras ist die neue TZ10. Sie hat ein integriertes GPS, womit in den Fotos die aktuelle Aufnahmeposition (bzw. die des letzten empfangenen Signals) gespeichert wird. Neben der Position zeigt die Kamera aber auch das Land, Bundesland (bzw. Bundesstaat), Stadt sowie die Sehenswürdigkeiten in der Nähe in Textform an. In der TZ10 sind über 500.000 Sehenswürdigkeiten aus 73 Staaten gespeichert. Auch die Kamerauhr kann anhand des GPS inkl. richtiger Zeitzone (Lokalzeit) automatisch eingestellt werden. Bei aktiviertem GPS und ausgeschalteter Kamera wird das Signal weiter in größeren Zeitabständen aktualisiert. Falls man das Deaktivieren vergisst, schaltet sich die Funktion ab einem gewissen Restladestand des Akkus von alleine aus, damit man nicht Panasonic Lumix DMC-TZ10 [Foto: Panasonic]von einem leeren Akku überrascht wird.

Das optische 12fach-Zoom mit Leica-Label deckt einen Bereich von 25-300 mm (KB) ab und ist mittels Power-OIS bildstabilisiert. Die Venus Engine HD II sorgt für die nötige Rechenpower und so den schnellen Autofokus (ca. 0,4 s) sowie die vielen intelligenten Automatikfunktionen. Die HD-Videofunktion mit Stereoton speichert wahlweise in Motion-JPEG oder AVCHD-Lite ab; optisches Zoom, Motivprogramme und andere Automatiken bleiben erhalten. Gesteuert wird die Videoaufnahme über eine eigene Taste an der Kamerarückseite. Auch eine HDMI-Schnittstelle samt Viera-Link besitzt die TZ10. Gespeichert werden Fotos bzw. Videos auf SD-, SDHC- oder SDXC-Speicherkarten. Die Fotoauflösung steigt auf effektiv 12 Megapixel, wobei die TZ10 einen 14,5-Megapixel-Sensor einsetzt. Von dem wird aber je nach Seitenverhältnis (4:3, 3:2 oder 16:9) nur eine verminderte Zahl von Pixeln genutzt, was eine identische Bilddiagonale bei allen Einstellungen garantiert – damit verliert die Panasonic Lumix DMC-TZ10 [Foto: Panasonic]Kamera auch in 16:9 kein Weitwinkel. Auf Wunsch zeichnet die Kamera sogar alle drei Formate gleichzeitig auf. Der rückwärtige Bildschirm misst 3" (7,6 cm) in der Diagonale und löst feine 460.000 Bildpunkte auf – seine Helligkeit wird automatisch geregelt.

Anders als alle bisherigen TZ-Kameras kann bei der TZ10 die Belichtung auch manuell (bzw. halbmanuell) gesteuert werden, dank Irisblende stehen sogar fein abgestufte Blendenwerte zur Verfügung. Damit kommt Panasonic einem immer wieder geäußerten Anwenderwunsch nach. Somit eignet sich die TZ10 noch besser als Taschen-Superzoomergänzung bspw. zur Spiegelreflexausrüstung. Ab März 2010 soll die TZ10 in den Farben Schwarz, Silber, Chocolate, Rot und Blau (jeweils matt) für rund 400 EUR auf den Markt kommen.

Panasonic Lumix DMC-TZ8 [Foto: Panasonic]Für 70 EUR weniger bekommt man die kleine Schwester der TZ10, die TZ8 heißt. Es wird sie ab März 2010 in den Farben Silber und Schwarz geben. Technisch gibt es geringe Einbußen, so muss man auf den GPS und AVCHD-Lite-Videoaufnahmen verzichten. Die TZ8 arbeitet mit der Venus Engine VI und hat mit 2,7" (6,9 cm) einen etwas kleineren und mit 230.000 Bildpunkten auch etwas geringer auflösenden Bildschirm. Ebenfalls verzichten muss der TZ8-Käufer auf die Videoaufnahmetaste, das Stereomikrofon und den HDMI-Anschluss. Ansonsten ist die TZ8 identisch zur TZ10. Für beide Kameras gibt es optional das Unterwassergehäuse DMW-MCTZ10E, mit dem Tauchgänge bis 40 m möglich sind. Der Li-Ion-Akku mit ID-Security-Chip reicht in der TZ10 für 300 Fotos, die TZ8 ist etwas sparsamer und bringt es auf 340 Fotos nach CIPA-Standardmessverfahren.

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Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 39, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.