10- und 20-fach Reisezoomkameras

Panasonic bringt Lumix-Modelle DMC-TZ41, TZ36, SZ3 und SZ9

2013-01-07 Große Zoompower im kleinen Gehäuse ist nach wie vor ein wichtiges Merkmal der Kompaktkameras von Panasonic. Mit den 20-fach-Zoommodellen TZ41 und TZ36 sowie den 10-fach-Zoommodellen SZ3 und SZ9 bleibt der japanische Hersteller am Ball. Dabei bleibt vor allem das Spitzenmodell TZ41 am Puls der Zeit, denn sie beherrscht WLAN zur Bildübertragung und Steuerung der Kamera. Ihr NFC-Modul soll die Verbindung mit einem kompatiblen Smartphone stark vereinfachen.  (Benjamin Kirchheim)

Panasonic Lumix DMC-TZ41 [Foto: Panasonic]NFC steht für Near-Field-Communication, zu Deutsch Nahbereichskommunikation. Zwar bieten nur wenige Mobiltelefone ein entsprechendes Modul, ist dies aber der Fall, braucht man laut Panasonic nur noch Kamera und Smartphone aneinander zu halten und eine einfach Schritt-für-Schritt-Anleitung zu befolgen, um eine WLAN-Verbindung aufzubauen. Eine langwierige Konfiguration soll damit entfallen. Die Lumix DMC-TZ41 beherrscht Instant-Transfer per WLAN Funktion, die aufgenommene Bilder ohne Weiteres Zutun direkt auf ein Smartphone überträgt – jedoch nur in verringerter Auflösung. Das Speichern in Originalgröße ist nur im Heim-WLAN auf einem PC möglich. Hier kann die TZ41 die neuen Bilder sogar automatisch per WLAN übertragen, sobald sie ans USB-Ladegerät gesteckt wird. Des Weiteren beherrscht die TZ41 WiFi-Direct zum direkten Übertragen von Bildern zu einem anderen Gerät und DLNA. Auch die Steuerung der Kamera vom Smartphone aus via App ist möglich, sie erlaubt nicht nur das Zoomen, Fokussieren und Auslösen, sondern auch andere Kameraeinstellungen wie Verschlusszeit, Blende und Belichtungskorrektur. Panasonic Lumix DMC-TZ41 [Foto: Panasonic]Zur geographischen Verortung der Fotos beherrscht die TZ41 nicht nur den GPS-Empfang, sondern unterstützt auch das russische Konkurrenzsystem Glossnass. Die Kamera verfügt über eine umfangreiche Datenbank zu Orten, Sehenswürdigkeiten etc. Neben der Position im Foto kann auch der ganze zurückgelegte Weg mitteln Trackingfunktion auf der Speicherkarte verewigt werden. Ergänzt wird die GPS-Position der Fotos durch die Aufnahmerichtung, die mit dem integrierten Kompass erfasst wird.

Herzstück der knapp 29 Millimeter flachen Kamera ist das optischen 20-fach-Zoom mit verbessertem Fünf-Achsen-Bildstabilisator und Leica-Label. Es zoomt umgerechnet auf Kleinbild von 24 bis 480 Millimeter und sollte damit alle abdecken, was man im Alltag und auf Reisen benötigt. Allerdings fällt die Lichtstärke mit einer Anfangsöffnung von F3,3 bis F6,4 nicht sonderlich hoch aus. Der kleine Hochempfindlichkeits-MOS-Sensor löst Panasonic Lumix DMC-TZ41 [Foto: Panasonic]18,1 Megapixel auf und bietet zusammen mit dem Bildverarbeitungsprozessor eine hohe Geschwindigkeit. Full-HD-Videos im AVCHD-Format lassen sich mit 50 Bildern pro Sekunde (50p) aufnehmen, Serienbilder fertigt die TZ41 bei voller Auflösung gleich zehn in der Sekunde an, mit Autofokus-Nachführung werden fünf Bilder pro Sekunde erreicht. Die Einschaltzeit soll laut Panasonic sehr kurz sein und der Autofokus blitzschnell. Bei Videoaufnahmen kommt außerdem eine automatische Horizontkorrektur zum Einsatz, so dass man die Kamera nicht mehr perfekt gerade halten muss. Neu ist das Wavelet-NR-System, das niedrigfrequentes Rauschen noch besser unterdrücken soll. Es kommt von ISO 800 bis 6.400 zum Einsatz. Eine zusätzliche Kantenglättungs-NR-Technologie soll ebenfalls die Detailzeichnung bei höheren Empfindlichkeiten verbessern.

Panasonic Lumix DMC-TZ36 [Foto: Panasonic]Neben manueller Belichtungssteuerung verfügt die TZ41 über zahlreiche Automatiken bis hin zur bewährten intelligenten Automatik, die sämtliche Kamerafunktionen wie das Motivprogramm, den Autofokus, die Belichtung, die Gesichtserkennung, den Bildstabilisator etc. automatisch steuert. Außerdem beherrscht die TZ41 14 Aufnahmeeffekte, bietet eine Panoramafunktion, eine elektronische Wasserwaage, einen 3D-Fotomodus sowie eine HDR-Funktion. Zu guter Letzt sei der Drei-Zoll-Bildscirm erwähnt, der feine 920.000 Bildpunkte auflöst und eine Multitouch-Funktion aufweist, so dass man die Kamera alternativ zu den Tasten sehr bequem steuern kann. Neu ist auch ein größerer 1.250-mAh-Akku, der eine größere Ausdauer besitzen soll: 300 Aufnahmen gemäß CIPA-Standardmessverfahren. Ab März 2013 soll die Panasonic Lumix DMC-TZ41 in den Farben Schwarz, Titan-Silber, Weiß und Bordeaux-Rot Panasonic Lumix DMC-TZ36
 [Foto: Panasonic]erhältlich sein. Einen genauen Preis nennt der japanische Hersteller zwar noch nicht, er dürfte aber knapp unter der 400-Euro-Marke liegen.

Etwa 100 Euro günstiger dürfte die Panasonic Lumix DMC-TZ36 sein, die ebenfalls ab März 2013 in den Handel kommen soll. Es wird sie nur in den Farben Schwarz und Silber geben. Bis auf einige Ausnahmen entspricht ihre Ausstattung der TZ41. Die ist jedoch etwa einen Millimeter flacher, löst 16 statt 18 Megapixel auf und der Käufer muss auf WLAN, NFC, GPS und Glossnass verzichten. Full-HD-Videos werden nur mit 50 Halbbildern pro Sekunde (50i) sowie mit Mono- statt Stereoton aufgenommen, auch die automatische Horizontkorrektur entfällt. Letzter nicht unwesentlicher Unterschied: Der Drei-Zoll-Bildschirm löst lediglich 460.000 Bildpunkte auch und bietet keine Touch-Funktion.

Panasonic Lumix DMC-SZ9 [Foto: Panasonic]Bei den Lumix-Modellen SZ-3 und SZ-9 liegt der Fokus vor allem auf einem möglichst kompakten Gehäuse und geringem Gewicht. Beide sind weniger als 22 Millimeter dick und wiegen kaum mehr als 130 Gramm. Sie bieten dennoch ein optisches Zehnfachzoom von umgerechnet 25 bis 250 Millimeter inklusive optischem Bildstabilisator. Beide lösen 16 Megapixel auf, wobei in der SZ-9 ein MOS- und in der SZ-3 ein CCD-Sensor werkelt. Die Belichtung wird über Motivprogramme oder aber die intelligente Automatik geregelt, die mittels Erkennung das Motivprogramm genauso automatisch einstellt wie den Bildstabilisator. Gesichter werden erkannt, Motivbewegungen genauso, um mit der ISO-Automatik einem Verwischen des Motivs entgegen zu wirken. Der Autofokus besitzt eine Motivverfolgungsfunktion, rote Augen werden erkannt Panasonic Lumix DMC-SZ3 [Foto: Panasonic]und automatisch retuschiert. Auch Panoramen können mit den Lumix-Modellen leicht aufgenommen werden, sogar die digitalen Fotofilter können dabei zum Einsatz kommen.

Trotz der vielen Gemeinsamkeiten gibt es nicht unwesentliche Unterschiede: Der MOS-Sensor der SZ-9 ist deutlich schneller und erlaubt neben Highspeed-Serienbildaufnahmen mit bis zu zehn Bildern pro Sekunde (bei reduzierter Auflösung, fünf Bilder pro Sekunde mit Autofokus-Nachführung) auch die Aufnahme von Full-HD-Videos mit 50 Halbbildern pro Sekunde (50i) im AVCHD-Format oder 25 Vollbildern pro Sekunde im MP4-Format. Die SZ3 mit ihrem CCD-Sensor zeichnet Videos hingegen nur in der kleinen HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixel im MP4-Format auf. Ein weiterer Unterschied ist auf der Kamerarückseite zu finden: Während die Lumix DMC-SZ9 über einen drei Zoll großen Bildschirm mit 460.000 Bildpunkten Auflösung verfügt, muss man sich Panasonic Lumix DMC-SZ9 [Foto: Panasonic]bei der SZ3 mit 2,7 Zoll und 230.000 Bildpunkten begnügen. Ein weiterer Vorteil der SZ9: Sie verfügt über ein WLAN-Modul, das DLNA, WiFi-direct, Instant-Transfer und die Fernsteuerung der Kamera vom Smartphone aus beherrscht. Weitere Funktionen, über die nur die SZ9 verfügt sind 3D-Fotoaufnahmen, ein HDR-Modus, der automatisch unterschiedlich belichtete Aufnahmen zu einer kombiniert und eine Micro-HDMI-Schnittstelle. Per USB können hingegen beide Kameras geladen werden. Die Markteinführung der SZ9 ist für März 2013 geplant, sie soll in den Farben Schwarz und Silber angeboten werden. Schon für den Februar 2013 ist die Markteinführung der Lumix DMC-SZ3 geplant, die Gehäusefarbauswahl ist mit Schwarz. Braun, Weiß und Violett etwas größer. Genaue Preise nennt Panasonic zwar noch nicht, die SZ9 sollte sich aber um 240 Euro rum bewegen, die SZ3 etwa 80 Euro darunter.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.