Limitierte Sonderedition

Olympus E-420 als erste DSLR in poppigen Farben erhältlich

2008-04-01 Bunte Kompaktdigitalkameras, die nicht in langweiligem und spießigem Silber oder Schwarz daher kommen, verkaufen sich wie warme Semmeln. Ein Trend, den nicht zuletzt auch Olympus mit seinen stylischen und kompakten Digitalkameras maßgeblich gesetzt hat. Wer gerne eine farbige DSLR hätte, suchte bisher allerdings vergebens: zu groß die Kameras, zu "professionell" ihre Ansprüche. Doch Olympus wagt das Experiment und bringt die erst kürzlich vorgestellte Olympus E-420 in einer streng limitierten Sonderedition in nicht weniger als sechs Farben auf den Markt.  (Benjamin Kirchheim)


Olympus E-420 Royalblue [Foto: Olympus]
  Olympus E-420 Rubyred [Foto: Olympus]

Olympus E-420 Camouflage [Foto: Olympus]
Die Modellnummer der E-420 greift Olympus bei der Limitierung der Stückzahl wieder auf, indem genau 4.200 Stück vom Band laufen werden. Fast ein Viertel (genau 900 Stück) finden dabei den Weg zu den deutschen Händlern und damit den Käufern. Olympus macht damit deutlich, wie überaus wichtig der deutsche Markt der Firma ist. Ungewöhnlich ist die Farbenvielfalt der ansonsten so langweiligen und meist schwarzen DSLRs, die langsam aber sicher auch zum Lifestyle-Objekt werden. Damit setzt Olympus wieder einmal Maßstäbe und zeigt nicht nur Innovations-, sondern auch gewagte Experimentierfreudigkeit. So werden je 150 Kameras in den Farben Royalblue, Candypink, Limegreen, Sunsetorange und Rubyred nach Deutschland kommen, alle sehr erfolgreiche Farben von Olympus Kompaktkameraserien. Etwas Besonderes sind die 150 Modelle im Camouflage-Design, denn dieses Muster ist – zumindest im Kamerabereich – gänzlich neu und sollte für Dschungelexpeditionen ein Muss sein.

Technisch entspricht die Sonderauflage, die noch in diesem Monat an die Händler ausgeliefert werden soll, dem Serienmodell der E-420. Die Kamera löst zehn Megapixel auf und ist kompatibel zum umfangreichen FourThirds-System. Das LiveView arbeitet mit Kontrast-Autofokus auf Sensorebene, so dass die E-420 wie eine Kompaktkamera incl. Gesichtserkennungsfunktion scharf stellen kann. Als Sucher dient dann der rückwärtige, 2,7 Zoll große LCD-Monitor, der 230.000 Bildpunkte auflöst. Er ist mit der Technologie HyperChristal II ausgestattet, die nicht nur ein kontrastreiches und helles Bild sogar bei Sonneneinstrahlung verspricht, sondern auch einen Betrachtungswinkel von 176° horizontal und vertikal besitzt. Alternativ zum LiveView gibt es einen klassischen Spiegelsucher, der 0,92-fach vergrößert und über einen Dioptrienausgleich von -3 bis +1 verfügt. Für genügend Power bei der Rechenleistung sorgt der TruePic III Bildprozessor, der sich auch für die Gesichtserkennung und die automatische Schattenaufhellung SAT (Shadow Adjustment Technology) verantwortlich zeigt und darüber hinaus in der E-420 3,5 Bilder pro Sekunde verarbeiten kann. Bis zu acht RAW-Bilder passen dabei in den Zwischenspeicher. Dieser wird wahlweise auf xD- oder CompactFlash-Speicherkarten geleert.

Für den Staubschutz sorgt der bekannte Supersonic Wave Filter, der den Tiefpassfilter vor dem Sensor in Ultraschallschwingungen versetzt und dem Staub so keine Chance lässt. Die Kamera unterstützt Olympus' drahtloses Blitzsystem, so lassen sich die externen Blitzgeräte FL-36R und FL-50R in bis zu drei Gruppen drahtlos zünden. Die Empfindlichkeit ist von ISO 100 bis 1.600 in einem weiten Bereich regelbar, auch eine Automatik ist integriert. Inklusive der automatischen, halbautomatischen und voll manuellen Modi stehen dem Benutzer zielgruppengerecht insgesamt 28 Aufnahmeprogramme für fast jedes fotografische Motiv zur Verfügung.

In den Details der bunten Kameras gibt es noch einige Unterschiede zum Serienmodell. So finden Sammler in dem Karton, der in Kamerafarbe gehalten ist, ein Zertifikat mit Seriennummer, das die Echtheit der Kamera garantiert. Darüber hinaus liegt eine edle Ledertasche in Kamerafarbe bei, was auch auf den Neopren-Tragegurt zutrifft. Als i-Tüpfelchen gibt es beim Menüaufruf einen Aha-Effekt, denn dieses ist ebenfalls in Kamerafarben gehalten und macht dieses Sondermodell zu einem einzigartigen Designstück, an dem die Benutzer dank 5-jähriger Garantie noch lange Freude haben werden. Allerdings ist dieses Sondermodell aufgrund des umfangreichen Zubehörs und Sondereditionscharakters nicht zum Preis des Standard-Serienmodells von 500 EUR zu haben, sondern soll ca. 150 EUR Aufpreis kosten, der allemal gerechtfertigt sein sollte.

Aktualisierung Mit den Worten "Wenn das ein Scherz ist... schade. Die camouflage farbige hätte ich schon morgen vorbestellt" und "In der Tat ist es doch ein fälliger Schritt, dass es bei den DSLRs mal andere Farben als nur Schwarz und Silber gibt. Finde den Aprilscherz super! Ist gleich eine Anregung an die Hersteller, damit ernst zu machen" reagierten unsere Leser auf den diesjährigen digitalkamera.de-Aprilscherz. Auch bei Olympus war man amüsiert: "Ich gestehe – für eine kurze Schrecksekunde schnellte mein Puls in die Höhe – bis ich dann den direkten Zusammenhang der Meldung mit dem heutigen Tag realisierte" sowie "eine super schöne Geschichte. Erst bin ich selbst darauf reingefallen und nun stehen die Kollegen ständig bei mir und fragen welche Farbe in welchen Mengen verfügbar ist" lauteten die Zuschriften. Insofern freuen wir uns zum Einen auf die erste poppige DSLR, vielleicht sogar aus dem Hause Olympus. Und für den nächsten "1. April" lassen wir uns vielleicht wieder etwas einfallen, um unsere Leser mal auf eine etwas andere Weise zu unterhalten.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 44, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.