Rasante Kamera für Geduldige

Nikon kündigt Einsteiger-Systemkamera 1 S2 für den Herbst 2014 an

2014-05-14 Nikon will mit der 1 S2 im Herbst 2014 das Nachfolgemodell der 1 S1 auf den Markt bringen. Die spiegellose Systemkamera zeichnet sich vor allem durch ihr kompaktes Gehäuse, zahlreiche Automatikfunktionen und die rasante Geschwindigkeit aus. Der CMOS-Sensor im CX-Format löst bei der 1 S2 nun 14,2 statt 10,1 Megapixel beim Vorgängermodell auf, die Empfindlichkeit reicht nun von ISO 200 bis 12.800 statt von 100 bis 6.400.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die Nikon 1 S2 besitzt einen 14,2 Megapixel auflösenden CMOS-Sensor im CX-Format. [Foto: Nikon]

    Die Nikon 1 S2 besitzt einen 14,2 Megapixel auflösenden CMOS-Sensor im CX-Format. [Foto: Nikon]

  • Bild Nikon setzt bei der 1 S2 vor allem auf Automatiken, entsprechend aufgeräumt wirkt die Kamera, deren Rückseite hauptsächlich von 7,5 Zentimeter großen 460.800 Bildpunkte auflösenden Bildschirm eingenommen wird. [Foto: Nikon]

    Nikon setzt bei der 1 S2 vor allem auf Automatiken, entsprechend aufgeräumt wirkt die Kamera, deren Rückseite hauptsächlich von 7,5 Zentimeter großen 460.800 Bildpunkte auflösenden Bildschirm eingenommen wird. [Foto: Nikon]

  • Bild Die Nikon 1 S2 soll zusammen mit dem mit 1-Nikkor 11-27 mm neben Weiß und Schwarz auch in auffälligem Knallgelb angeboten werden. [Foto: Nikon]

    Die Nikon 1 S2 soll zusammen mit dem mit 1-Nikkor 11-27 mm neben Weiß und Schwarz auch in auffälligem Knallgelb angeboten werden. [Foto: Nikon]

Nikon setzt bei der Einsteiger-Systemkamera 1 S2 vor allem auf Automatikfunktionen, die dem Fotografen das "Denken" abnehmen, heißt: Er soll sich voll auf sein Motiv konzentrieren können. Mit ihrem CX-Sensor füllt die 1 S2 sozusagen die Lücke zwischen Systemkameras beziehungsweise DSLRs und Kompaktkameras. Im 1"-Formfaktor besitzt er eine Größe von 13,2 x 8,8 Millimeter und ein klassisches Foto-Seitenverhältnis von 3:2. In der Diagonalen ist der Sensor gegenüber Kleinbild um den Faktor 2,7 kleiner, gegenüber den meisten Kompaktkameras aber größer. Das 11-27,5mm-Setobjektiv deckt also beispielsweise einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 30 bis 74 Millimeter ab. Verglichen mit dem Vorgängermodell 1 S1 steigt die Auflösung von 10,1 auf 14,2 Megapixel, der Empfindlichkeitsbereich liegt nun bei ISO 200 bis 12.800 statt 100 bis 6.400. Der Sensor besitzt nicht nur Kontrastautofokus-Messfelder bis fast an den Bildrand, sondern auch 73 integrierte Phasen-Autofokussensoren. Zusammen sorgen die Sensoren beim Hybrid-Autofokus für eine schnelle und Präzise Fokussierung.

Insbesondere bei der Geschwindigkeit will Nikon mit der 1 S2 punkten. Sie fokussiert nicht nur sehr schnell, sondern führt bei bis zu 20 Bildern pro Sekunde Serienbildgeschwindigkeit bei Voller Auflösung den Autofokus nach. Wird der AF beim ersten Bild eingefroren, steigt die Serienbildrate sogar auf bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Die rasante Aufnahmerate soll auch dafür sorgen, dass der Fotograf den besten Moment seines Motivs nicht verpasst. Gleich zehn Bilder in weniger als einer Sekunde nimmt die Kamera auf, der Fotograf wählt hinterher das beste der Bilder aus, wobei ihn selbst hier die automatische Bildanalyse die Auswahl erleichtert.

Videos nimmt die 1 S2 in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080) bei 60 Vollbildern pro Sekunde (60p) auf. Dabei kann der Fotograf jederzeit unterbrechungsfrei ein Foto in hoher Auflösung aufnehmen. Neu ist der Auto-Fotopicker, der während einer Videoaufnahme automatisch Fotos in hoher Auflösung speichert, und zwar genau dann, wenn die Bildanalyse meint, dass die Parameter gerade optimal sind. Die Bedienung der 1 S2 soll über möglichst wenig Tasten besonders einfach sein. Der Großteil der Rückseite der kompakten Kamera wird vom 7,5 Zentimeter großen Bildschirm eingenommen, der 460.800 Bildpunkte auflöst. Ein Funktionsmenü erlaubt die schnelle Einstellung der wichtigsten Aufnahmeparameter.

Mittels des winzigen WLAN-Adapters WU-1a, der in die USB-Schnittstelle gesteckt wird, kann die 1 S2 um Drahtlosfunktionen zur Bildübertragung sowie zur Fernsteuerung samt Livebildübertragung auf ein Smartphone ausgestattet werden. Auf dem Smartphone oder Tablet mit iOS oder Android muss nur die passende, kostenlose App installiert werden.

Auch wenn die Kamera äußerst rasant ist, müssen Interessenten sich bei der Markteinführung noch etwas gedulden, die erst im Herbst erfolgen soll. In den drei Farben Gelb, Schwarz und Weiß soll die Nikon 1 S2 zusammen mit dem Setobjektiv 1-Nikkor 11-27,5 mm dann knapp 460 EUR kosten. Das seit Februar 2013 erhältliche Vorgängermodell 1 S1, das ursprünglich 520 EUR kosten sollte, ist inzwischen übrigens für unter 200 EUR zu haben.

In den Farben Schwarz und Weiß will Nikon für knapp 640 EUR auch ein Doppelzoomkit mit dem 11-27,5 mm sowie dem 1-Nikkor VR 30-110 mm (81-297 mm entsprechend Kleinbild) anbieten. Außerdem sollen als Zubehör das Unterwassergehäuse WP-N3 für knapp 800 EUR sowie der Unterwasserblitz SB-N10 für ca. 700 EUR erhältlich sein.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.