Supertele und Weitwinkelzoom

Nikon bringt AF-S Nikkore 800 mm 1:5,6 und 18-35 mm 1:3,5-4,5

2013-01-29 Mit dem AF-S Nikkor 800 mm 1:5,6E FL ED VR, das zur photokina 2012 bereits angekündigt wurde, bringt Nikon jetzt sein neues Supertele-Flaggschiff auf den Markt. Es ist ein Teleobjektiv für höchste Ansprüche in Sport-, Tier- und Pressefotografie und wird zusammen mit dem eigens dafür entwickelten Telekonverter AF-S TC800-1.25E ED ausgeliefert. Dieses speziell aufeinander abgestimmte Duo erreicht eine Brennweite von 1.000 Millimeter. Für den Weitwinkelbereich stellt Nikon das Zoomobjektiv AF-S Nikkor 18-35 mm 1:3,5-4,5G ED vor, das für das Nikon FX-System konzipiert wurde, generell aber mit allen digitalen Nikon SLR-Kameras kompatibel ist.  (Daniela Schmid)

Nikon AF-S Nikkor 800 mm 1:5,6E FL ED VR mit TC-800 Telekonverter [Foto: Nikon]Das AF-S Nikkor 800 mm 1:5,6E FL ED VR hat die längste Brennweite der Nikkor-Reihe und erfüllt laut Nikon allerhöchste Ansprüche. Der Tubus des professionellen Supertele mit Festbrennweite besteht aus einer Magnesiumlegierung, die leicht und robust ist. Für ein gut ausbalanciertes Gefühl sorgt eine Verbesserung im optischen System, das aus 20 Linsen in 13 Gruppen aufgebaut ist. Die beiden vordersten Linsen bestehen aus Fluorit, was den vorderen Teil des Objektivs leicht macht und den Schwerpunkt nach hinten verlagert. Die Fluoritlinsen punkten laut Nikon außerdem mit hoher Lichtdurchlässigkeit bei minimalen Farbfehlern und geringer Dispersion. Die zwei Fluorit-Elemente werden durch zwei ED-Glaslinsen ergänzt. Die Nanokristallvergütung soll Reflexionen und Streulicht vermeiden. Die Frontlinse ist durch ein konvex-konkav geformtes Meniskus-Schutzglas geschützt. Außerdem verfügt das Objektiv über einen Einschubfilterhalter mit einem 52-mm-NC-Klarglasfilter. Für eine präzise Blendensteuerung setzt Nikon eine elektromagnetische Irisblendenöffnung ein. Diese soll insbesondere bei Serienaufnahmen für eine verbesserte Konsistenz der Belichtung sorgen. Zur weiteren Ausstattung des Supertele gehört ein Silent-Wave-Motor (SWM) mit drei Fokus-Modi: A/M-Modus (manuelle Scharfstellung mit Priorität des Autofokus), M/A-Modus (direktes, quasi verzögerungsfreies Umschalten von Autofokus auf manuelle Scharfstellung) und M-Modus für rein manuelle Fokussierung. Der Bildstabilisator VR gleicht bis zu vier Lichtwertstufen aus. Mit den beiden VR-Modi "Normal" und "Active" sowie einer automatischen Stativerkennung soll Verwacklungen vorgebeugt werden. Das knapp 4,6 Kilogramm schwere AF-S Nikkor 800 mm 1:5,6E FL ED VR verfügt über einen integrierten Stativfuß.

Nikon AF-S Telekonverter TC800-1.25E ED [Foto: Nikon]Das AF-S Nikkor 800 mm 1:5,6E FL ED VR wird zusammen mit dem AF-S Telekonverter TC800-1.25E ED ausgeliefert. Der Telekonverter, der erstmals über eine ED-Glaslinse für die Reduzierung der chromatischen Aberration enthält, wurde speziell für das 800-mm-Supertele entwickelt und wird daher auch nicht einzeln verkauft. Nikon AF-S Nikkor 18-35 mm 1:3,5-4,5G ED [Foto: Nikon]Er erweitert die Brennweite auf 1.000 Millimeter bei einer Lichtstärke von 1:7. Die AF-Unterstützung mit den aktuellen Profi-DSLRs ist damit sichergestellt. Für das Supertele plus Konverter verlangt Nikon 17.130 Euro. Ab April 2013 gibt es das Bundle bei ausgewählten Nikon-Händlern für Profiprodukte.

Nicht ganz so hoch greift das Weitwinkelzoom AF-S Nikkor 18-35 mm 1:3,5-4,5G ED, das für das FX-System höchste Bildqualität zum attraktiven Preis bieten möchte. Es verfügt ebenfalls über einen Silent-Wave-Motor und erreicht einen Bildwinkel von bis zu 100 Grad. Bei der optischen Konstruktion kommen zwölf Linsen in acht Gruppen zum Einsatz, darunter drei asphärische und zwei ED-Glaslinsen. Sie sollen für eine hervorragende Auflösung und Korrektur von sphärischer und chromatischer Aberration sorgen. Mit Metall-Bajonett und schützender Gummidichtung ist für die nötige Robustheit gesorgt. Das Objektiv gibt es ab Anfang März 2013 für 750 Euro. Eine Gegenlichtblende ist im Lieferumfang enthalten.


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Daniela Schmid

Daniela Schmidhat in Augsburg Sprachen studiert, bevor sie nach einem halben Jahr in einer PR-Agentur für IT-Firmen in die Verlagsbranche wechselte. Ab 2004 war sie als festangestellte Redakteurin für die Magazine Computerfoto und digifoto zuständig. Während eines dreijährigen Auslandsaufenthaltes in der Nähe von New York berichtete sie als freie Autorin für digitalkamera.de von der PMA, CES und der PhotoPlus Expo aus Las Vegas und New York und übernahm die Zuständigkeit für die Rubrik Zubehör. Seit 2009 testet sie auch regelmäßig Kameras.