Alles neu macht der Mai

Neue DCTau-Protokolle mit doppeltem Informationsgehalt abrufbar

2008-05-30 Die Umstellung von digitalkamera.de auf das aktuelle Design ist jetzt fast ein Jahr her, und nun ziehen auch die letzten Seiten (bis auf das Forum) nach. Zeitgleich gibt es ab sofort deutlich erweiterte DCTau-Protokolle mit gut doppeltem Informationsgehalt – gemessen wird jetzt auch bei verschiedenen Blenden und Empfindlichkeitsstufen. Zum Start gibt es rund 35 neue Protokolle, hauptsächlich von interessanten DSLR-Objektivkombinationen verschiedener Hersteller. Doch auch aktuelle Kompaktkameras wie die Sony DSC-W300 sind dabei.  (Benjamin Kirchheim)

Screenshot DCTau [Foto: MediaNord] Die alten blau-weißen Seiten, die z. B. noch in der Benutzerverwaltung oder den DCTau-Testprotokollen auftauchten, sind nun komplett durch das moderne digitalkamera.de-Design ersetzt (Ausnahme: Das Forum, dessen Erneuerung bis zum Herbst dieses Jahres geplant ist). Doch nicht nur das Design ist anders, sondern auch die Technik dahinter ist moderner geworden. Das betrifft vor allem die DCTau-Testprotokolle, die nun wesentlich mehr Daten umfassen, was selbstverständlich auch für Benutzer sichtbar ist. Sofern messtechnisch erfassbar, werden nun Randabdunklung, Auflösung, Richtungsabhängigkeit und Nettodateigröße nicht nur bei je drei Brennweiten, sondern auch meist mit zwei verschiedenen Blendenstufen gemessen (in der Regel Offenblende und 1-2 mal abgeblendet), so dass sich jetzt bis zu sechs Messwerte ergeben. Auch die Messung des Rauschverhaltens wird nun bei allen Empfindlichkeitsstufen durchgeführt – das gilt auch für die Eingangs- und Ausgangsdynamik.

Immer wieder heiß diskutiert und oft subjektiv empfunden ist die "Geschwindigkeit" einer Kamera, womit in der Regel die Zeit vom Drücken des Auslösers bis zur eigentlichen Bildaufnahme gemeint ist. Ist diese Zeit zu lang, erfolgt die Bildaufnahme insbesondere bei schnell bewegten Motiven oder spontanen Schnappschüssen zu spät, so dass der Fotograf den richtigen Moment verpasst. In diese Auslöseverzögerung fällt nicht nur die Autofokusgeschwindigkeit hinein, sondern auch andere Vorgänge in der Kamera, die nun getrennt erfasst werden. Auch die Autofokusgeschwindigkeit selbst ist von vielen Faktoren abhängig, insbesondere aber von den Lichtverhältnissen. Draußen bei Sonnenschein fokussieren Kameras meist ausreichend schnell, in Innenräumen mit schlechtem Licht hingegen zeigen sich die wahren Schwächen – auch diese Unterschiede werden erfasst und dargestellt.

Gleich 35 Testprotokolle aktueller Kameras sind mit dem erweiterten Informationsgehalt abrufbar:

  • Sony Alpha 200 mit Kit-Objektiv
  • Sony Alpha 300 mit zwei Objektiven
  • Sony Alpha 350 mit vier unterschiedlichen Objektiven, darunter auch zwei von Zeiss
  • Nikon D3 mit drei Objektiven
  • Nikon D300 mit sechs verschiedenen Objektiven
  • Nikon D60 mit zwei Objektiven
  • Canon EOS 450D mit drei Objektiven
  • Canon EOS 40D ebenfalls mit drei Objektiven 
  • Canon EOS 5D mit drei Objektiven
  • Canon EOS 1Ds Mark III mit vier Objektiven
  • Sony DSC W300
  • Fujifilm FinePix S100FS
  • Sigma DP1
  • Olympus SP-570 UZ

In Kürze folgen noch weitere Kameras vor allem aus dem Kompaktbereich, so dass bald eine fast vollständige Bibliothek aktueller Kamera-Testprotokolle zum Abruf bereit steht.

Transparenter ist die Berechnung der Gesamt- und Einzelnoten geworden: Einige Einzelnoten berechnen sich relativ zu anderen gemessenen Kameras, wodurch sie sich mit der Zeit auch verändern können. Das ist so geblieben, aber es werden nur noch Kameras der letzten 24 Monate zur Referenz herangezogen. Darüber hinaus wird die Referenz bei bestimmten Notenwerten angegeben, aber auch die Endnote wird nun mit und ohne Abwertung angegeben – früher führte das Zustandekommen der Gesamtnote mit Abwertung manchmal zu Diskussionen. Die Notenfindung bei Kompakt- und DSLR-Kameras erfolgt nun getrennt, so dass diese jetzt zwar schlechter vergleichbar, dafür aber innerhalb der Klasse gerechter sind.

Überarbeitet wurden auch die Darstellung und die Kommentare. Links sind immer die Diagramme oder Bilder angeordnet und rechts steht der Text. Dazu gehört ein Informationstext zu den Diagrammen, der nach einem Klick auf das Informationsicon ausklappt. Die bisherigen Testerkommentare beschränken sich dagegen ab sofort auf ein ausführliches Fazit jeweils neben der Notentabelle am Seitenende.

Neuigkeiten gibt es auch bei den Preisen. Abgeschafft wurden die sich automatisch verlängernden Abonnements, stattdessen können entsprechende Nutzungszeiträume gebucht werden, in denen alle Protokolle zugänglich sind. Aufgrund des wesentlich höheren Informationsgehalts und damit gestiegenem Testaufwand und -kosten wurden die Preise etwas erhöht (digitalkamera.de muss für den höheren Informationsumfang auch mehr an das Testlabor entrichten). Ein ganzer Monat unbeschränkter Zugriff auf alle Protokolle kostet nun 9,90 EUR, drei Monate kosten 19,90 EUR, sechs Monate 34,90 EUR und zwölf Monate 49,90 EUR. Der Nutzungszeitraum endet automatisch, es muss also nichts gekündigt werden. Für Leser, die ihre DCTau-Nutzung noch während der aktuellen Laufzeit verlängern, soll es Sonderpreise geben.

Gleich geblieben sind natürlich die Preise für den Einzelabruf der bisherigen DCTau-Protokolle: Bei aktuellen Kameras kosten sie 1 EUR pro Stück, bei älteren Kameras 50 Cent. Der Einzelabruf der neuen DCTau-Protokolle, die übrigens die Versionsnummer 5.0 tragen, kostet 1,40 EUR und später wiederum die Hälfte bei älteren Kameras. Auch hier gilt also: etwa doppelter Informationsgehalt für 40 Prozent Mehrkosten.

Die DCTau-Rubrik ist ab sofort über einen eigenen Reiter in der Kopfleiste erreichbar, und zum Schnuppern in den erweiterten DCTau-Protokollen der Version 5.0 ist das Protokoll der Nikon D300 mit Nikon AF-S 55-200/4-5.6 G DX VR kostenlos abrufbar.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 42, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.