Klassiker mit unperfekter Bildqualität

Leica Summilux-M 1:1.4/35 kehrt als Wiederauflage zurück

2022-10-20 Mit den Objektiven Summaron-M 1:5.6/28, Thambar-M 1:2.2/90 und Noctilux-M 1:1.2/50 Asph. legte Leica bereits drei Objektivklassiker neu auf, nun gesellt sich das Leica Summilux-M 1:1.4/35 aus dem Jahre 1961 dazu. Nicht nur die optische Rechnung ist mit dem Original identisch, sondern auch das Design, das man heute als "Vintage" bezeichnen würde.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Leica Summilux-M 1:1.4/35. [Foto: Leica]

    Leica Summilux-M 1:1.4/35. [Foto: Leica]

Erst letzten Monat brachte Leica mit dem Summilux-M 1:1,4/35 mm Asph. (ab 2022) die neueste Generation des lichtstarken 35mm-Objektivs auf den Markt, doch nun gibt es auch für Fans des Klassikers eine erneute Kauf- und Sammelmöglichkeit. Der für heutige Verhältnisse einfache optische Aufbau besteht aus lediglich sieben Linsen, die in fünf Gruppen angeordnet sind. Spezialgläser wie ED-Linsen oder asphärische Linsen findet man nicht. Dafür wiegt das Objektiv aber auch lediglich 200 Gramm und ist 3,5 Zentimeter kurz. Beeindruckend, insbesondere für damalige Verhältnisse, ist die Blende mit ihren immerhin zehn Lamellen.

Mit dem einfachen optischen Aufbau gehen aber auch gewisse Einschränkungen bei der Bildqualität einher, die man aber auch als kreativen Effekt verkaufen kann – genauso macht Leica es. Zitat: "Beim Fotografieren mit offener Blende entstehen im Gegenlicht außerdem Linsenreflexe, die gezielt als gestalterische Effekte eingesetzt werden können. Spätestens nach dem Abblenden auf Blende 2,8 liefert es sehr scharfe und besonders verzeichnungsfreie Bilder, die auch modernen Ansprüchen an die Bildqualität gerecht werden."

Zudem soll das Leica Summilux-M 1:1.4/35 mit seinem märchenhaften Bokeh überzeugen, für das schon das Original bekannt wurde. Ebenfalls erneut dabei sind der als "Steel Rim" bekannte Frontring aus Edelstahl und der verriegelbare Entfernungsring sowie die schwarze Aufsteck-Gegenlichtblende. Diesmal legt Leica aber zusätzlich eine runde Gegenlichtblende bei, die dank des 46mm-Gewindes die Verwendung von Filtern erlaubt. Das Leica Summilux-M 1:1.4/35 ist ab sofort für 3.850 Euro im Fachhandel sowie in den Leica-Stores erhältlich.

Hersteller Leica
Modell Summilux-M 1:1,4/35 mm
Unverbindliche Preisempfehlung 3.850,00 €
Bajonettanschluss Leica M
Brennweite 35,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F1,4
Kleinste Blendenöffnung F16
KB-Vollformat ja
Linsensystem 7 Linsen in 5 Gruppen
Anzahl Blendenlamellen 10
Naheinstellgrenze 1.000 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden nein
Wasser-/Staubschutz nein
Filtergewinde 46 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 67 x 35 mm
Objektivgewicht 200 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 44, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.