Renoviertes APS-C-Fisheye-Zoom

HD Pentax-DA Fish-Eye 10-17mm F3,5-4,5 ED mit verbesserter Vergütung

2019-07-09 Nach fast vierzehn Jahren renoviert Ricoh das Fish-Eye-Zoomobjektiv DA 10-17mm F3,5-4,5 ED von Pentax und passt es damit an aktuelle Technologien sowie das heutige Objektivdesign der HD-DA-Linie an. HD steht für die neue Vergütung, die Reflexionen noch besser unterdrücken soll, zudem verfügt die Frontlinse über eine schmutzabweisende Vergütung. Das APS-C-Objektiv bietet bei 10 mm Brennweite einen diagonalen Bildwinkel von 180 Grad. Bei der neuen Version ist die Streulichtblende abnehmbar statt fest verbaut, wer möchte, kann es also auch an seiner Vollformat-DSLR einsetzen. Ein ganz rundes Fisheye-Bild erhält man aber auch dann nicht.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Das Pentax HD-DA Fish-Eye 10-17 mm 3.5-4.5 besitzt nicht nur ein überarbeitetes Design mit nun abnehmbarer Streulichtblende, sondern auch eine verbesserte Vergütung. [Foto: Pentax]

    Das Pentax HD-DA Fish-Eye 10-17 mm 3.5-4.5 besitzt nicht nur ein überarbeitetes Design mit nun abnehmbarer Streulichtblende, sondern auch eine verbesserte Vergütung. [Foto: Pentax]

Am optischen Aufbau des HD Pentax-DA Fish-Eye 10-17mm F3,5-4,5 ED hat sich nichts getan, es besteht weiterhin aus zehn Linsen, die in acht Gruppen angeordnet sind. Ein ED-Glaselement soll chromatische Aberrationen minimieren und für eine kontraststarke Abbildungsleistung sorgen. Neu zum Einsatz kommt die HD-Vergütung von Pentax, die gegenüber der bisherigen smc-Vergütung des Vorgängermodells 50 Prozent weniger Licht reflektieren soll. Das Ergebnis sind höhere Kontraste und weniger Blendenreflexe.

Des Weiteren soll dank der SP-Vergütung der Frontlinse weniger Schmutz anhaften und auch das Reinigen einfacher sein. Einen Staub- und Spritzwasserschutz hat Ricoh dem jüngsten Pentax-Objektiv indes nicht spendiert. Auch beim Autofokus-Antrieb bleibt alles beim Alten, er erfolgt über einen Stangenantrieb durch den Motor im Kameragehäuse. Die minimale Fokusentfernung beträgt lediglich 14 Zentimeter, was 2,3 Zentimetern ab der Frontlinse entspricht. Dank des Quick-Shift-Fokus-Systems kann jederzeit manuell in die Fokussierung eingegriffen werden.

Das Besondere an dem Fisheye-Zoom ist seine Abbildung, bei der runde Formen auch in den Ecken rund bleiben, dafür wird keinerlei Verzeichnung korrigiert. 180 Grad diagonal beträgt der Bildwinkel an einer APS-C-Kamera maximal, voll gezoomt sind es immer noch 100 Grad. Neu gegenüber dem Vorgängermodell ist nicht nur das Gehäusedesign im Look der aktuellen HD-DA-Objektive, sondern auch die Möglichkeit, die kleine Streulichtblende abzunehmen. Dadurch lässt sich das Objektiv auch an Kleinbildkameras der Marke Pentax verwendet, ohne dass die Streulichtblende das Bild stören wird. Komplett rund wird die Abbildung dabei indes nicht, oben und unten ist der Kreis des Fisheye-Bildes angeschnitten. Immerhin erhält man so aber auch horizontal 180 Grad Bildwinkel. Ab Ende Juli 2019 soll das HD Pentax-DA Fish-Eye 10-17mm F3,5-4,5 ED zu einem Preis von knapp 500 Euro erhältlich sein.

Hersteller Pentax
Modell HD DA Fish-Eye 10-17 mm 3.5-4.5 ED
Preis (UVP) 499,00 EUR
Bajonett Pentax K
Brennweitenbereich 10-17 mm
Lichtstärke (größte Blende) F3,5 bis F4,5
Linsensystem 10 Linsen in 8 Gruppen
inkl. ED Linse(n)
KB-Vollformat nein
Anzahl Blendenlamellen 6
Naheinstellgrenze 140 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz nein
Filtergewinde Kein Filtergewinde
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 68 x 70 mm
Objektivgewicht 317 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.