Mit Frontauslöser und eingebautem Stativ

Die Nikon Coolpix S6900 nimmt den Fotografen ins Visier

2014-09-12 Mit der Nikon Coolpix S6900 nimmt der Fotograf sich auf Wunsch selbst ins Visier. Mit einem großen klapp- und drehbaren Bildschirm sowie dem zusätzlichen Frontauslöser sollen perfekte Selfies gelingen. Als besonderen Clou bietet die Coolpix S6900 ein eingebautes Stativ, sowohl im Hoch-. als auch im Querformat steht sie dank ausklappbarer Stütze selbstständig – ideal für die Fernauslösung via WLAN.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Ab Mitte Oktober soll die "Selfie-Kamera" Nikon Coolpix S6900 zu einem Preis von knapp 250 Euro auf den Markt kommen. [Foto: Nikon]

    Ab Mitte Oktober soll die "Selfie-Kamera" Nikon Coolpix S6900 zu einem Preis von knapp 250 Euro auf den Markt kommen. [Foto: Nikon]

  • Bild Die Nikon Coolpix S6900 wird alternativ auch in Weiß angeboten. [Foto: Nikon]

    Die Nikon Coolpix S6900 wird alternativ auch in Weiß angeboten. [Foto: Nikon]

  • Bild Die Nikon Coolpix S6900 besitzt einen 7,5 Zentimeter großen Touchscreen mit 460.000 Bildpunkten Auflösung. [Foto: Nikon]

    Die Nikon Coolpix S6900 besitzt einen 7,5 Zentimeter großen Touchscreen mit 460.000 Bildpunkten Auflösung. [Foto: Nikon]

  • Bild Der Monitor der Nikon Coolpix S6900 lässt sich drehen und schwenken. [Foto: Nikon]

    Der Monitor der Nikon Coolpix S6900 lässt sich drehen und schwenken. [Foto: Nikon]

  • Bild Dank des eingebauten Standfußes lässt sich die Nikon Coolpix S6900 ohne Stativ aufstellen. [Foto: Nikon]

    Dank des eingebauten Standfußes lässt sich die Nikon Coolpix S6900 ohne Stativ aufstellen. [Foto: Nikon]

  • Bild Der Standfuß funktioniert auch im Hochformat. Dank WLAN lässt sich die Nikon Coolpix S6900 sogar fernsteuern. [Foto: Nikon]

    Der Standfuß funktioniert auch im Hochformat. Dank WLAN lässt sich die Nikon Coolpix S6900 sogar fernsteuern. [Foto: Nikon]


Selfies sind momentan ein großer Trend, sowohl Stars als auch ganz normale Menschen inszenieren sich überall, wo sie sich gerade aufhalten, selbst und laden diese Fotos zu Facebook und in andere soziale Netzwerke hoch. Die Bildqualität ist dabei in der Regel zweifelhaft, da die gegenüber den Rückseitenkameras noch schlechteren Frontkameras der Handys zum Einsatz kommen. Hier greift die Nikon Coolpix S6900 ins Geschehen ein, übrigens das Nachfolgemodell der S6600. Wie diese verfügt die S6900 über einen schwenk und drehbaren Bildschirm, nur dass er bei der S6900 mit 7,6 Zentimeter in der Diagonale misst. Die Auflösung bleibt bei 460.000 Bildpunkten und ist damit für diese Displaygröße etwas sparsam. Dafür handelt es sich um einen Touchscreen, über den die Kamera bedient werden kann. Er nimmt quasi die gesamte Geräterückseite in Anspruch. Der Bildschirm lässt sich komplett nach vorne klappen, zudem verfügt die Coolpix über einen Auslöseknopf an der Kamerafront, womit sich bei Selfies besonders einfach auslösen lässt. Wer möchte, kann aber auch mit dem klassischen Auslöser ganz normal mit der Digitalkamera fotografieren. Der ringförmige Zoomhebel steuert das optische 12-fach-Zoom, das einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 25 bis 300 Millimeter abdeckt. Einen Bildstabilisator hat Nikon dem Objektiv ebenfalls spendiert.

Ein weiterer Clou ist der eingebaute, ausklappbare Metall-Kamerafuß. Somit lässt sich die Coolpix S6900 sowohl im Hoch- als auch im Querformat aufstellen, ein Stativ ist dafür nicht notwendig. Trotzdem bietet sie noch ein Stativgewinde, das sogar in der optischen Achse des Objektivs sitzt. Der rückwärtig belichtete 1/2,3" CMOS-Sensor löst 16 Megapixel auf, kann aber auch Full-HD-Videos mit 126 Halbbildern pro Sekunde aufnehmen (60i), die mit H.264-Komprimierung im MOV-Format auf der SD-Speicherkarte landen. Wer möchte, kann die Aufnahme von Fotos und Videos übrigens mit der Gestensteuerung starten, deren Zuverlässigkeit Nikon gegenüber der S6600 verbessert haben will. Für die Aufnahme stehen 20 Motivprogramme zur Verfügung, die der Fotograf manuell wählen kann. Einfacher hat er es, wenn er dies der Motivautomatik überlässt. Acht Serienbilder pro Sekunde nimmt die Coolpix auf, zur Nachbearbeitung bietet sie spezielle "Verschönerungsfilter" wie "Haut-Weichzeichnung", "Puder", "Weichzeichnung" und "Extrasatte Farben" an. Zudem lassen sich dank Touchscreen scharfe Motive markieren, der Hintergrund wird dann automatisch weichgezeichnet. Zudem bietet die S6900 33 Effekte und Filter.

Wichtig für die Selfies ist selbstverständlich, dass sie irgendwie auf das Smartphone gelangen, um von dort aus in soziale Netzwerke hochgeladen werden zu können. Als erste Nikon bietet die Coolpix S6900 neben dem eingebauten WLAN einen NFC-Chip, um sich mit einer einzigen Berührung mit dem WLAN eines Smartphones oder Tablets zu verbinden. Die nötige App von Nikon gibt es für Android und iOS. Aber auch ohne NFC lässt sich eine WLAN-Verbindung herstellen. Mit Hilfe der App können Fotos und Videos auf das Smartgerät übertragen werden, darüber hinaus erlaubt die App die Fernsteuerung der S6900 mitsamt Livebildübertragung und Fernauslösung, Details sind dem Fototipp in den weiterführenden Links zu entnehmen. Wie beim Smartphone lässt sich der Kameraakku übrigens per USB aufladen. Ab Mitte Oktober 2014 soll die Nikon Coolpix S6900 in Schwarz und in Weiß zu einem Preis von knapp 250 Euro erhältlich sein.

  • Bild Dank des Frontauslösers lässt sich die Nikon Coolpix S6900 bei Selfies unverkrampft auslösen. [Foto: Nikon]

    Dank des Frontauslösers lässt sich die Nikon Coolpix S6900 bei Selfies unverkrampft auslösen. [Foto: Nikon]

  • Bild Die Nikon Coolpix S6900 ist mit einem optischen 12-fach-Zoom von umgerechnet 25 bis 300 Millimeter ausgestattet, auch ein Bildstabilisator fehlt nicht. [Foto: Nikon]

    Die Nikon Coolpix S6900 ist mit einem optischen 12-fach-Zoom von umgerechnet 25 bis 300 Millimeter ausgestattet, auch ein Bildstabilisator fehlt nicht. [Foto: Nikon]

  • Bild 20 verschiedene Motivprogramme bietet die Nikon Coolpix S6900, auf Wunsch wählt die Motivautomatik das richtige Aufnahmeprogramm aus. [Foto: Nikon]

    20 verschiedene Motivprogramme bietet die Nikon Coolpix S6900, auf Wunsch wählt die Motivautomatik das richtige Aufnahmeprogramm aus. [Foto: Nikon]

  • Bild Statt mit Knöpfen wird die Nikon Coolpix S6900 komplett über den Touchscreen bedient. [Foto: Nikon]

    Statt mit Knöpfen wird die Nikon Coolpix S6900 komplett über den Touchscreen bedient. [Foto: Nikon]


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 42, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.