Spiegelreflexkamera, Systemkamera

Testbericht: Nikon D7000

2010-12-15 Die D7000 von Nikon bricht gleich mit mehreren Traditionen: Gut 16 Megapixel löst ihr Bildsensor auf – so hoch, wie keine andere APS-C-Kamera des traditionsreichen Herstellers. Und erstmals in der Geschichte Nikons wird der Sensor im eigenen Hause produziert. Anders als die vierstellige Modellbezeichnung vielleicht suggerieren mag, ist die D7000 übrigens keine Einsteiger-DSLR, sondern reiht sich zwischen die D90 und die D300S ein. Unser Test klärt, was der Traditionsbruch für die Bildqualität bedeutet und wie es um Ausstattung sowie Ergonomie der D7000 bestellt ist.  (Martin Vieten)

Nikon D7000 mit Nikon DX AF-S Nikkor 18-105mm 1:3.5-5.6G ED [Foto: MediaNord]Ergonomie und Verarbeitung Auf den ersten Blick scheint es, als habe Nikon einfach ein neues Innenleben in das Gehäuse der D90 gepflanzt, und fertig war die D7000. Ganz so einfach hat es sich Nikon indes nicht gemacht. Der Body der D7000 (genau genommen nur die Frontschale) besteht aus einem Magnesium-Aluminium-Chassis wie beim APS-C-Flaggschiff D300S. Und so macht die D7000 einen sehr robusten Eindruck, was durch ihr ordentliches Gewicht von rund 780 Gramm (Body betriebsbereit, ohne Objektiv) noch verstärkt wird. Konsequenterweise hat Nikon zudem für spritzwassergeschützte Klappen und Schalter gesorgt. So erinnert letztendlich nur die schlanke Gehäuseform an die Nikon D90, was bei der D7000 nicht immer ein Vorteil ist: Die Griffwulst ist recht schmal geraten, für große Fotografenhände dürfte der Griff gerne noch etwas ausgeprägter sein. Auch die Daumenauflage ist nur sehr dezent ausgeformt, insgesamt lässt sich die D7000 aber auch mit einer Hand gerade noch sicher halten. Wie bei Nikon üblich ist der Hauptschalter als Ring rund um den Auslöser angeordnet. Das vordere Einstellrad sitzt tief darunter, eine Verwechslung von Einstellrad und Hauptschalter ist (anders als etwa bei den aktuellen DSLRs von Sony) kaum möglich. Allerdings müssen Zeige- oder Mittelfinger bei der Nikon-Lösung unbequem weit abgewinkelt werden, um das vordere Einstellrad zu erreichen.

Ganz im Stile einer Profi-Kamera ist die Nikon D7000 reichhaltig mit dedizierten Knöpfen und Schaltern ausgestattet. Deren Anordnung wirkt auf den ersten Blick wenig durchdacht – etwa die "Bracketing"-Taste an der Gehäusefront. Doch bald zeigt Nikon D7000 [Foto: MediaNord]sich: Nikon hat die Tasten wohl überlegt so über das Gehäuse verteilt, dass sie auch beim Blick durch den Sucher "blind" zu erreichen sind. Das klappt nach einer kurzen Einarbeitungszeit hervorragend. Lediglich die Fn-Taste ist unglücklich im Graben zwischen Griffwulst und Bajonett platziert: Allzu leicht wird sie versehentlich vom Mittelfinger der Griffhand ausgelöst. Negativ fiel zudem der leichtgängige Auslöser auf, so dass es immer wieder zu irrtümlich ausgelösten Aufnahmen kam. Der Druckpunkt des Auslösers dürfte gerne noch klarer definiert sein.

Die Nikon D7000 zeigt sich sehr informativ. Zunächst einmal gibt es ein großes Display auf der Kameraoberseite, welches die wichtigsten Kameraeinstellungen anzeigt. Wer die Informationsfülle auf diesem Statusdisplay nicht so gut erfassen kann, holt sie sich per "Info"-Taste auf den rückwärtigen Hauptbildschirm. Dessen Anzeige ist sehr übersichtlich, ein weiterer Druck auf die "Info"-Taste ermöglicht es zudem, viele nicht über die Tasten und Schalter erreichbare Parameter direkt anzusteuern. Auch beim Blick durch den Sucher lässt einen die Nikon D7000 immer im Klaren über die aktuellen Nikon D7000 mit Nikon DX AF-S Nikkor 18-105mm 1:3.5-5.6G ED [Foto: MediaNord]gewählten Einstellungen. Im LiveView-Modus blendet die Kamera auf Wunsch einen künstlichen Horizont oder Gitternetlinien ein, im Sucher übernimmt der Belichtungsbalken diese Funktion. Die Qualität des Sucherbildes ist über jede Kritik erhaben: Mit 0,94-facher Vergrößerung und 100-prozentiger Abdeckung zählt der helle Sucher zu den besten, die derzeit an einer APS-C-Kamera haben sind! Die Abbildungsqualität des rückwärtigen Displays ist ebenfalls auf der Höhe der Zeit: Bei einer Diagonalen von drei Zoll löst es 920.000 Bildpunkte auf (volle VGA-Auflösung). Da lassen sich selbst feinste Bilddetails direkt in der Kamera beurteilen.

In der alltäglichen Aufnahme-Praxis erweist sich leider als hinderlich, dass das Display starr montiert ist und sich weder klappen noch schwenken lässt. Ungewöhnliche Perspektiven, wie bodennahe Aufnahmen, werden so trotz der guten LiveView-Funktion der Nikon D7000 erschwert. Etwas unübersichtlich präsentiert sich das Hauptmenü der Kamera – was aber vor allem auch an der immensen Fülle an Einstellmöglichkeiten liegt. Da ist es nur zu begrüßen, dass Nikon auf dem Hauptwahlrad der D7000 zwei Positionen für benutzerdefinierte Einstellungen freigehalten hat. Kein Anlass zur Kritik bietet der aus Edelstahl gefertigte Stativanschluss – er sitzt in der optischen Achse sowie weit genug vom Akkufach entfernt, dass sich dessen Klappe auch bei angesetzter Wechselplatte öffnen lässt. Eine Akkuladung stellt übrigens Energie für gut 1.000 Aufnahmen bereit, sofern auf LiveView verzichtet wird.

Nikon D7000 – Systemmenü [Foto: MediaNord]
Nikon D7000 – LiveView [Foto: MediaNord]
Nikon D7000 – Infobildschirm [Foto: MediaNord]
Nikon D7000 – Funktionswah für die 2. SD-Karte [Foto: MediaNord]

Ausstattung Die Nikon D7000 ist derart reichhaltig ausgestattet, dass die Kamera kaum einen Fotografenwunsch offen lässt. Einzig Novizen in der DSLR-Fotografie werden vielleicht die eine oder andere Assistenz-Funktion vermissen. Immerhin zeigt die Kamera nach Drücken der "?"-Taste zu zahlreichen (leider nicht allen) Menübefehlen aufschlussreiche Erklärungstexte. Zudem bietet die Nikon D7000 dem unbedarften Fotografen alles, was er braucht, um schnell zu überzeugenden Fotos zu gelangen. Dazu zählen 19 Motivprogramme, darunter auch Spezialitäten wie "Innenraum" oder "Silhouette". Hinzu kommt mit der "iAuto"-Funktion ein klassisches Schnappschussprogramm, das dem Fotografen jede Entscheidung abnimmt. Fast jede Entscheidung jedenfalls – denn die ISO-Empfindlichkeit lässt sich auch in der Vollautomatik vorgeben, was sich bisweilen als Fehlerquelle erweisen könnte.

Wer es komfortabel mag und dennoch von Fall zu Fall schnell in die von der Automatik vorgegebenen Werte eingreifen möchte, findet in der Programmautomatik die ideale Funktion. Wie es sich für eine semi-professionelle Kamera gehört, bietet die Nikon D7000 eine Programmshift-Funktion – die von der Automatik vorgegebene Zeit-/Blendenkombination kann also jederzeit übersteuert werden. Darüber hinaus sind Zeit- und Blendenautomatik an Bord, und natürlich lässt sich die Belichtung im Modus "M" auch komplett manuell steuern. Für die kreative Belichtungssteuerung bietet die D7000 so ziemlich alle Möglichkeiten, die heutige DSLRs kennen. Dazu zählen etwa Aufnahmereihen mit unterschiedlicher Belichtung ("Bracketing"), ein Messwertspeicher unabhängig von der AF-Speicherung und das Übersteuern der vorgegebenen Werte ("Belichtungskompensation"). Die Belichtungsmessung in der Nikon D7000 übernimmt ein ganz neu entwickelter Sensor, der mit 2016 Bildpunkten doppelt so hoch auflöst wie dessen Pendant in der Nikon D300S.

Die ISO-Empfindlichkeit, der Weißabgleich und die Blitzfunktion erweisen sich als äußerst konfigurationsfreudig. So lässt sich etwa die ISO-Automatik der D7000 – wie beim Profi-Boliden D3S – derart einstellen, dass die Kamera erst bei Unterschreiten einer vom Fotografen vorgegebenen Belichtungszeit die Empfindlichkeit erhöht. Was allerdings fehlt, ist eine Einstellung "Auto", die die längste Belichtungszeit an der Brennweite des Objektivs ausrichtet. Hingegen kann selbstverständlich vorgegeben werden, in welchen Grenzen die Kamera die ISO-Werte variieren darf.

Der interne Blitz ist mit Leitzahl 12,5 klassenüblich leistungsstark und klappt weit genug auf, um bei Brennweiten bis 16 Millimeter (24 mm entspr. Kleinbild) abschattungsfrei auszuleuchten. An Blitzfunktionen kennt die Kamera alles, was die Technik heute hergibt: Synchronisation auf den zweiten Vorhang etwa, Langzeitsynchronisation (wobei die längste Verschlusszeit frei wählbar ist), Vorblitz zur Reduktion roter Augen und als besonderes Bonbon kann der interne Blitz auch entfesselt betriebene Systemblitze fernsteuern. Einzig eine PC-Buchse zum Anschluss eines Studioblitzes lässt die Nikon D7000 vermissen. Unter der Haube der D7000 setzt sich die Ausstattungsvielfalt fort. So bietet die Kamera zwei Kartenschächte für SD-Speicherkarten. Dabei kann die zweite Karte nicht nur einfach die Speicherkapazität erweitern, es ist alternativ möglich, auf ihr ein Backup aller Aufnahmen anzulegen. Oder auf einer Karte JPEG-Dateien aufzuzeichnen, während die zweite Karte dieselben Aufnahmen im RAW-Format speichert.

Nikon D7000 Akku- und Speicherkartenfach [Foto: MediaNord]Da die D7000 auch Videos aufnehmen kann, hat Nikon ihr konsequenterweise eine 3,5mm-Klinken-Anschlussbuchse für ein externes Stereo-Mikrofon spendiert. Das ist auch nötig, denn das interne Mikrofon zeichnet Videoton nur in mono auf. Zudem gibt es eine Anschlussbuchse für den externen GPS-Empfänger GP-1, über die die Positionsdaten direkt in die EXIFs der Bilddateien geschrieben werden. Die Liste professioneller Ausstattungsmerkmale ließe sich nahezu endlos fortsetzen, etwa mit der Abblendtaste, der echten Spiegelvorauslösung, einem speziellen "Leise"-Modus mit extrem gedämpftem Spiegelschlag etc. pp. Videos kann die D7000 ebenfalls aufnehmen. Die Kamera zeichnet in Full-HD-Auflösung (1080p) auf und speichert die Filmaufnahmen in zeitgemäßer H.264-Komprimierung. Bei der Videoaufnahme lässt sich die Kamera komplett manuell steuern, auf Wunsch stehen aber auch Belichtungsautomatik und Autofokus zur Verfügung. Videos lassen sich im Wiedergabemodus direkt in der Kamera schneiden.

Nikon D7000 – Timer- und Tastenfunktionen [Foto: MediaNord]
Nikon D7000 – Wasserwaage bzw. künstlicher Horizont [Foto: MediaNord]
Nikon D7000 – Funktionsmenü [Foto: MediaNord]
Nikon D7000 – Bildbearbeitungsmenü [Foto: MediaNord]
Nikon D7000 – Details in der Bildwiedergabe [Foto: MediaNord]
Bei der Fotoaufnahme geht die D7000 mit bis zu sechs Bildern in der Sekunde recht fix zur Sache. Allerdings hält sie dieses Tempo nur für rund zehn Aufnahmen durch. Dann ist der Pufferspeicher voll, neue Fotos können nur noch in dem Tempo aufgenommen werden, mit dem die D7000 den Puffer leert und die Dateien auf die Speicherkarte schreibt. Konkret heißt dies: Bei JPEG-Dateien wird die Aufnahmeserie mit rund 2,5 Bildern je Sekunde fortgesetzt, RAW-Aufnahmen verarbeitet die D7000 nur noch mit lahmen 0,5 Fotos in der Sekunde.

Objektiv Wie immer haben wir auch die Nikon D7000 mit einem Objektiv getestet, mit dem die Kamera als Set erhältlich ist. In diesem Fall ist es das AF-S NIKKOR 18-105 mm 1:3.5-1:5.5 VR. Damit deckt das Objektiv bezogen auf das Kleinbildformat einen Brennweitenbereich von 27 bis ca. 160 Millimeter ab. Das Kürzel "VR" in der Objektiv-Bezeichnung verweist auf den integrierten Bildstabilisator, bei Nikon ist der Verwacklungsschutz traditionell Sache des Objektivs. Vorteil dieses Verfahrens: Auch das Sucherbild ist stabilisiert, gerade bei langen Telebrennweiten erleichtert das ruhige Sucherbild die Bildkomposition. Mit seinem Gewicht von rund 420 Gramm wirkt Nikons Set-Objektiv recht robust, obwohl das Bajonett aus schnödem Kunststoff besteht und nicht aus massiven Metall. Dank eingebautem Schwingspulenmotor ist der Autofokus flüsterleise, wenngleich nicht unhörbar. Nikon hat leider das Mikrofon an der D7000 etwas unglücklich platziert, so dass Brennweitenänderungen sich als vernehmbare Schabgeräusche auf der Tonspur einer Videoaufnahme verewigen.

Völlig neu ist das AF-Modul der Nikon D7000. Es weist mit 39 Sensoren dreimal so viele Messpunkte auf wie das der D90. Auf Wunsch lässt sich jeder AF-Punkt individuell ansteuern, zudem kann man die Messfelder in der Peripherie abschalten. Zu Gruppen zusammenfassen lassen sich die Messfelder indes nicht. Der Autofokus der Nikon D7000 hat übrigens die "3D-Tracking"-Funktion von den professionellen Modellen geerbt, die Kamera kann also auch Objekte perfekt im Fokus halten, die sich quer durchs Bild bewegen. Falls das verfügbare Licht zur präzisen Fokusmessung nicht ausreicht, illuminiert die D7000 die Szenerie mit einer grellweißen LED, was bisweilen als etwas aufdringlich empfunden wird.

Anlass zu Kritik gibt die Autofokusgeschwindigkeit der D7000 mit dem Set-Objektiv: 0,8 Sekunden hat unser Testlabor im Mittel gemessen, solange braucht die Kamera zum Scharfstellen und Auslösen – der Autofokus ist damit recht gemächlich. In der Praxis bei genügend Licht fokussiert die D7000 aber flotter und vor allem sehr treffsicher. Eine zum Vergleich herangezogene Sony Alpha 55 stellte indes im Dämmerlicht spürbar schneller scharf. So richtig lebendig wird der Autofokus der D7000 erst mit lichtstarken Linsen, wie dem AF-S 70-200/2.8 G ED VR II. Einmal fokussiert, löst die D7000 praktisch ohne Zeitverzögerung aus. Der Kontrast-AF im LiveView-Modus arbeitet ebenfalls nur bei ausreichendem Licht hinreichend schnell. Im Dämmerlicht einer abendlichen Zimmerbeleuchtung stößt der LiveView-AF dann an seine Grenzen, fährt sekundenlang hilflos umher, um schließlich aufzugeben oder ein unscharfes Bild aufzuzeichnen.

Bei den Abbildungsleistungen hält das Set-Objektiv nicht ganz die Versprechungen, die dessen äußeres Erscheinungsbild verheißen. So fällt die Randabdunklung bei Offenblende mit -1,5 EV schon sichtbar hoch aus, hinzu kommt eine deutlich ausgeprägte tonnenförmige Verzeichnung im Weitwinkelbereich. Zur Ehrenrettung sei aber gesagt, dass die D7000 eine Reihe von Objektiven, darunter auch das AF-S NIKKOR 18-105, digital korrigieren kann, sprich: die Abbildungsfehler werden per Bildbearbeitung direkt in der Kamera ausgebügelt. Ist diese digitale Korrektur in der D7000 eingeschaltet, wissen die Aufnahmen mit dem Set-Objektiv durchaus zu gefallen. Dazu tragen sicher auch dessen abgerundete Blendenlamellen bei, die für eine überraschend weiche und damit ansprechende Wiedergabe unscharfer Bildbereiche sorgen. Zudem zeigt das Objektiv kaum Neigung zu Farbsäumen an harten Kontrastkanten, und seine Anfälligkeit für Blendenflecken bei punktförmigen Lichtquellen hält sich in akzeptablen Grenzen.

Bildqualität Bislang war Nikon dafür bekannt, im Megapixel-Rennen eine äußerst konservative Position einzunehmen. Mit der D7000 schlägt Nikon nun einen neuen Weg ein: Gut 16 Millionen Pixel haben die Ingenieure auf den APS-C-Sensor der Kamera gepackt. Damit ist sie die DSLR mit der höchsten Pixeldichte im Portfolio von Nikon, eine noch höhere Auflösung liefert nur der Vollformatbolide D3X. Der Sensor der D7000 bricht noch mit einer weiteren Tradition: Bislang hat Nikon für seine DSLRs Nikon D7000 mit Nikon DX AF-S Nikkor 18-105mm 1:3.5-5.6G ED Med [Foto: MediaNord]Sensoren von Sony bezogen oder nach eigenen Spezifikationen fertigen lassen, zum Beispiel bei Renesas. Nach Angaben von Nikon Deutschland ist der Sensor der D7000 der erste, den Nikon nicht nur selbst entwickelt hat, sondern auch im eigenen Hause fertigt. Ob dieser Bildsensor die Erwartungen an die Bildqualität erfüllen kann, haben wir im renommierten DCTau-Testlabor geprüft. Wie immer kann das ausführliche, kommentierte Testprotokoll gegen ein kleines Entgelt abgerufen werden (siehe weiterführende Links).

Befürchtungen, dass die hohe Pixeldichte sich negativ auf das Bildrauschen auswirken könnte, sind schnell zerstreut. Zwar rauscht die D7000 ab ISO 800 etwas stärker als die D300S mit ihrem 12-Megapixel-Sensor. Auflösungsbereinigt ist der Unterschied aber vernachlässigbar gering. Vor allem aber hat Nikon an der D7000 die Rauschunterdrückung ganz neu abgestimmt. Die Kamera unterdrückt Störpixel vor allem in flächigen Bildpartien, Bildbereiche mit vielen Details werden hingegen geschont. So schafft es Nikon, dass die D7000 von allen 16-Megapixel-DSLRs bei hohen ISO-Zahlen die meisten Bilddetails bewahrt – ohne dass die Aufnahmen stärker verrauscht wirken als die der Mitbewerber. Dabei hat das Bildrauschen bis hinauf zu hohen ISO 3.200 einen angenehmen Charakter: Es ist Nikon D7000 mit Nikon DX AF-S Nikkor 18-105mm 1:3.5-5.6G ED [Foto: MediaNord]sehr fein, Farbstörungen treten praktisch nicht auf. Erst ab ISO 12.800 wird das Bildrauschen unangenehm fleckig, und es mogeln sich sichtbare Farbkleckse ins Bild.

Geradewegs professionell ist die Tonwertwiedergabe der Nikon D7000 abgestimmt. Die Kurve verläuft fast linear, nur die Schattenpartien werden etwas weich wiedergegeben. Die JPEG-Dateien der Nikon sind also sehr bildbearbeitungsfreundlich. Auf der anderen Seite bedeutet dieser Verzicht auf Effekthascherei aber auch, dass die Aufnahmen mit der Nikon D7000 vor dem Ausdruck "aufgepeppt" werden sollten. Alternativ zur zurückhaltenden Standardabstimmung lässt sich die "Picture-Control"-Vorgabe "Brillant" wählen, mit der die Kamera für den Druck optimierte Fotos mit satteren Farben sowie knackigeren Kontrasten liefert.

In Sachen "Eingangsdynamik" ist die Nikon D7000 ebenfalls ganz auf der Höhe der Zeit. Bis hinauf zu hohen ISO 6.400 verarbeitet sie mindestens acht Blendenstufen Kontrastumfang. Nicht ganz so schön ist das Bild bei der Ausgabedynamik: Wie so viele Kameras gibt auch die Nikon D7000 Schwarz eher als ganz dunkles Grau wieder – wobei sich der Fehler noch in Grenzen hält. Geradezu mustergültig zeigt sich die Kamera hingegen beim Scharfzeichnen: Typisch Nikon schärft die D7000 Nikon D7000 mit Nikon DX AF-S Nikkor 18-105mm 1:3.5-5.6G ED [Foto: MediaNord]sehr zurückhaltend. Das verhindert wirkungsvoll etwaige Schärfearteffakte an harten Kontrastenkanten, erzeugt aber auf der anderen Seite einen eher weichen Bildeindruck. Nicht ganz überzeugen kann dagegen das Set-Objektiv in Sachen "Auflösung": Das 18-105/3.5-5.6 liefert am kurzen Ende im Bildzentrum mit rund 80 Prozent des theoretisch Möglichen noch eine akzeptable Auflösungsleistung. In Telestellung kommt es aber kaum über 60 Prozent hinaus. Ebenso gibt es einen deutlichen Abfall der Auflösung zu den Bildrändern hin, was sich auch durch Abblenden kaum minimieren lässt. Wie hoch die Anforderungen sind, die ein 16-Megapixel-Sensor in APS-C-Größe an die Optik stellt, zeigt ein zum Vergleich herangezogenes NIKKOR AF-S 85 mm 1.4 G: Auch dieses Spitzen-Objektiv hat seine liebe Mühe, an den Bildrändern die selbe Auflösung zu liefern wie im Zentrum – obwohl es einen für "Vollformat" berechneten Bildkreis aufweist. Das volle Potential der D7000 lässt sich also nur mit hochwertigen, für Digitalkameras optimierten Optiken ausschöpfen.

Die messtechnischen Schwächen fallen glücklicherweise in der fotografischen Praxis nicht so stark ins Gewicht. Viel wichtiger ist im täglichen Einsatz beispielsweise, dass eine Kamera zuverlässig belichtet und den Weißabgleich an die vorherrschende Farbtemperatur anpassen kann. Letzteres meistert die D7000 mit Bravour. Insbesondere unter Kunstlicht liefert sie nicht wie viele andere Kameras gelb- oder orangestichige Aufnahmen, sondern belässt es bei einer moderat warmen Grundtönung. Insgesamt zeigt sich die D7000 auch bei der Farbwiedergabe vornehm zurückhaltend, übersättigt die Fotos auf gar keinen Fall und bewahrt so auch farbige Details Nikon D7000 [Foto: MediaNord]hervorragend. Bei der Belichtung ist die Kamera hingegen bisweilen etwas zickig. Vor allem helle Motive ohne starken Kontrast, wie eine Schneelandschaft an einem trüben Tag, belichtet sie etwas zu reichlich. Insgesamt ist diese Neigung zum "exposure to the right" nicht verkehrt. Doch wenn wie im Falle der Nikon D7000 dabei die Gefahr ausbrennender Lichter besteht, sollte man bei kritischen Motiven tunlichst das Histogramm konsultieren und eventuell eine zweite Aufnahme mit korrigierten Belichtungsdaten machen. Oder noch besser RAW-Dateien aufzeichnen – die bieten im Zweifelsfall deutlich mehr Dynamikreserven.

Fazit Mit der D7000 bleibt Nikon in vielen Belangen seiner eher konservativen Haltung treu, ohne dass die Kamera altbacken wirkt. Im Gegenteil: Ihr 16-Megapixel-Sensor ist ohne Wenn und Aber auf der Höhe der Zeit, vielleicht sogar der beste APS-C-Sensor, den es derzeit in dieser Auflösungsklasse gibt. So liefert die D7000 stets eine erstklassige Bildqualität, die Aufnahmen verzichten dabei auf jegliche Effekthascherei. Allerdings vermag das Set-Objektiv die hervorragende Leistung des Bildsensors nicht auszuschöpfen, erstklassige Linsen sind an der D7000 fast schon Pflicht. Ganz im Sinne der Tradition Nikons bietet die D7000 einen exzellenten optischen Sucher. Der Ausstattungsumfang der Kamera lässt – abgesehen vom etwas knapp bemessenen Pufferspeicher – kaum Wünsche übrig. Das gilt leider nicht für die Ergonomie: Das starr montierte Display erschwert den LiveView-Einsatz unnötig, das Kameragehäuse dürfte noch etwas bequemer und vor allem sicherer in der Hand liegen. So bleibt unterm Strich, dass die D7000 zwar preislich genau zwischen der D90 und D300S einzuordnen ist, nicht aber von der Leistungsfähigkeit her. Hier rückt sie der D300S gehörig auf den Pelz, überflügelt sie in einigen Aspekten gar. Damit dürfte die D7000 derzeit das Angebot mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis von Nikon sein.

Kommentare

25 Kommentare aus dem alten Forum anzeigen

brandsatz 2010-12-15

habe mich gestern an der 7000`der / set objektiv und der olympus e PL1 / setobjektiv probiert ...

die nikon eine origie in blau / violett  ... scheußlich :-(... und kann kein schwarz / nur dunkelgrauer matsch ?

die olympus einen hauch zu goldfarben a la kodak ... schwarz / kontrast vom allerbesten und absolut reale / tatsächliche farben ! ...

 

vergleichsbilder --- auf HP 110 designjet in 50 x 70 cm ausgedruckt ... peinlich für nikon --- sehr peinlich . . .

 

welche kamera hatte die redaktion ??? ...

 

 

Benjamin Kirchheim 2010-12-15

[quote user="brandsatz"]die nikon eine origie in blau / violett  ... scheußlich :-(... und kann kein schwarz / nur dunkelgrauer matsch ?

Kann ich nicht nachvollziehen. Irgendwas muss da verstellt gewesen sein. D-Lighting auf Maximum, falscher Weißabgleich etc.

brandsatz 2010-12-15

orinal werkseinstellung --- aber habe soeben via google dslr news eine portal gefunden dkamera wo sie ungefähr das ähnliche ergebnis sehen können ...  auch die bei saturn vom verkäufer / selbst mitglied eines wiener fotoklubs war sehr erstaund ...

bekommt am freitag noch 4 stück auf lager und wird sie übers wochenende testen ...

bin selbst sehr gespannt --- habe immerhin 1 1 / 2 gespart für eine nikon / habe 4 alte... aber beste objektive geschenkt bekommen ... habe leider nur eine sony DSC H3 ... und da wirds bei ausdrucke bis A1 schon problematisch ... bin aber ich nicht unbegabt / war schon mit bild der woche gelobt worden ...

dispens ... für meine beobachtung --- servus aus wien

 

 

 

Touri 2010-12-15

Hallo,

in welchem Portal bitte?

Bis jetzt habe ich nichts von der Kamera gesehen was auserhalb der üblichen Weißabgleichsproblematik unter Kunstlicht fällt.

Christian

digitalkamera.de-Benutzer (Konto gelöscht) 2010-12-15

mensch meier, die 7000er wirst du nicht an einem tag richtig "konfigurieren" können, oder hast du die mutmaßlichen 400 seiten der bda schon durch?  selbst mit ner vergleichsweise schlichten e-pl1 klappt das nicht auf die schnelle. 

bis auf die zumeist verunglückten kompaktmodelle hat nikon eigentlich keine peinlichkeiten im programm. oder meinst du, die vielen profinutzer des systems wären doof?

uhlestar 2010-12-16

danke für den ersten testbericht!

für euer fazit, scheint das set-objektiv AF-S NIKKOR 18-105 mm (wie ihr schreibt) nicht die hervorragende Leistung des Bildsensors auszuschöpfen. welches objektiv empfehlt ihr stattdessen!?

Benjamin Kirchheim 2010-12-16

[quote user="uhlestar"]welches objektiv empfehlt ihr stattdessen!?

Bspw. das 2.8/17-55, das 2.8/24-70 etc. Nikon hat viele gute Objektive im Programm. Ist halt nicht ganz billig, aber wenn man den Anspruch an eine technisch gute Bildqualität hat, gibt man für die Linsen schnell mehr Geld aus als für den Body. Die Linsen behält man mit der nächsten Kamera, den Body ersetzt man. Das gilt für alle Hersteller, nicht nur für Nikon.

breilecker 2010-12-17

Hallo zusammen,

ich selbst nutze seit drei Wochen eine D7000 mit dem Kitobjektiv 16-85mm.

Den Testbericht kann ich so unterschreiben - aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass mit schnelleren Speicherkarten weitaus mehr Bilder in Folge gemacht werden können als mit langsameren - so glaube ich nicht, dass der Pufferspeicher zu knapp bemessen ist.

Zu den Optiken:

Ich habe das 3.5-5.6/16-85 DX, 2.8/17-55 DX und das 2.8/24-70 FX.

Ersteres ist erstaunlich scharf, hat einen brauchbaren Brennweitenbereich und ist sein Geld wert.

Zu dem wesentlich teureren 17-55mm merke ich kaum einen Unterschied. Eigentlich visuell gar keinen.

Das 24-70mm ist allerdings eine Granate: Fokussiert schnell, ist scharf und liefert sehr geschmeidige Bilder mit wirklich traumhaften Farben. Dagegen wirken die anderen genannten Objektive blass.

Dies als Tipp von mir bzgl. der Objektivfragen.

Meine Frage an dieser Stelle: Weshalb bieten alle mir bekannten sauteuren Profilinsen des Kalibers 2.8/24-70mm (Nikkor, Canon, Sigma, Zeiss...) KEINEN Bildstabilisator?!

Benjamin Kirchheim 2010-12-17

[quote user="breilecker"]Meine Frage an dieser Stelle: Weshalb bieten alle mir bekannten sauteuren Profilinsen des Kalibers 2.8/24-70mm (Nikkor, Canon, Sigma, Zeiss...) KEINEN Bildstabilisator?!

Dazu fallen mir drei Gründe ein: Einerseits sind die Objektive nicht die ganz neuesten, andererseits braucht man bei den Brennweiten nicht unbedingt einen Bildstabilisator. Ein weiterer Grund ist die aufwändigere Konstruktion. Man braucht mehr Linsen, davon eine verschiebbare Gruppe. Und eine verschiebbare Gruppe zur Bildstabilisierung bedeutet im Moment der Stabilisierung möglicherweise eine leichte Dezentrierung (ist ja gewollt, sonst arbeitet der Bildstabilisator nicht). Den fehlenden Bildstabilisator würde ich bei so einem Objektiv zugunsten der Qualität in jedem Fall in Kauf nehmen. In einem 70-200 nehme ich halt lieber den Bildstabilisator, weil er da sehr nützlich ist.

Touri 2010-12-17

[quote user="breilecker"]Meine Frage an dieser Stelle: Weshalb bieten alle mir bekannten sauteuren Profilinsen des Kalibers 2.8/24-70mm (Nikkor, Canon, Sigma, Zeiss...) KEINEN Bildstabilisator?!

Hallo,

ich kann mich dem von Benjamin geschriebenen nur anschließen.

Bei jedem mir bekannten Objektiv das einen unstabilisierten Vorgänger hat die Bildquallität gesunken. Vorallem im Randbereich gibt es große Probleme. Der Bildstabilisator hat also nicht nur finanziell seinen Preis.

Christian

breilecker 2010-12-21

Okay, das leuchtet ein.

Ist es bei den Sensor-Shift-Stabilisierungen (z.B. Pentax, Sony...) auch so, dass die Quali aufgrund einer Dezentrierung sinkt?

Normalerweise nutze ich den Bildstabi immer (zumindest ist er bei mir dauerhaft eingestellt). Erreiche ich eine höhere Qualität, wenn ich ihn ausschalte, wenn ich ihn nicht benötige?

:-)

Benjamin Kirchheim 2010-12-21

Es macht einen Unterschied, ob im Objektiv Linsen nicht zentriert sind bzw. verschoben sind oder man den Sensor etwas shiftet. Der Sensor hält sich dann zwar ggf. mehr im Randbereich auf, aber die optische Leistung des Objektivs bleibt dort, wo dann das Zentrum ist, genauso gut. Ist halt nur nicht mehr die Mitte des Sensors. Die Praxis zeigt aber auch, dass es unter gewissen Umständen auch beim Sensorshift zu Effekten kommt, die man sich dann hinterher am Bild nicht erklären kann.

Ein Bildstabilisator heißt ja auch nicht, dass es keine Verwackelungen mehr gibt, sie werden nur seltener.

Wer das letzte an Qualität herausholen möchte, macht den Bildstabilisator aus (oder nutzt beim Objektiv besser eines ohne, setzt die Kamera auf ein stabiles, schwingungsarmes Stativ und nutzt die Spiegelvorauslösung. Dann müssen nur noch Fokus und Belichtung stimmen. Dabei sollte man aber auch Bildausschnitt und Standort nicht vergessen, obwohl das für ein technisch perfektes Foto irrelevant ist. Man muss sich halt überlegen, was einem wirklich wichtig ist.

Touri 2010-12-21

[quote user="breilecker"]Normalerweise nutze ich den Bildstabi immer (zumindest ist er bei mir dauerhaft eingestellt). Erreiche ich eine höhere Qualität, wenn ich ihn ausschalte, wenn ich ihn nicht benötige?

Hallo,

wenn die Kamera auf einem Stativ befestigt oder aufgelegt ist lautet die Antwort ja. Der Stabilisator kann in diesem Fall übersteuern wenn nichts anderes in der Anleitung vermerkt ist (Stabi mit Stativerkennung). Sonst nein, es spart aber Strom. Die Linsengruppe hängt an Linearmotoren und wird nur durch elektromagnetische Kräfte in position gehalten. Diese Energie muss ser Akku liefern. Deshalb wird der Stabilisator erst beim drücken des Auslösers aktiviert und bleibt es auch nur für einige Sekunden. Die übrige Zeit ist die Linsengruppe mechanisch fixiert.

Es ist aber gut die Grenzen zu kennen in denen der Einsatz eines Stabilisators sinnvoll ist. In der einen Richtung spart es Strom in der anderen Richtung schützt es vor übertriebener Erwartung.

Christian

fotofritz16 2011-07-04

habe seit Februar eine D7000 und bin von der Qualität der Aufnahmen begeistert. Super finde ich die gleichzeitige Aufnahmemöglichkeit in NEF(RAW) und JPG. Was mich aber gar nicht begeistert ist die Tatsache das diese NEF Daten nicht bearbeitet werden können sofern man nicht Photoshop höher als CS2 hat oder man sich das kostenpflichtige Capture NX2 um teures Geld dazu kauft.

Weniger begeistert mich das Handling da ich vorher eine Fuji S3 pro hatte und diese viel besser in der Hand liegt.

Harm Gronewold 2011-07-04

[quote user="fotofritz16"]Was mich aber gar nicht begeistert ist die Tatsache das diese NEF Daten nicht bearbeitet werden können sofern man nicht Photoshop höher als CS2 hat oder man sich das kostenpflichtige Capture NX2 um teures Geld dazu kauft.

NEF in DNG wandeln und in CS2 öffnen oder die neueste Version von RAW Therapee nutzen.

Knudsi 2011-07-04

[quote user="fotofritz16"] ...sofern man nicht Photoshop höher als CS2 hat oder man sich das kostenpflichtige Capture NX2 um teures Geld dazu kauft.

... oder man kauft Photoshop Elements 9 für nicht so teures Geld. Big Smile

Viele Grüße

Sabine

Mercy 2011-07-15

Habe die D7000 sein November 2010 und bis jetzt 2x schon bei Nikonpont eingesendet. Bin sehr enttäuscht von der Marke Nikon!

Die D7000 von mir hat große Probleme mit der Scharfstellung und die Bilder wirken verwaschen. Mit dem Objektiv 3.5-5.6/16-85mm habe ich mir mehr erwartet.

Die Kamera ging von Nikon Austria nach Nikon Deutschland. Nach gut 5 Wochen wollten die Nikonleute von mir 500 Euro haben und dass in der Garantiezeit!!!!

Bis jetzt (15.7.11) habe ich die D7000 noch nicht. Das sind bisher 2 Monate.

Meine Nikonerfahrungen sind leider sehr schlecht und ich würde mir wenn ich nochmals eine Spiegelreflexcamera kaufen könnte eher zu Canon gehen.

MfG Mercy

Jan-Markus Rupprecht 2011-07-15

Welche Gründe wurden denn für die Berechnung der 500 € genannt?

digitalkamera.de-Benutzer (Konto gelöscht) 2011-07-15

nikon will nicht einfach mal so 500 euro haben, da steckt was anderes dahinter. sowohl garantie- als auch reparaturarbeiten werden von nikon sehr schnell und qualitativ bestens abgewickelt. meine d700 ging mal zwei tage vor weihnachten zum service und kam - trotz (feiertagsbedingt) unterbesetztem serviceteam - noch vor sylvester wieder bei mir an.

du kannst ja, nach deinem wechsel zu canon, mal gerne deren service testen - viel spaß!

Mercy 2011-12-25

Melde mich wieder zurück.

Also, die Nikon - Leute wollten die cá 500 Euro, da nach ihren Angeben die Cam entweder angesto0en oder runtergefallen sein soll. Jedoch hatten sie keine Möglichkeit dies zu beweisen, denn es waren keinerlei Spuren ersichtlich. Weiters soll die Abblendtaste nicht in Ordnung gewesen sein. Und auch beim Bajonet soll es nicht gepasst haben.

Ulip - du wohnst vlt in Deutschland - scheinbar in Österreich bracht sowas Zeit ;-)

Letztendlich hat sich die Cam wesentlich verbessert bei der Scharfstellung. Auch glaube ich dass der Sensor durch die HOHE Auflösung einfach hochwertige Objektive fordert.

Leider ist die Qualität nicht mir auf hohen Niveau und es gibt sehr viel Schrott an Objektiven zu kaufen! Alleine die Streuung der Qualität lässt zu wünschen übrig.

Mit der Meinung stehe ich nicht alleine - es gibt noch Nikon-Fans die das sogar dokumentieren. Als Beispiel sei der nachstehende Link angeführt.

www.wolfgangsteiner.com/blog-do-show-blogid-133.html

Danke noch fürs Lesen und der Teilname am Forum.

MfG Mercy

APF 2011-12-26

Naja, ich sehe hier nur *einen* Nikon-Fan der dokumentiert das *sein* ältestes  Fixfokus-Objektiv das schärfste ist und sich darüber beschwert das das heutige Zoom-Objektiv 18-55mm (bei Amazon 140 Euro) nicht die Abbildungsleistung der alten Festbrennweite Noct-Nikkor AiS 58mm 1:1.2 (Marktpreis z.Zt. 2500 Euro) bieten.

Was soll ich dazu sonst noch anmerken?!

Digic V 2011-12-26

Hallo Digitalkamera.de Community,

meiner Meinung nach sollte in den Tests intensiver auf die Ergonomie eingegangen werden. Die Unterschiede bei bei der Bildqualität sind heutzutage nicht mehr so gravierend, aber in der Ergonomie, sprich Handhabung und Handling der Kameras gibt es große Unterschiede. Bei der Nikon D7000 ist die Ergonomie besonderst auf der Rückseite der letzte Schrott und mehr als ungelungen. Deshalb ist mir die Nikon auch schonmal aus 1m auf den gefliesten Fußboden geknallt. Zum Glück hat die Kamera und das 16-85mm Objektiv diesen Unfall überlebt und nur der Displayschutz ist in 1000 Teile zursprungen. Aber dabei wäre es doch so einfach so eine Tolle Kamera zu vollenden indem man ihr Gehäuse noch Ergonimisch gestaltet. Und das wäre so einfach, was man bei Canons sehen kann. Eine Canon Eos 500d nimmt man viel lieber in die Hand als die D7000, das sich auf der Rückseite viel mehr Platz für den Daumen findet. Auf die Rückseite der D7000 sind soviele Tasten gepackt, das einfach kein Platz mehr für den Daumen ist und so ein Sicherer halt nicht mehr gewärhleisted werden kann. Bei der nächsten Generation der d7000er kamera und anderer Nikon Kameras sollten diese Breiter bebaut werden, damit man die Kamera auch mit mit einem "bulligen" Objektiv halten kann. 

Aber warscheinlich möchte Nikon seinen kleinen Tausendsassa D7000 von der D300 distanzieren, sonst würde die D7000 alle größeren Modelle übertrumpfen und leiner würde sich mehr ne D7000 kaufen, da die ja alles kann.

 

VG DiGiC 5

Benjamin Kirchheim 2011-12-27

Die Ergonomie halte ich auch für sehr wichtig, aber sie ist auch individuell sehr verschieden. Runter gefallen ist mir noch keine Kamera, obwohl ich selten Gurt oder Handschlaufe verwende. Handgrößen sind unterschiedlich und auch die Erwartungen, wo Knöpfe sitzen. Deswegen rate ich auch immer jedem, Kameras nicht blind zu bestellen, sondern in die Hand zu nehmen und selbst auszuprobieren. Selbst wenn man noch keine Ahnung hat merkt man sofort, ob eine Kamera gut in der Hand liegt und ob man mit den Menüs und der Bedienung klar kommt.

Ich weiß oft schon nach zwei Minuten, ob mir eine Kamera äußerlich, vom Material, von der Ergonomie und vom Menü grundsätzlich gefällt, die Feinheiten ergeben sich oft erst später, manchmal fangen Sachen auch erst nach monatelanger Nutzung an zu nerven. Im Testbericht ist es immer der Versuch, die Eindrücke, positiv wie negativ, so wieder zu geben, dass sich der Leser dann ein eigenes Bild machen kann und nicht die Meinung des Testers übernehmen muss, die natürlich auch im Testbericht steckt. Das gelingt mal besser und mal etwas schlechter.

Digic V 2011-12-27

Hallo Herr Kirchheim,

wie ich finde ist die Ergonomie bei der D7000 wirklich schlecht gelungen, da auf der Rückseite fast kein Platz für den Daumen ist. Ich bin erst 14 und meine Hände sind noch nicht ausgewachsen, wie soll das nur bei Erwachsenen sein ?! Selbst bei den "kleinen 3 Stelligen " Canons ist das super gelöst. Bei der Nikon erschwert das hohe Gewicht das Halten (mit einer Hand) nochmal und ein weiteres, besonders wenn man noch ein schweres Glas vorne dran hat. Selbst eine Nikon d3000 kann man mit Tele vorne dran sicherer halten.

Aber wenn man die Nikon D7000 mal neben die Canon EOS 500d legt merkt man, die sind ja genau so breit. Und wenn man dann noch die Rückseiten der Kameras vergleicht stellt man erschreckendes fest. Dem Zufolge müsste Die D7000 3cm breiter sein. Ausserdem kann man bei der Nikon d7000 leichter abrutschen, da im Vergleich zu Canon viel weniger Platz zum Rand ist und auch keine "Barriere" (bei Canons sind da Zwei Knöpfe auf einer kleinen Erhöhung) wie bei Canon vorhanden ist.

Jetzt zu meinen "Unfall". Mir war die Nikon runtergeknallt, wie ich mit dem Band an ner Tischecke hängen geblieben bin. Dann hat man keine Chance, die Kamera gleitet einem aus der Hand wie ein "Stück Seife" . Man hat auch keine Chance die Kamera zu halten, das der Halt auf der Rückseite fehlt. 

Aber jetzt genug von meinem "Frust" 

Das war jetzt nicht unbedingt gegen eure Testberichte, die ich dennoch sehr schätze, sondern eher als Hinweis für die Allgemeinheit und an die Ingenieure von Nikon. 

Dies ist allerdings das einzige was an der Kamera nicht so toll ist, sonst ist alles (bis auf ein Paar Kleinigkeiten) alles sehr Okay. 

 

VG DiGiC5

digitalkamera.de-Benutzer (Konto gelöscht) 2011-12-27

@Digic V

ich habe seit neuestem die d7000 (als zweitkamera zu meiner d700). ich finde die knipse in der summe ihrer eigenschaften schlichtweg grandios, und auch die ergonomie kann ich nicht bemängeln. für meine (relativ kleinen) hände passt das ding haargenau - besser noch als die "dicke" d700.

dabei ist die rückseite keineswegs mit knöppen überfrachtet, im gegenteil. und es sind die richtigen knöppe am richtigen platz, bei canon musst du dich viel mehr im menü bewegen, was ich (als früherer canon-user) als nervig empfinde.

die 7000er ist so unverschämt gut, dass sie der 300s das wasser abgegraben halt. viele professionals kaufen sie inzwischen - zumindest als backup zu den vorhandenen schwergewichten.

wem die knipse zu filigran ist, der kann sich doch gerne was breiteres, schwereres kaufen. für meine einsatzbereiche ist die "kleine" ein vollwertiges arbeitsgerät, bei dem ich gerade die kompakten abmessungen sehr schätze. 100%-sucher, abdichtungen und doppelter kartenslot heben die d7000 über die breite masse hinaus. für knapp 900 ocken ist das gerät zudem ein echtes sonderangebot.


Passende Meldungen zu diesem Thema

Artikel-Vorschläge der Redaktion

Der Phasenvergleichs-Autofokus (Phasen-AF) und wie er funktioniert

Der Phasenvergleichs-Autofokus (Phasen-AF) und wie er funktioniert

Wir erklären Ihnen, auf welchen Funktionsprinzipien der Phasenvergleichsautofokus basiert und wo seine Grenzen liegen. mehr…

Mit den Angeboten von Datacolor bis zu 100 € sparen

Mit den Angeboten von Datacolor bis zu 100 € sparen

Ausgesuchte Spyder-Produkte für Fotografen zu besonders attraktiven Konditionen. Nur gültig in der EU. mehr…

Digitalen Bilderrahmen übers Internet mit neuen Fotos versorgen

Digitalen Bilderrahmen übers Internet mit neuen Fotos versorgen

Die Fotos können auch auf weit entfernte Bilderrahmen übertragen werden. Die Verwaltung erfolgt komfortabel im Browser. mehr…

Testbericht: DxO PhotoLab 4 Elite Edition

Testbericht: DxO PhotoLab 4 Elite Edition

In diesem Test haben wir die Software genau unter die Lupe genommen und zeigen, ob sich ein Update oder Umstieg lohnt. mehr…

Kamera-Tests Auswahl

Hersteller
Modell

Testnoten

Note Anteil  Punkte
Verarbeitung 12,5 % 94 %
Ausstattung 12,5 % 99 %
Handhabung 12,5 % 89 %
Geschwindigkeit 12,5 % 89 %
Bildqualität 50,0 % 87 %
Gesamtnote 90 %

Steckbrief

Steckbrief
Hersteller Nikon
Modell D7000
Preis ca. 1.200 EUR**
Sensor Auflösung 16,9 Megapixel
Max. Bildauflösung 4.928 x 3.264
(Seitenverhältnis) (3:2)
Objektiv AF-S DX Nikkor 18-105 mm VR
Filtergewinde 67 mm
Sucher Pentaprisma
  Sichtfeld 100 %
  Vergrößerung 0,94-fach
  Dioptrienausgleich -3 bis +1 dpt.
LCD-Monitor 3"
  Auflösung 920.000
  drehbar
  schwenkbar
  als Sucher ja
Videoausgang PAL/NTSC, HDMI
  als Sucher ja
Programmautomatik ja
Blendenautomatik ja
Zeitautomatik ja
manuelle Belichtung ja
  BULB-Langzeit-
  belichtung
ja
Motivprogramme
  Porträt ja
  Kinder/Baby ja
  Landschaft ja
  Makro ja
  Sport/Action ja
  weitere 13
Belichtungsmessung    Mehrfeld, mittenbetont Integral, Spot
Blitz ja
  Leitzahl 12,5 (Messung)
  Blitzanschluss Systemblitzschuh
Fernauslöser Kabel, Infrarot
Intervallaufnahme
Speichermedium SD/SDHC/SDXC
Videomodus
  Format MOV
  Codec H.264/MPEG-4
  Auflösung (max.) 1.920 x 1.080
  Bildfrequenz (max.) 24 Bilder/s
Empfindlichkeit
  automatisch ISO 200-25.600 (Obergrenze einstellbar)
  manuell ISO 100-25.600
Weißabgleich
  Automatik ja
  Sonne ja
  Wolken ja
  Leuchtstofflampe ja
  Glühlampe ja
  Sonstiges Schatten, manuelle Farbtemperaturwahl
  Manuell ja
Autofokus
  Anzahl
  Messfelder
39 (davon 9 Kreuzsensoren)
  AF-Hilfslicht weiße LED
  Geschwindigkeit** ca. 0,8 s
Sprachen Deutsch
  weitere 20
Einschaltzeit < 0,2 s
Einhandbedienung
(Zoom und Auslöser)
Gewicht
(Betriebsbereit)
ca. 783 g (nur Gehäuse)
ca. 1.200 g (mit Objektiv**)
Serienbildfunktion*
  Serienbildanzahl 11 (JPEG, RAW)
  Frequenz
    (Bilder/s)
6,2 (JPEG)
6,3 (RAW)
  Dauerlauf
    (Bilder/s)
2,5 (JPEG)
0,5 (RAW)
  mit Blitz
Zoom
  Zoomverstellung am Objektiv
  Zoomstufen stufenlos
  Zeit WW bis Tele
Speicher-
geschwindigkeiten*

  JPEG 1,5 (7,5 MByte)
  RAW 2,7 s (19 MByte)
Auslösung während
d. Speicherns mögl.
ja
Akkulaufzeit ca. 1.050 Bilder (lt. CIPA)

– = "entfällt" oder "nicht vorhanden"
* mit 4 GBytes Patriot Class 6 SDHC Speicherkarte
** mit Objektiv AF-S DX Nikkor 18-105 mm VR

DXOMARK Logo

Die Bildqualität in unseren Tests ermitteln wir seit 2011 mit DXOMARK Analyzer.

Kurzbewertung

  • Robustes Gehäuse mit Spritzwasserschutz
  • Großer Ausstattungsumfang, hohe Individualisierbarkeit
  • Hervorragender optischer Sucher
  • Exzellente Bildqualität, auch bei hohen ISO-Werten
  • Etwas kleiner Pufferspeicher
  • Kein Live-Histogramm
  • Display weder klapp- noch schwenkbar
  • Ergonomisch nicht optimal geformtes Gehäuse