Zuwachs für die Otus-Familie

Zeiss bringt mit dem Otus 1.4/85 das zweite Objektiv dieser Baureihe

2014-09-08 Vor knapp einem Jahr ging Zeiss mit einer neuen, speziell auf Profifotografen ausgerichteten Objektivserie namens Otus an den Start. Nun kommt mit dem Otus 1.4/85 ein zweites Objektiv hinzu. Die längere Brennweite stellt eine Alternative zum Otus 1.4/55 dar. Fokussiert wird manuell, und für eine exzellente Abbildungsleistung setzt Zeiss ein Floating Elements Design und Spezialgläser mit anormaler Teildispersion ein. Für ein langes Objektivleben sorgt ein robustes Ganzmetallgehäuse.  (Daniela Schmid)

  • Bild Das Zeiss Otus 1.4 85 mm ZE passt auf Kameras mit Canon EF-Mount. Es ist mit 1.200 Gramm rund 60 Gramm schwerer als die Nikon-Variante und fällt auch etwas länger aus. [Foto: Zeiss]

    Das Zeiss Otus 1.4 85 mm ZE passt auf Kameras mit Canon EF-Mount. Es ist mit 1.200 Gramm rund 60 Gramm schwerer als die Nikon-Variante und fällt auch etwas länger aus. [Foto: Zeiss]

  • Bild Das Zeiss Otus 1.4 85 mm ZF.2 eignet sich für das Nikon F-Bajonett. Beide Modelle kosten stolze 4.000 Euro und sind für die Ansprüche von Profifotografen ausgelegt. [Foto: Zeiss]

    Das Zeiss Otus 1.4 85 mm ZF.2 eignet sich für das Nikon F-Bajonett. Beide Modelle kosten stolze 4.000 Euro und sind für die Ansprüche von Profifotografen ausgelegt. [Foto: Zeiss]

Wie sein 55 Millimeter-Pendant zeichnet sich das Otus 1.4/85 durch eine extrem hohe Lichtstärke aus. Hier ist der Name Programm. Die Otus-Objektive sind nach einer Eulenart benannt, die nachts extrem gut sieht. Und genau das tun die Otus-Objektive im übertragenen Sinne auch. Das Otus 1.4/85 ist prädestiniert für Aufnahmen mit wenig Umgebungslicht und liefert laut Zeiss auch bei Offenblenden eine hervorragende Abbildungsleistung. Erreicht wird dies durch eine Konstruktion aus elf Linsen in neun Gruppen. Eine Linse besitzt eine asphärische Optikfläche, sechs bestehen aus Sondergläsern mit anormaler Teildispersion. Das zugrunde liegende Optikdesign ist ein Planar. Durch die Verwendung der Sondergläser treten laut Zeiss praktisch keine wahrnehmbaren Farbsäume an konstrastreichen Kanten vor und hinter der Schärfeebene auf. Auch bei Hell-Dunkel-Übergängen und ganz besonders bei Spitzlichtern soll es keine farbigen Artefakte geben. Das Floating Elements Design mit variablen Lufträumen zwischen bestimmten Linsengruppen ermöglicht eine gleichbleibend hohe Abbildungsleistung über den gesamten Fokussierbereich von 0,8 Meter bis unendlich.

Das Ganzmetallgehäuse bleibt über die Jahre hinweg stabil und soll sich im Gegensatz zu Kunststoffkonstruktionen nicht verziehen. Das garantiert eine konstant hohe Bildqualität auch nach langer Einsatzzeit. Zur weiteren Ausstattung des Otus 1.4/85 gehören ein Skalenfenster und eine deutlich ablesbare gelbe Skalenbeschriftung. Das Objektiv arbeitet mit Innenfokussierung und wird manuell scharf gestellt. Der manuelle Fokusgang mit großem Drehwinkel erlaubt feinste Variationen beim Scharfstellen. Für Fotografen, die gerne mit Schraubfiltern arbeiten, bietet Zeiss für das Otus 1.4/85 passende T* UV- und POL-Filter mit einem Durchmesser  von 86 Millimetern an. Das neue Otus-Objektiv wird mit EF-Mount für Canon (ZE) und F-Mount für Nikon (ZF.2) ausgeliefert. Es ist ab Mitte September 2014 für knapp 4.000 Euro erhältlich.

Hersteller Zeiss
Modell Otus 1.4/85 mm
Unverbindliche Preisempfehlung 3.999,00 €
Bajonettanschluss Canon EF, Nikon F
Brennweite 85,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F1,4
Kleinste Blendenöffnung F16
KB-Vollformat nein
Linsensystem 11 Linsen in 9 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
Anzahl Blendenlamellen 9
Naheinstellgrenze 80 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden nein
Wasser-/Staubschutz nein
Filtergewinde 86 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 92 x 124 mm
Objektivgewicht 1.200 g

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Daniela Schmid

Daniela Schmidhat in Augsburg Sprachen studiert, bevor sie nach einem halben Jahr in einer PR-Agentur für IT-Firmen in die Verlagsbranche wechselte. Ab 2004 war sie als festangestellte Redakteurin für die Magazine Computerfoto und digifoto zuständig. Während eines dreijährigen Auslandsaufenthaltes in der Nähe von New York berichtete sie als freie Autorin für digitalkamera.de von der PMA, CES und der PhotoPlus Expo aus Las Vegas und New York und übernahm die Zuständigkeit für die Rubrik Zubehör. Seit 2009 testet sie auch regelmäßig Kameras.