Jetzt mit Touchscreen, Bluetooth und 17 Megapixeln

Verbesserte Panasonic Lumix DC-LX100 II vorgestellt

2018-08-22 Mit der Lumix DC-LX100 II kündigt Panasonic das Nachfolgemodell der LX100 an, die bereits knapp vier Jahre auf dem Buckel hat. Entsprechend der aktuellen Technik gibt es einen neuen, höher auflösenden Bildsensor, wobei von den knapp 22 Megapixeln lediglich 17 genutzt werden, damit der Bildwinkel in den Seitenverhältnissen 16:9, 3:2 und 4:3 identisch bei 24-75 Millimetern entsprechend Kleinbild bleibt. Auch die neuen 4K-Foto-Funktionen, Bluetooth, eine USB-Ladefunktion und ein höher auflösender Touchscreen sind mit an Bord.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die Panasonic Lumix DC-LX100 II besitzt einen großen Micro-Four-Thirds-Sensor, von dem eine 1,6-mal größere Bildfläche genutzt wird als bei einem 1"-Sensor. Kombiniert wird das mit einem F1,7-2,8 lichtstarken 24-75mm-Zoom. [Foto: Panasonic]

    Die Panasonic Lumix DC-LX100 II besitzt einen großen Micro-Four-Thirds-Sensor, von dem eine 1,6-mal größere Bildfläche genutzt wird als bei einem 1"-Sensor. Kombiniert wird das mit einem F1,7-2,8 lichtstarken 24-75mm-Zoom. [Foto: Panasonic]

Die für eine Kompaktkamera gar nicht mal so kleine und leichte Lumix LX100 II (11,6 x 6,6 x 6,4 cm, 392 g) glänzt mit ihrem großen Micro-Four-Thirds-Sensor und dem F1,7-2,8 lichtstarken 24-75mm-Objektiv, beides Eckpunkte, die die Kamera vom Vorgängermodell übernimmt. Zwar wird ein Teil der Sensorfläche nicht genutzt, aber der aktive Teil ist dennoch immerhin um den Faktor 1,6 größer als beim verbreiteten 1"-Sensor. Mit effektiv bis zu 17 Megapixeln besitzt die LX100 II zudem nun eine einigermaßen aktuelle Auflösung, war das Vorgängermodell mit effektiv nur 12,8 Megapixeln doch inzwischen etwas arg in die Jahre gekommen.

Das aufwändig konstruierte Objektiv setzt sich aus elf Elementen zusammen, die in acht Gruppen angeordnet sind. Das umfasst zwei ED-Linsen und ganze fünf asphärische Linsen mit insgesamt acht asphärisch geschliffenen Oberflächen, womit Panasonic Bildfehler wie Randunschärfe, Farbsäumen und Verzeichnung entgegenwirken will. Wie bei Panasonic üblich trägt das Objektiv das Leica-Label und ist optisch bildstabilisiert. Oben am Objektiv befindet sich ein praktischer Schalter zur Wahl des Bildseitenverhältnisses mit den vier Wahlmöglichkeiten 16:9, 3:2, 4:3 und 1:1, wobei die ersteren drei Formate alle den maximalen Bildkreis des Objektivs ausnutzen. Bei 16:9 wird eine breitere, aber niedrigere Fläche des 17,3 mal 13 Millimeter großen Micro-Four-Thirds-Sensors genutzt als im 4:3-Seitenverhältnis. Dennoch nutzt 4:3 insgesamt die größte Sensorfläche und bietet damit die höchste Auflösung. Gerade für Fans des 16:9-Seitenverhältnisses ist die LX100 II dennoch ein heißer Tipp.

Fokussiert wird dank der DFD-Technologie innerhalb von 0,1 Sekunden, wobei in Makrostellung (ebenfalls per Wahlschalter am Objektiv) im Weitwinkel bereits ab drei und in Telestellung ab 30 Zentimetern vor der Frontlinse fokussiert werden kann. Eine manuelle Fokussierung ist ebenfalls möglich, dafür kann beispielsweise der elektronische Objektivring verwendet werden. Eine Fokuslupe sowie das Fokuspeaking zur farblichen Hervorhebung der kontrastreichen und damit scharfen Motivdetails unterstützen den Fotografen dabei.

  • Bild Neben dem 2,8 Millionen Bildpunkte auflösenden, 0,7-fach vergrößernden Sucher bietet die Panasonic Lumix DMC-LX100 II einen 1,2 Millionen Bildpunkte auflösenden, 7,5 Zentimeter großen Touchscreen, der allerdings nicht beweglich ist. [Foto: Panasonic]

    Neben dem 2,8 Millionen Bildpunkte auflösenden, 0,7-fach vergrößernden Sucher bietet die Panasonic Lumix DMC-LX100 II einen 1,2 Millionen Bildpunkte auflösenden, 7,5 Zentimeter großen Touchscreen, der allerdings nicht beweglich ist. [Foto: Panasonic]

Serienbilder nimmt die LX100 II wie das Vorgängermodell mit maximal elf Bildern pro Sekunde auf, wobei die Bildrate bei aktiviertem Tracking-Autofokus jedoch auf 5,5 Bilder pro Sekunde sinkt. Des Weiteren bietet die LX100 II alle 4K-Foto-Funktionen der anderen aktuellen Panasonic-Modelle. Neben Serienbildern mit 8,4 Megapixeln Auflösung bei 30 Bildern pro Sekunde (beim Vorgängermodell waren es noch 25 Bilder pro Sekunde) umfasst das auch Post-Fokus, Fokus-Stacking und das Einfangen von Bewegungsabläufen durch Übereinanderlegen mehrerer Bilder. Die 4K-Videofunktion arbeitet nun ebenfalls mit maximal 30 statt 25 Bildern pro Sekunde.

Der elektronische Sucher bietet eine 0,7-fache Vergrößerung im Kleinbildäquivalent und löst knapp 2,8 Millionen Bildpunkte auf. Das entspricht den Eckdaten des Vorgängermodells. Beim rückwärtigen Monitor jedoch handelt es sich nun um einen 7,5 Zentimeter großen Touchscreen mit 1,2 Millionen Bildpunkten Auflösung. Das erlaubt eine Touch-Autofokus-Funktion bei Verwendung des Bildschirms und auch während des Blicks durch den Sucher. Des Weiteren gibt es fünf programmierbare Touch-Funktionstasten und die Möglichkeit, per Fingertipper direkt auszulösen.

Auch bei der Konnektivität gibt es Neuerungen. So bietet die LX100 II nun neben WLAN auch Bluetooth 4.2 LE für eine dauerhafte, stromsparende Verbindung zum Smartphone. Praktisch ist das vor allem zum Geotagging, da nun die Kamera die Koordinaten direkt in die EXIF-Daten eintragen kann. Ebenfalls neu ist die USB-Ladefunktion, dafür liegt der LX100 II leider kein externes Ladegerät mehr bei. So hat man unterwegs die Möglichkeit, die Kamera nachzuladen, etwa an einer Powerbank oder am USB-Adapter im Auto (in der ersten Version stand hier noch, ein Ladegerät wäre weiterhin im Lieferumfang, das stimmt aber nicht, nur ein USB-Ladeadapter ist dabei).

  • Bild Die Panasonic Lumix DC-LX100 II besitzt viele manuelle Bedienelemente, wie etwa das Belichtungszeitenrad, den Blendenring oder als Besonderheit den Wahlschalter für das Bildseitenverhältnis. [Foto: Panasonic]

    Die Panasonic Lumix DC-LX100 II besitzt viele manuelle Bedienelemente, wie etwa das Belichtungszeitenrad, den Blendenring oder als Besonderheit den Wahlschalter für das Bildseitenverhältnis. [Foto: Panasonic]

Die LX100 II besitzt einen leisen Zentralverschluss, der bis zu 1/4.000 kurze Belichtungszeiten inklusive Blitzsynchronisation erlaubt. Zwar fehlt der integrierte Blitz, aber für den Micro-Four-Thirds-kompatiblen TTL-Systemblitzschuh liegt ein kleiner Blitz mit einer Leitzahl von sechs bei, größere Systemblitze lassen sich ebenfalls nutzen. Neu ist die deutlich verlängerte maximale Verschlusszeit, die nun stattliche 30 Minuten anstelle der bisherigen zwei Minuten beträgt. Wer möchte, kann zudem einen völlig lautlosen elektronischen Verschluss mit bis zu 1/16.000 Sekunde kurzen Belichtungszeiten verwenden.

Weitere Neuerungen umfassen einen Monochrom- und Filmkornfilter, eine Fokusreihenaufnahmefunktion (in voller Auflösung) und mehr programmierbare Funktionstasten. Ansonsten unterscheidet sich die LX100 II im Prinzip nicht großartig von ihrem Vorgängermodell. Ab Oktober 2018 soll die Panasonic Lumix DC-LX100 II zu einem Preis von knapp 950 Euro erhältlich sein. Sicherlich wird man sie aber bereits auf der Photokina 2018 vom 26. bis 29. September in Köln begutachten können.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 40, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.